Zukünftige Kinofilme von Hackern erbeutet

(Bild: Shutterstock)

Nachdem vor wenigen Tagen mehrere Filme des Studios Sony Pictures bei einem Hackerangriff entwendet wurden, tauchten die zum Teil unveröffentlichten Titel nun auf Filesharing-Websites auf. Laut Branchenmagazin Variety handelt es sich dabei unter anderem um ein Remake des Musicals "Annie" sowie den jüngsten Film von Brad Pitt.

„Annie“ sowie ein Film über den britischen Landschaftsmaler William Turner sollten diesen Monat in die Kinos kommen. Ebenfalls entwendet wurde „Still Alice“ mit der US-Schauspielerin Julianne Moore, der Januar 2015 starten sollte, und „Fury„, Brad Pitts neuester Film, der im deutschsprachigen Raum unter dem Titel „Herz aus Stahl“ ebenfalls Anfang 2015 anlaufen sollte. In Jamaica feierte der Film bereits Mitte Oktober Premiere.

Sony unterstützt laut Variety die Strafverfolgungsbehörden bei ihren Ermittlungen. “Der Diebstahl von Inhalten von Sony Pictures Entertainment ist eine Straftat, und wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen”, so eine Sprecherin des japanischen Unternehmens.

Anfang vergangener Woche hatten mehrere Medien übereinstimmend von einem erfolgreichen Hackerangriff auf Sony Pictures berichtet. Eine Gruppe, die sich selbst “#GOP” nennt, behauptete, sie habe interne Daten und “Geschäftsgeheimnisse” erbeutet. Sie drohten mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten, falls Sony Pictures die nicht näher genannten Forderungen der Hacker erfülle.

Die Hintermänner des Angriffs wurden bisher nicht ermittelt. Laut Recode prüft Sony unter anderem die Möglichkeit, ob die Hacker im Auftrag der nordkoreanischen Regierung handelten. Hintergrund sei womöglich die Komödie “The Interview”, in der zwei Fernsehjournalisten in einen Anschlagsversuch auf den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-Un verwickelt werden.

Schon früher ist es Hackern gelungen, in Computersysteme des japanischen Konzerns einzudringen. Im November behauptete die Hackergruppe DerpTrolling, sie sei im Besitz tausender Anmeldedaten des PlayStation Network. Ein DDoS-Angriff legte zudem im August das PlayStation Network lahm. Das Spiele-Netzwerk war auch 2011 das Ziel eines Angriffs, bei dem die Daten von mehr als 100 Millionen Sony-Kunden kompromittiert wurden.

Tags :Quellen:VarietyBild: ShutterstockVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Ich wunderte mich schon, warum überall im Bild von dem Film „Fury“ der Hinweis stand „Property of Sony Pictures“. Jetzt wird mir einiges klarer.

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