Bericht: Uber kann jeden Kunden mit ‘God View’ verfolgen

(Bild: Shutterstock)

Uber hat zwar wieder einmal seine Datenschutzrichtlinien überarbeit. In diesem Fall dürfte das dem Unternehmen aber kaum helfen. Denn Josh Mohrer, einer der Top-Manager von Uber, hat ein internes Werkzeug namens "God View" benutzt, um damit eine Journalisten ohne deren Einwilligung zu verfolgen.

Wie Buzzfeed berichtet, nutzte eine der Journalistinnen der Seite, Johana Bhuiyan, im vergangenen Monat Uber, um sich mit Josh Mohrer zu treffen. Bei ihrer Ankunft habe Mohrer sie bereits erwartet und mit den Worten: “Ich habe sie verfolgt” begrüßt. Dabei soll er auf sein iPhone gedeutet haben. Buzzfeed hat jetzt von zwei ehemaligen Uber-Angestellten erfahren, dass der Dienst ein Werkzeug namens “God View” entwickelt hat, mit dem Uber sowohl Fahrzeuge als auch Kunden verfolgen kann. Uber-Fahrer hätten zwar keinen Zugriff auf die Anwendung, angeblich aber viele Angestellte des Unternehmens.

Das Erlebnis von Johana Bhuiyan steht im krassen Gegensatz zu den neuesten Datenschutbestimmungen von Uber, denen zufolge Angestellte nicht ohne wichtigen Anlass in die Fahrdaten von Kunden blicken dürfen. Schon früher hatte es Berichte gegen über Nutzer, die sich von Uber verfolgt fühlten. Der Fall von Johana Bhuiyan aber scheint besonders konkret zu sein. Zwar macht es sicherlich Sinn, dass Uber seine Fahrer aus Sicherheitsgründen überwachen kann. Eine Anwendung mit dem überheblichen Namen “God View” und das Verfolgen von Journalisten – und es ihnen anschließend auch noch zu verraten -, das spricht nicht gerade für den Mitfahrdienst. Die Taxifahrer, die sich schon lange gegen Uber wenden, dürfte dieser kleine Skandal wohl aber freuen.

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Tags :Quellen:BuzzfeedVia:gizmodo.com
  1. Die Abfrage und Übermittlung von GPS- Position Daten der Kunden,
    hat nur Berechtigung zu Aufbau der aktuellen Verbindung zwischen Kunden und Fahrer, sowie für die Anfahrt.
    Darüber hinaus, ist es illegale Kunden Ausspähung und Überwachung, und sollte gesetzlich verboten werden!
    Hier hat UBER viel negativ Image (auch bei mir) erhalten, und das zu Recht!

    Ähnliches sollte für ALLE anderen Apps gelten.
    GPS Daten Abfrage und Übermitlug, nur für die notwendige Dauer der App- Funktion.
    Und nur nach expliziten Freigabe durch Nutzer.
    Danach automatische Abschaltung!
    Die Gesetzgeber sollten drastische Geldstrafen für illegale Ausspähung verhängen und vollstrecken.
    Z.B. 500 € pro illegale Abfrage und pro User.
    (Davon könnte der Ausgespähte 50 % steuerfrei, als eine Art „Schmerzensgeld“ bekommen)

    PS:
    Optional könnte Uber anbieten, nur nach expliziten Freigabe durch Kunden für jede einzelne Fahrt,
    eine Abfrage und befristete Speicherung der GPS-Daten von Kunden und Fahrer, nur für die Dauer der Fahrt + z.B. 20 Minuten.
    (T.B.: für Nachweis von betrügerischen Umwegfahrten, oder als Schutz vor theoretisch möglichen Verschleppung)

  2. Hier sind einige Rechtschreibfehler, ich schreibe sowas nie, auch wenn mir mal was auffällt, aber wofür sind Rechtschreibkorrektur Programme da ?
    Jeder macht Fehler, aber man sollte diese ausbessern.
    Fehler:

    “…um damit eine Journalisten ohne deren Einwilligung…” Journalistin, nehme ich an ?
    “… krassen Gegensatz zu den neuesten Datenschutbestimmungen von Uber…” Datenschut oder Datenschutz ?

    nur ein kleines Feedback, nicht böse gemeint.

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