Studie: Mädchen haben null Interesse an Computerberufen

(Bild: Shutterstock)

Erschreckend oder zu erwarten? Schülerinnen haben einer Studie nach praktisch überhaupt kein Interesse, in der IT-Branche zu arbeiten. Kann sich die Wirtschaft das leisten?

Das Interesse unter Schülerinnen an Berufen in der Computer- und IT-Branche geht gegen null. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Schule, und dann?“, die im Auftrag der Vodafone-Stiftung erstellt wurde. Teile der Ergebnisse hatte der Spiegel vorab bekannt gemacht.

Von den Schülern, die zumindest eine ungefähre berufliche Vorstellung hatten, bekundeten rund sechs Prozent Interesse an IT-Berufen; bei den Schülerinnen waren es hingegen weniger als 0,5 Prozent.

Weitaus beliebter bei den Mädchen: medizinische und soziale Tätigkeiten (je rund 20 Prozent). Auch Tierärztin oder Tierpflegerin wurde häufiger als Wunschberuf genannt (7 Prozent).

„Die beruflichen Pläne von Jungen und Mädchen unterscheiden sich erheblich und entsprechen weitgehend tradierten Rollenmustern“, konstatiert die Stiftung. Die Studie wird am Dienstag vorgestellt. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte dafür Schüler der letzten drei Klassen an allgemeinbildenden weiterführenden Schulen.

Bild: Iko/Shutterstock

Tags :
  1. Ob sich dir Wirtschaft das leisten kann ist doch eine überflüssige Frage meiner Meinung nach. Solange genug männliche Bewerbe lust auf die Berufe haben warum sollte die Wirtschaft darunter leiden? Norbert

  2. Die Wirtschaft wird sich das bestimmt leisten können, da es ausreichen männliche Bewerber gibt. Den Fachkräftemangel konnte ich bisher noch nicht wahrnehmen.

  3. Unter zwanghafter Gleichmacherei leiden sowohl Männer als auch Frauen. Diskriminierung bitte möglichst verhindern, und aktzeptieren das die Interessen individuell unterschiedlich ausfallen. Wenn sich Mädels für IT nicht interessieren who cares? Die paar die sich dafür interessieren sind herzlich willkommen. Ist doch anders herum in den „Frauenberufen“ auch so.

  4. Es hilft halt keine Frauenquote, wenn keiner da ist, der den Job ausführen will.
    Es hilft auch kein Girlsday, wenn keine(r) hingeht.
    Die Frage ist: Was und wie will man das ändern? Interessen sind eben unterschiedlich. Ist das schlimm oder einfach pragmatisch hinzunehmen?
    Es wird natürlich immer Frauen geben, die auch Männerberufe interessant finden und Männer, die Frauenberufe interessant finden.

  5. Die Ergebnisse meiner Umfrage brstätign diesen überaus erstaunlichen Trend : 0% meiner männlichen Freunde wollen Hebamme werden. Krankenhäuser und Ärzreschaft, aber vor allem,werdende Mütter sind in heller Aufregung.

  6. Das passt aber gar nicht zu der gewünschten 50%-Quote und Gleichheit für alle in allen Berufen. Wie biegen Feministinnen sich das jetzt zurecht?

  7. Meine Frau ist ganz untypisch Softwareentwicklerin und mathematisch ziemlich begabt. Ich bin auch ITler, habe aber eine beratende Ausrichtung.

    Wir sind beide der Meinung, dass Frauenquoten schwachsinnig sind. Interessen sind nunmal unterschiedlich und was bringt eine Frau in einem Beruf, der sie eigentlich nicht anspricht?
    Generell sollte der Bessere den Job bekommen, ob nun Mann oder Frau.
    Ansonsten könnte man genauso auch eine Männerquote in sozialen Berufen fordern (z.B. für Kindergärten). Aber da sind die Verdienstmöglichkeiten bei uns ja oft so bescheiden, dass diese Alternative meist für Männern gleich komplett wegfällt.

  8. Ehm… nun ja…
    Ich habe diesen Link soeben von meinem Chef geschickt bekommen, bei dem ich ein Ausbildung zur Fachinformatikerin machen darf.
    Was ich hier lesen musste fand ich etwas amüsant. Der Bericht ist meiner Meinung nach Quark. Macht euch doch mal Gedanken warum Mädels ungern in die “typischen“ Männer Berufe schlüpfen. Gerade in der IT Branche wird man nicht so einfach angenommen, bzw akzeptiert. Überhaupt eine Chance zu bekommen eine Ausbildung zu machen ist nicht so leicht. Also diesen Bericht finde ich für nicht besonders gelungen.

    MfG

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising