Test: Lenovo Yoga Tablet 2 Pro – Die ultimative Multimediazentrale [Videotest]

(Bild: Gizmodo)

Das Lenovo Yoga 2 Pro ist ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Tablet. Das im ersten Moment auffälligste Merkmal ist ohne Frage seine ungewöhnliche Größe von 13,3 Zoll. Aber auch der integrierte Beamer beschert dem Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ein Alleinstellungsmerkmal, dass mit Sicherheit für viel Aufsehen sorgt. Wir haben uns das Yoga Tablet 2 Pro im Test mit Video genau angeschaut und verraten dir, ob sich der Kauf lohnt.

Lenovo Yoga Tablet 2 Pro

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Lenovo Yoga Tablet 2 Pro

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro will die ultimative Medienabspielstation sein. Das sieht man ihm auch sofort an. Das Tablet ist riesig! Es wirkt auf dem ersten Blick schon eher wie ein Notebook. Dieses erste Stirnrunzeln war bei mir in dem Moment wie weggewischt, als ich das erste Mal den Bildschirm eingeschaltet sah. Die 13,3 Zoll sehen umwerfend aus! Aber immer der Reihe nach.

 Design & Verarbeitung

Wie schon seine Vorgänger kommt auch das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Yoga-Tablet-typischen Design samt eines zylindrischen Griffs, der einen ausklappbaren Standfuß beherbergt. Im Vergleich zum Yoga Tablet 10 oder Yoga Tablet 8 ist das grundlegende Design gleich geblieben. Allerdings hat Lenovo es in zwei Punkten etwas verbessert, dazu gleich mehr.

Hier unser ausführliches Testvideo des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro:

Wie bisher ist das silberne Gehäuse weitgehend aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber dennoch hochwertig und bei weitem nicht billig. Die Rückseite des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist leicht texturiert, wodurch sie sich etwas griffiger wird.

Der Standfuß und die Buttons sind aus Aluminium gefertigt. Die Lautstärkeregler sitzen im unteren Drittel an der linken Seite des Gerätes knapp über dem microUSB-Anschluss und der Kopfhörerbuchse.

Am unteren Ende der rechten Seite des Tablets verbaut Lenovo eine Hardware-Taste zum Aktivieren des Beamers. Beide Tasten haben ordentliche Druckpunkte. Auf der Rückseite des rechten Lautsprechers versteckt sich noch ein kleiner Kunststoffschieberegler zum Einstellen der Bildschärfe des Projektors, der sich etwas schwer bedienen lässt.

Mach dir dein eigenes Bild vom Lenovo Yoga Tablet 2 Pro!

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Wie bisher kann man das Tablet nicht nur flach auf den Tisch oder den Schoß legen, sondern es im Kickstand-Modus beziehungsweise Ständer verwenden. Bei einem Winkel flacher als 45 Grad steht das Tablet nicht mehr stabil und fällt um.

Allerdings kann man das Tablet dann einfach umdrehen und mit dem Griff nach oben in einem flachen Winkel – dem sogenannten Tilt-Stand – nutzen. Dieser ist beispielsweise beim Tippen praktisch. Mit der optionalen und noch nicht erhältlichen Folio-Hülle soll sich das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro auch waagerecht wie ein Buch aufstellen lassen.

(Bild: Gizmodo)

Nun zu den zwei angekündigten Verbesserungen. Der Standfuß erlaubt nun noch ein neues Anwendungsszenario. Er lässt sich nun um 180 Grad drehen, um sich das Tablet dank einer Aussparung in der Aluminiumplatte beispielsweise an einem Haken oder Nagel an der Wand aufhängen. Denkbar wäre es auch, das Tablet im Auto an der Rückseite des Fahrer- oder Beifahrersitzes zur Unterhaltung des Nachwuchses aufzuhängen.

Außerdem lässt sich Aluminium-Standfuß nun dank einer neuen Taste samt Feder nun deutlich komfortabler ausklappen. Per Knopfdruck springt er beim neuen Modell ein kleines Stück auf, sodass man sich beim Öffnen nicht mehr die Fingernägel kaputt macht oder etwas umständlich mit der Hand den zylindrischen Griff drehen muss.

(Bild: Gizmodo)

Der Aluminium-Standfuß ist solide und schwergängig genug, um dem Tablet stets einen sicheren Halt zu geben. Zudem sorgt der gesamte zylindrische Griff für eine gute Gewichtsverteilung. Dadurch kann das Tablet nicht nur auf dem Tisch, sondern beispielsweise auch im Sitzen oder Liegen im aufgestellten Zustand auf dem Schoß beziehungsweise den Beinen genutzt werden.

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro misst insgesamt 33,32 mal 22,3 Zentimeter in der Länge und Breite. Am oberen Display-Rand ist es ca. 8 Millimeter dünn. Nach unten hin läuft es leicht konisch zu und wird dicker. Am Ende misst es rund 12,6 Millimeter. Der Durchmesser des Griffs kommt auf knapp 23 Millimeter.

(Bild: Gizmodo)

Das Gewicht schlägt mit 950 Gramm zu Buche. Damit ist das Tablet wahrlich kein Leichtgewicht. Zum Vergleich: Das Apple iPad Air 2 wiegt bei seinen 10 Zoll 446 Gramm, das Samsung Galaxy Note Pro mit seinen 12.2 Zoll 750 Gramm. Nach eine gewissen Zeit des Haltens spürt man das hohe Gewicht des Yoga Tablet 2 Pro deutlich.

Auf der Rückseite auf der Höhe der Aussparung des Alu-Ständers hat Lenovo eine Kamera sowie einen Subwoofer verbaut. Rechts und links im zylindrischen Griff direkt unter dem Display sitzen noch zwei Front-Stereo-Lautsprecher. Insgesamt gibt es an der Verarbeitung des Android-Tablets nicht viel auszusetzen. Bis auf den etwas schwerfälligen Schieberegler zum Scharfstellen des Projektors macht das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro trotz Kunststoff einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. So edel wie ein iPad Air 2 wirkt es aber natürlich nicht.

(Bild: Gizmodo)

Display

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist mit einem 13,3-Zoll-IPS-Display mit einer QHD-Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixel ausgestattet. Bei einem derart großen Bildschirm macht dies auch vollkommen Sinn. Damit kommt der 10-Punkt-Multitouchscreen auf eine Pixeldichte von rund 221 ppi und ist annäherungsweise so scharf wie der eines iPad Air 2 (9,7 Zoll, 264 ppi). Das Display ist bei maximaler Helligkeit überdurchschnittlich leuchtstark, kommt aber beispielsweise nicht ganz an die Leuchtkraft eines iPad Air 2 oder auch Nexus 9 heran. Die Helligkeit des Displays lässt sich ausreichend herunterregeln, sodass man nachts nicht geblendet wird.

(Bild: Gizmodo)

Die Farben stellt das Android-Tablet wie für LCDs typisch weniger knallig, sondern eher natürlicher dar. Bei Betrachtung des Bildschirms aus einem gewissen Blickwinkel macht das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro eine ordentliche Figur, ohne jedoch neue Bestwerte zu setzen.

Alles in Allem mag ich das Display des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro sehr, aber das liegt weniger an seinen Eigenschaften, sondern mehr an seiner beeindruckenden Größe. So macht Filme und Serien Schauen richtig Spaß.

(Bild: Gizmodo)

Projektor

Der integrierte Projektor ist wohl einer der spannendsten Eigenschaften am Lenovo Yoga Tablet 2 Pro. Den Beamer hat Lenovo auf der rechten Seite in dem zylindrischen Griff verbaut. Laut Hersteller projiziert er in schwach beleuchteten oder abgedunkelten Räumen in einem Abstand von zwei Metern ein maximal 50 Zoll großes Bild.

Der Beamer bietet eine WVGA-Auflösung mit 854 mal 480 Pixeln und einer Helligkeit von 40 bis 50 ANSI-Lumen. Offizielle Angaben zur Lebensdauer liegen uns nicht vor. Im Internet finden sich Werte von um die 20.000 Stunden. Damit liegt er nicht auf einem Niveau mit teureren HD-Pico-Projektoren, kann aber mit mittelpreisigen Geräten mithalten und reicht für den nicht zu anspruchsvollen Heimkinoabend vollkommen aus.

Lenovo gibt als maximalen Abstand zwischen Wand und Projektor 2 Meter an, um ein 50 Zoll Bild zu erzeugen. Aber auch bei größerem Abstand war das Bild immer noch scharf, jedoch litten die Helligkeit und damit auch die Kontraste zunehmend.

(Bild: Gizmodo)

Auch wenn die Helligkeit des Projektors nicht überragend ist, so reicht sie doch allemal um bei leicht abgedunkelten Räumen Filme / Fotos / Clips / Präsentationen an die weiße Wand zu werfen. Nähert man sich auf einen Meter an die Wand, ist das projizierte Bild auch hell genug um in Räumen mit normaler Beleuchtung gut ablesbar zu sein.

Ich gebe zu, ich fand die Idee einen Beamer in ein Tablet zu verbauen erstmal etwas befremdlich. Kaum hatte ich damit etwas rumgespielt, änderte sich die Meinung. Das Teil funktioniert richtig gut! Ich kann mir mehrere Szenarien vorstellen, wo ein Beamer richtig Sinn macht. Ob das jetzt bei Oma zum Bilder zeigen, im Hotelbett zu Filme schauen oder im Meeting-Raum zum Präsentationen halten ist.

Der Projektor des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro verfügt über eine automatische 16:9-Bildanpassung, die eine Trapezbildung ausgleicht. Das klappt in der Praxis gut, sodass das Tablet stets ein rechteckiges Bild ausgibt, wenn der Winkel, in dem das Licht auf die Wand trifft, in der vertikalen nicht ganz gerade ist. Ausgleichen kann das Tablet in etwa einen Winkel von 45 Grad. Dadurch kann man das Bild auch gut an die Zimmerdecke projizieren und beispielsweise im Liegen einen Film anschauen.

In der horizontalen kann das Lenovo-Tablet einen schrägen Projektionswinkel nicht ausgleichen. Bei Bedarf kann die Perspektivkorrektur in den Einstellungen abgeschaltet und manuell vorgenommen werden. Standardmäßig wird das Bild im Querformat ausgerichtet. Dies lässt sich auf Wunsch aber auch abschalten und der Screen im Portraitformat an die Wand werfen.

Der Beamer spiegelt im Grunde einfach das Display auf eine Leinwand oder andere möglichste helle Fläche. Er projiziert also alles, was auf dem Tablet angezeigt wird – egal ob Spiele, Fotos, Filme oder einfach nur den Homescreen. Aktiviert wird er entweder über den Hardware-Button an der Seite des Gehäuses oder über die entsprechende Projektor-App. In den Einstellungen können Nutzer noch festlegen, nach wie vielen Sekunden sich das Display abschalten soll.

(Bild: Gizmodo)

Ganz perfekt ist der Projektor jedoch leider nicht. So hatte ich immer etwas Probleme mit der Schärfe. Sie wird über einen kleinen Kunststoffschieberegler auf der Rückseite des rechten Lautsprechers verstellt. Der Regler ist bei meinem Testgerät etwas schwergängig, sodass es eine hakelige Angelegenheit ist, die Bildschärfe richtig einzustellen. Auch war es mit nicht möglich, das Bild an jeder Stelle gleich scharf zu stellen. Das fällt jedoch nur bei Schrift auf. Auch mit Lichthöfen um das projizierte Bild muss man Leben. Das sei bauartbedingt nicht zu vermeiden, sagte man mir. Außerdem hatte ich häufig Probleme die perfekte Stellung für das Tablet zu finden, damit das Bild an der Wand die gewünschte Position hat. Schließlich will man das Yoga Table 2 Pro auch nicht die ganze Zeit in der Hand behalten.

(Bild: Gizmodo)

Sound

Für den Heimkinoabend zählt allerdings nicht nur das Bild, sondern auch der Sound. Für den Ton sorgen ein JBL-Soundsystem mit zwei 1,5-Watt-Stereolautsprechern auf der Vorderseite und einem 5-Watt-Subwoofer auf der Rückseite – alles mit Dolby-Audio-2.1, virtuellen Surroundsound und Wolfson-Master-HiFi-Audio-Technologie. Soundeinstellungen können Anwender über den vorinstallierten Equalizer vornehmen.

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro macht dank des Systems auch einen lauten, verhältnismäßig voluminösen und klaren Sound für ein Tablet. Der Subwoofer sorgt für etwas Bass. Auch aus etwa 3 Metern Entfernung ist die Lautstärke noch ausreichend, um ungetrübt einen Film zu genießen. Allerdings darf man auch hier keine Wunder erwarten, es handelt sich beim Yoga Tablet 2 Pro immer noch um ein Tablet. Der Sound ist anderen Tablets zwar überlegen, kann aber nicht mit einer kleinen Musikanlage mithalten. Auch kleine Bluetooth-Boxen sind dem Lenovo Yoga Tablet 2 Pro in dem meisten Fällen überlegen.

