Test: iPad Mini 3 – Nicht besser aber immer noch gut [Testvideo]

(Bild: Gizmodo)

Das neue Apple iPad Mini 3 ist da! Doch allzu groß war die Freude darüber bei mir nicht. Zu ähnlich ist es seinem Vorgänger. Es kostet zwar 100 Euro mehr als das Apple iPad Mini 2, bietet aber lediglich zusätzlich den Touch-ID-Knopf. Der Rest ist gleich. Apple zeigt hier 12 Monate alte Technik und verkauft sie als neu. Lest im Test, ob sich der Kauf des Apple iPad Mini 3 vielleicht trotzdem lohnt und welche Alternativen es gibt.

iPad Mini 3

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iPad Mini 3

Optik & Verarbeitung

Okay, TouchID ist nicht die einzige Neuerung am iPad Mini 3 gegenüber dem Vorgänger. Zusätzlich gibt es das iPad Mini 3 nun auch in Gold. Und „gold is best“, wie wir alle wissen.

Hier unser ausführliches Testvideo zum Apple iPad Mini 3:

Tatsächlich finde ich die mir vorliegende goldene Version des iPads die am wenigsten ansprechende. Das mag auch an dem weißen Plastikstreifen unserer Cellular-Version liegen, der sich auf der Rückseite am oberen Ende befindet. Ich würde zur grauen Variante greifen, aber das ist natürlich Geschmackssache und sollte wenn möglich zum Beispiel in einem Apple Store vorm Kauf entschieden werden. Die Farben, vor allem Gold, wirken in echt nochmal deutlich anders als auf den Bildern.

(Bild: Gizmodo)
Der Rest des Designs ist über jeden Zweifel erhaben, auch wenn der gleich gebliebene Formfaktor bei weitem nicht mehr so beeindruckt, wie das noch beim iPad Mini 1 der Fall war. Mittlerweile hat nicht nur die Konkurrenz deutlich aufgeholt, auch Apple selbst zeigt beim iPad Air 2, dass sie in der Lage sind ihre Geräte noch dünner zu machen.

(Bild: Gizmodo)
Im Vergleich zum neuen iPad Air 2, das mit 6,1 Millimeter eines des dünnsten Tablets am Markt ist, wirkt das iPad Mini inzwischen nicht mehr ganz so schlank wie im letzten Jahr.
Allerdings muss man Änderungen auch nicht erzwingen, denn das iPad Mini 3 sieht immer noch schick und hochwertig aus. Es misst wie bisher 200 Millimeter in der Höhe, 134,7 Millimeter in der Breite und in der Tiefe 7,5 Millimeter. Das Gewicht ist mit 331 respektive 341 Gramm ebenfalls identisch zum iPad Mini Retina.

(Bild: Gizmodo)

Display

Das Apple iPad Mini 3 kommt mit demselben 7,9-Zoll-Display wie der Vorgänger. Die Retina-Auflösung von 2.048 mal 1.536 Pixel, die im vergangenen Jahr noch ein großes Upgrade darstellte, ist ebenfalls gleich geblieben. Das entspricht wie zuvor einer Pixeldichte von 326 ppi. Das IPS-Display sieht immer noch sehr gut aus, ist Blickwinkelstabil und bietet hohe Kontraste sowie tolle Farben. Eine Anti-Reflexionsbeschichtung oder eine Reduzierung der Display-Schichten gibt es im Gegensatz zum iPad Air 2 aber nicht. Deswegen sieht im direkten Vergleich das Display des iPad Air 2 ein wenig besser aus.

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Performance

Angetrieben wird das iPad Mini 3 von dem 64-Bit-A7-Prozessor, den Apple auch schon im Vorgänger verbaut hat. Die CPU taktet auch wieder mit 1.27 GHz und wird von 1 GByte RAM unterstützt. Auch in Sachen Leistung ist das neue iPad Mini damit also auf demselben Niveau wie das iPad Mini mit Retina-Display.

Das heißt aber nicht, dass es langsam ist. Im Grunde hat das iPad Mini 3 für alle Aufgaben genügend Power unter der Haube. Trotzdem hätte man sich natürlich ein Update gewünscht beziehungsweise erwartet, dass Apple auch das neue iPad Mini 3 mit der schnelleren A8X-CPU des iPad Air 2 und 2 GByte RAM ausstattet – nicht zuletzt um für zukünftige iOS-Upgrades und aufwendigere Anwendungen wie das zu erwartende Split-Screen-Feature gerüstet zu sein.

Aktuell fehlt es dem Apple iPad Mini 3 aber noch nicht an Leistung. All unsere Lieblingsspiele sind perfekt auf dem neuen Apple Tablet spielbar. Ruckler waren nicht festzustellen. Genauso lief beim Surfen im Internet alles flüssig. Der Safari-Browser lädt Webseiten schnell und reagiert auch beim Scrollen und Zoomen stets flott. Im SunSpider-Benchmark, der die JavaScript-Performance des Browsers prüft, erreichte es mit 473 Millisekunden einen nicht zu verachtenden Wert. Im Vergleich zum iPad Air 2 ist es aber in etwa ein Drittel langsamer.

(Bild: Gizmodo)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist auch noch genau so lang wie beim Vorgänger. Wie im letzten Jahr kommt das iPad Mini auf eine Laufzeit von 10 Stunden beim Surfen im WLAN-Netz. Bei unseren Tests kamen wir bei häufiger Nutzung gut über den Tag. Eine noch etwas längere Laufzeit könnte aber natürlich auch nicht schaden. Auch schnellere Ladezyklen wie bei dem neuen iPhones hätten wir begrüßt. Dennoch zählt das iPad Mini 3 zu den Tablets mit der längsten Akkulaufzeit.

(Bild: Gizmodo)

Kamera

An der 5- beziehungsweise 1,2-Megapixel-Auflösung der hinteren iSight- und vorderen FaceTime-Kamera ändert sich auch beim iPad Mini 3 nichts. Eine höhere Auflösung hat Apple dem kleinen Tablet im Gegensatz zum iPad Air 2 nicht spendiert.

Die Neuerungen

Die große Neuheit gegenüber dem Vorgänger ist der Touch-ID-Fingerabdruckscanner, den Apple auch dem iPad Air 2 spendiert hat. Eingeführt hatte ihn Apple im letzten Jahr mit dem iPhone 5S. Damit können nun auch iPad-Mini-Besitzer ihr Tablet durch Berühren des Homebuttons mit einem Finger entsperren. Wie bei den anderen Apple-Geräten funktioniert Touch-ID erstaunlich gut und kann natürlich auch für Transaktionen in iTunes oder in anderen Apps wie Dropbox zur Identifikation genutzt werden.

Mit dem neuen iOS 8.1 ist das iPad Mini 3 auch für den Bezahldienst Apple Pay gerüstet. Ein NFC-Modul bringt das kleine Apple Tablet nicht mit, womit keine Einkäufe in Ladengeschäften wie mit einem iPhone 6 möglich sind. Das iPad Mini 3 unterstützt daher nur Online- oder In-App-Käufe.

(Bild: Gizmodo)

Eine weitere Neuerung, die allerdings aktuell nur in den USA und Großbritannien nutzbar ist, ist die neue Apple-SIM für die Modelle mit Mobilfunkverbindung. Dabei handelt es sich um eine programmierbare SIM-Karte, die einen schnellen Wechsel zwischen einzelnen Mobilfunkprovidern und Verträgen erlaubt. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn man beispielsweise im Ausland das Zahlen teurer Roaminggebühren dadurch umgehen kann, in dem man einfach einen lokalen Provider auswählt.

Die Suche nach einem Telefonladen, der auch das korrekte SIM-Format (Standard, Nano, Micro, Mini) anbietet und das Ausfüllen lästiger Formulare entfallen dadurch. In der Praxis muss sich diese Flexibilität allerdings erst noch beweisen. Mit dem iPad Mini 3 und auch iPad Air 2 ist das Angebot aktuell auf AT&T, T-Mobile US, Sprint und EE (UK) begrenzt. Andererseits bewirbt Apple genau den Roaming-Anwendungsfall auf der eigenen Webseite.