Wer ein Video über das Display anschaut und seine Umgebung nicht stören möchte, der findet auch verhältnismäßig hochwertige In-Ear-Kopfhörer von JBL im Lieferumfang, die einen ordentlichen Sound abgeben.

(Bild: Gizmodo)

Hardware & Leistung

Angetrieben wird das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro nicht wie so häufig von einem Qualcomm-Chip, sondern von Intels Vierkern-Prozessor Atom Z3745. Dieser kommt mit einer Basistaktrate von 1,33 GHz (Burstmodus 1,86 GHz) und einer integrierter Intel-HD-Grafikeinheit. Der CPU stehen 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Der Speicher ist 32 GByte groß. Nach Abzug des Systems und der vorinstallierten Anwendungen bleiben 24,92 GByte für Fotos, Filme und weitere Daten des Nutzers übrig.

Dank eines microSD-Kartenslots, der auf der Rückseite des Tablets bei ausgeklapptem Standfuß hinter einer Klappe zu finden ist, lässt sich die Kapazität noch um bis zu 64 GByte erweitern, was genügend Platz für Filme bietet.

Der Intel-Prozessor sorgt im Großen und Ganzen für ausreichend Power. Allerdings könnte die CPU auch noch ein bisschen kraftvoller sein, denn die QHD-Auflösung des Displays macht ihr im alltäglichen Betrieb hier und da etwas zu schaffen. Während das System weitgehend flüssig läuft, merkt man beim Aufruf von Apps, Youtube-Videos, vielen Bildern in der Galerie oder Scrollen und Zoomen im Webbrowser das es etwas an Leistung fehlt. Groß stören tut dies nicht, aber es fällt eben auf. Grafisch aufwendigere Spiele wie Riptide GP 2 oder Dead Trigger 2 laufen bis auf seltene Micro-Ruckler aber auf dem Lenovo-Tablet flüssig.

Auch im Benchmark schneidet das Tablet nicht schlecht ab. Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro hat im AnTuTu, der unter anderem CPU-, RAM- und Grafikleistung ermittelt, solide 33.302 Punkte erreicht. Im Quadrant-Bench, der ebenfalls Prozessor– und 3D-Grafikperformance analysiert, kommt es allerdings nur auf einen Score von 15.499 Punkte. Im Geekbench schafft es 2482 im Multi- und 789 im Single-Core-Test. Im Manhattan-GFX-Bench (Version 3.0.23), der die Leistung der Grafikeinheit auf den Prüfstand stellt, kommt das Yoga-Tablet nur auf 412 Frames respektive 6,6 Frames pro Sekunde.

(Bild: CNET.de)

Den 3D Mark Ice Storm schließt es mit 16.150 Punkten. Im Vergleich mit Spitzentablets wie dem iPad Air 2 kann das Lenovo-Tablet nicht mithalten. Das Apple-Tablet kommt beispielsweise beim Ice Storm auf 21.744 Punkte und im Geekbench 3 auf 4506 im Multi-Core-Test.

(Bild: CNET.de)

Zu erwähnen ist allerdings, dass das Lenovo-Tablet bereits für das neue Android 5.0 Lollipop gerüstet ist, da der Intel-Prozessor auf der 64-Bit-Architektur basiert. Mit Googles neuer Betriebssystemversion dürfte das Yoga auch nochmals einen Leistungsschub erhalten und besser laufen. Ob und wann es ein Update auf Android 5.0 gibt, das ist bisher noch nicht bekannt.

(Bild: Gizmodo)

Kommunikation & Sensoren

An Bord sind Dual-Band-WLAN samt MiMo nach den Standards a/b/g/n sowie Bluetooth 4.0. Für 100 Euro Aufpreis gibt es noch ein UMTS/LTE-Modul mit dazu. Das SIM-Kartenformat ist microSIM. Der Einschub für die Mobilfunkkarte befindet sich gleich neben dem Speicherkartenslot auf der Rückseite des Tablets. Ansonsten sind ein GPS-Modul, microUSB 2,0 ein Kompass, ein Beschleunigungs-, Hall- und Umgebungslichtsensor sowie ein Vibrationsmodul integriert. Der WLAN-Empfang war im Test gut und stets etwas besser als beispielsweise auf unserem Nexus 5.

Betriebssystem & Features

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist ab Werk mit Android 4.4.2 KitKat ausgestattet. Lenovo hat die Oberfläche von Android stark verändert. Die Apps sind wie beim iPad direkt auf dem Homescreen ablegt. Einen App-Drawer gibt es nicht mehr. Das trägt nicht unbedingt zur Übersicht bei und raubt Platz für Widgets. Das neu gestaltete Shortcut-menü fährt statt von oben nach unten diesmal von unten nach oben – sehr praktisch bei einem Tablet dieser Größe.

Trotzdem merkt man an einigen Stellen, dass die App nicht für ein Tablet dieser Größe ausgelegt sind. Das fällt besonders beim der Facebook-App auf, die im Landscape-Format kaum zu benutzen ist.

(Bild: Gizmodo)

Neben den typischen Google-App hat Lenovo auch eine Reihe eigener Anwendungen auf das Tablet gepackt. Darunter eine App für den Projektor, eine Sicherheitslösung mit AD-Blocker und Performance-Tool, eine eigene Nachrichten- und E-Mail-App, einen Videoplayer, einen Datei-Browser, einen eigenen Kalender, Wecker, und Taschenrechner sowie eine Notiz- und Zeichen-App und eine eigene Galerie-Anwendung. Mit SyncIt HD, SharteIt und CloneIt sind auch Applikationen zum Übertragen von Daten, Kontakten und Einstellungen in die Cloud oder auf ein anderes Gerät mit an Bord. Mit eFrame hat Lenovo darüber hinaus eine Slideshow für Bilder vorinstalliert.

Außerdem bringt das Tablet die Apps Facebook, Twitter, Evernote, Kingsoft Office, Navigate von Route 66, Textr Ebooks, UC Browser HD, Soundrekorder, Gamestore und Skype mit. Damit wird das Tablet für den ein oder anderen womöglich etwas überladen vorkommen. Von den Anwendungen lassen sich auch nicht alle deinstallieren, aber zumindest einige deaktivieren, sodass sie nicht mehr auf dem Homescreen auftauchen. Speicherplatz belegen sie dann natürlich immer noch. Schade, dass Lenovo dem Nutzer ein derartiges Korsett umlegt.

Eine praktische Funktion ist das Mutli-Window-Feature, das an Samsungs Note-Reihe erinnert. Damit können Android-Nutzer echtes Multitasking betreiben und mehrere Apps in verschiedenen Fenstern laufen lassen. Insgesamt lassen sich drei Apps gleichzeitig in einem eigenen Tab sowie eine App normal im Hintergrund öffnen. Kompatibel sind beispielsweise der Chrome-Browser, die Galerie, die E-Mail-Anwendung oder der Videoplayer. Die Fenster lassen sich per Fingerwisch auf dem Bildschirm positionieren und in ihrer Größe anpassen. Eine Funktion, die sie automatisch nebeneinander ausrichtet, gibt es nicht.

Kamera

Lenovo verbaut in der Vorderseite des Yoga Tablet 2 Pro eine 1,6-Megapixel-Kamera, in der Rückseite eine mit 8-Megapixel-Auflösung. Die Front-Cam erlaubt Videochats in HD-Qualität. Die Hauptkamera nimmt Videos mit bis zu Full-HD-Auflösung auf.

Bei Tageslicht nimmt die Kamera ganz ordentliche Fotos auf, bei schlechteren Lichtverhältnissen macht sich schnell ein merkliches Bildrauschen bemerkbar. Der Fokus benötigt in der Regel ein paar Sekunden bis er die Szene scharf gestellt hat. Aber zum Fotografieren nutzt man in der Regel auch eher das Smartphone. Dennoch lässt sich mit dem Lenovo Tablet 2 Pro der eine oder andere gute Schnappschuss schießen. Nachfolgend ein paar Testaufnahmen. Um die Bilder in der vollen Auflösung zu sehen, klickt auf das Bild und im nächsten Fenster auf “Volle Auflösung”.

(Bild: CNET.de)

(Bild: CNET.de)

(Bild: CNET.de)

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Die Kamera-App bietet einige Effekte und Szenemodi sowie Einstellungen für Weißabgleich, Helligkeit, Schärfe, Sättigung und Kontrast. Viel mehr benötigt man auf einem Tablet im Grunde auch nicht.

Akkulaufzeit

In dem zylindrischen Griff des Lenovo-Tablets sitzt ein 9.600 mAh starker Akku, der laut Hersteller für eine gigantische Laufzeit von bis zu 15 Stunden sorgen soll. Bei der Videowiedergabe über den Beamer hält das Tablet laut Hersteller mit einer Ladung bis zu drei Stunden durch. Im Test haben wir den Projektor mit voller Helligkeit und ausgeschaltetem Display laufen lassen und es auf eine Laufzeit von knapp 5,5 Stunden geschafft.