Preise

Der Einstiegspreis liegt bei 389 Euro für das iPad Mini 3 mit WLAN-Modul und 16 GByte Speicher. Die LTE-Version kostet 509 Euro. Die iPad-Mini-3-Modelle mit größerem Speicher kosten jeweils 100 Euro mehr. Mit 64 GByte ist das iPad Mini 3 also für 489 respektive 609 Euro und mit 128 GByte für 589 beziehungsweise 709 Euro erhältlich. Das iPad Mini Retina, das jetzt iPad Mini 2 heißt und bis auf den Touch-ID-Sensor identisch zum neuen Apple-Tablet ist, kostet jetzt nur noch 289 respektive 409 Euro mit WLAN- oder LTE-Modul und 16 GByte Speicher. Mit 32 GByte steht es für 339 beziehungsweise 459 Euro zum Verkauf. Die Modelle mit mehr Speicher hat Apple abgeschafft. Alle Preise im Vergleich seht ihr auf der Website von Apple. 

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Fazit

Unsere Technik-Welt dreht unglaublich schnell und legt dabei kontinuierlich an Tempo zu. Deswegen ist es umso erstaunlicher, dass Apple dem iPad Mini 3 ein derart kleines Update verpasst. TouchID ist hier wohl die einzige nennenswerte Neuerung. Auf Gold hätte ich persönlich verzichten können und Apple-SIM interessiert im Moment in Deutschland noch niemanden.

Trotzdem ist das Apple iPad Mini 3 ein sehr gutes Tablet, vielleicht sogar das Beste in der 8 Zoll Kategorie. Es bietet ein sehr gutes Display, flotte Performance, beste Verarbeitung, lange Akkulaufzeiten und eine ordentliche Kamera.

(Bild: Gizmodo)

 

Alternativen

Aber das iPad Mini 2 (iPad Mini Retina) glänzt mit genau den gleichen Stärken und kostet in der 16 GByte Version ganze 100 Euro weniger! Deswegen erhält auch das Apple iPad Mini 3 von mir keine eindeutige Kaufempfehlung. Ich rate zum Kauf des Apple iPad Mini 2, hier bekommt man bei der 16 und 32 GByte Version ein deutlich besseres Preis- / Leistungsverhältnis.

Lediglich wer nicht mit 32 GByte leben kann sondern ein neues iPad Mini mit 64 oder gar 128 GByte benötigt, sollte zum iPad Mini 3 greifen. Der TouchID-Fingerabdruckscanner zählt für mich nicht als Kaufgrund für das iPad Mini 3. Es ist zwar ein wirklich nettes Feature. Aber gerade bei einem Tablet, welches man nicht so häufig entsperren muss wie ein Smartphone, kann man auf TouchID durchaus verzichten. Darüber hinaus verlassen viele iPads niemals die Wohnung und brauchen vielleicht nicht einmal eine Verschlüsselung.

Hier unser ausführliches Testvideo zum Apple iPad Mini 3:

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    1. Aber es hat einen großen Vorteil: Seit seinem Erscheinen ist das iPad Mini 2 viel billiger geworden. ;)

  1. Nämlich weil? Mein iPad 4 reicht in allen Belangen locker aus, das Mini 3 ist leichter, hat ein besseres Display und hat Touch ID, sprich ist in allem einfach nochmals besser, trotzdem wird keiner in Vergleich einen großartigen Unterschied merken.
    Eine Frechheit ist z.B. Das Billigtablet (irgend ein Samsung-Teil) meiner Mutter, das ruckelt, permanent abstürzt und nur Probleme macht.

    1. ist das ipad mini3 der nachfolger vom ipad 4 oder vom ipad mini2? was bist n du für einer? LOL

      vorschlag an apple fürs ipad mini4:
      baut n schlüsselanhänger dran und verlangt 100€ mehr. ich wette, es finden sich n paar äpfel, denen dieses neue merkmal ausreichend für ein nachfolgemodell finden.

      ich finde den harten kern der apfel-communitiy sehr lustig :DDD du auch apfel-marco?

  2. es ist eine frechheit, das gleiche gerät mit einer einzigen neuerung unter neuem namen, der ein neues gerät suggeriert auf den markt zu bringen.

  3. ich hab mich sehr über das Erscheinen des Mini 3 gefreut, denn es hat das Mini 2 endlich in sehr attraktive Preisregionen gebracht. Jedenfalls hat es mich dazu bewogen, mein Nexus 7 (2013) gegen ein Mini 2 mit 64 GB und LTE für 449 EUR aus dem Refurb einzutauschen. Bin rundum zufrieden.

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