Beim Streamen eines HD-Youtube-Clips hielt das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro mit halber Helligkeit gut 6,5 Stunden durch. Schätzungsweise kommt man bei einer Mischnutzung auf maximal 10 Stunden, eher 9 Stunden. Das ist zwar ein guter Wert, enttäuscht aber trotzdem weil er nicht mal annähernd die 15 von Lenovo angegeben Stunden Akkulaufzeit erreicht.

Das Aufladen des großen 9.600-mAh-Akkus benötigt natürlich seine Zeit. Lenovo legt ein Ladegerät mit 5 Volt und 1,8 Ampere bei. Bis es von 0 auf 100 Prozent aufgeladen ist, vergehen schon an die 3,5 Stunden. In Anbetracht der Akkugröße ist das aber ziemlich flott. Also ich das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro mit einem Ladeteil mit 5 Volt und 2 Ampere eines anderen Herstellers lud, brauchte es übrigens etwa 5 Stunden bis es komplett voll war.

(Bild: Gizmodo)

Preis & Verfügbarkeit

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro kommt in zwei verschiedenen Ausführungen. Die WLAN-Variante kostet 499 Euro. Mit optionalem LTE-Modul bietet es Lenovo zu einem Preis von 599 Euro an. Damit zählt sich das Lenovo-Tablet klar zu den teureren Geräten am Markt.

Mit WLAN ist es bereits bei diversen Online-Shops oder auch im Einzelhandel erhältlich. Auf Lager haben es beispielsweise Amazon und Notebooksbilliger. Bei Media Markt ist es bald abholbereit. Die LTE-Variante ist aktuell noch nicht verfügbar. Amazon gibt zum Beispiel an, sie in ein bis drei Monaten zu versenden.

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Fazit

Ich bin vom Lenovo Yoga 2 Pro sehr angetan! Besonders bin ich erstaunt, wie gut mir die 13,3 Zoll bei einem Tablet gefallen. Surfen, Filme schauen, Games zocken – mit 13,3 Zoll stellt sich hier ein völlig neues Gefühl ein.

Allerdings kann ich auch jeden verstehen, der meine Begeisterung hier nicht teilt, genauso wie ich jeden verstehen kann, der meine Begeisterung für Smartphones in der 6 Zoll Liga nicht teilt und eher kleinere Handys bevorzugt. Denn die Größe des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro hat auch Nachteile. Ein Kilogramm Gewicht machen sich in der Hand sehr schnell bemerkbar, besonders wenn man es im Querformat hält. Außerdem lässt sich das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro durch seine Größe natürlich schwerer transportieren und bietet sich deswegen als Home-Device an.

Der integrierte Projektor ist mal richtig cool und offenbart einige neue Anwendungsszenarien für ein Tablet. Klar, es ist nur ein Pico-Beamer, also erwartet nicht zu viel. Richtig gut finde ich den Sound. Für ein Tablet macht der richtig was her. Auch den praktischen Standfuß und die Gewichtsverlagerung in den Zylinder feiere ich schon seit dem ersten Yoga Tablet. Die Ausdauer des Tablets bewegt sich im oberen Segment, ohne jedoch die Leistung der Vorgänger zu erreichen. Schade, dass hier Lenovo in den Herstellerangaben dermaßen übertreibt.

Klare Abzüge bekommt das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro von mir für den zu schwachen Prozessor. Bei einem Gerät für 500 Euro erwarte ich Leistung. Zwar erledigt das Yoga Tablet 2 Pro alle Aufgaben, aber manchmal dauert das einfach zu lange. Besonders fällt dies beim Laden von hochauflösenden Bildern auf. Außerdem ärgere ich mich über die Softwareanpassungen. Es gibt für mich einfach keinen vernünftigen Grund den App-Drawer zu streichen und eigene App deinstallierbar zu machen.

Trotzdem: Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro erhält meine Kaufempfehlung. Es erfüllt dank einiger einzigartiger Eigenschaft die Funktion eines Multimediatablets so gut wie kaum ein anderes Tablet. Mir gefällt wie Lenovo Jahr für Jahr versucht neue Ideen in zu Ende entwickelt geglaubte Gerätekategorien verbaut.

Hier unser ausführliches Testvideo des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro:

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