Rolle rückwärts – Firefox kommt nun doch für iOS

(Grafik: Gizmodo / Mozilla / Apple)

Mozilla will nun doch seinen beliebten Browser Firefox für Apples Betriebssystem iOS anbieten. Bei einem internen Treffen in Portland sollen laut TechCrunch Firefox Manager die Notwendigkeit des Schrittes eingesehen haben. “Wir müssen da sein, wo unsere Nutzer sind. Also werden wir Firefox auf iOS bringen”, zitiert TechCrunch aus einem Tweet von Lukas Blakk, Firefox Release Manager bei Mozilla.

TechCrunch vermutet, dass Blakk in dem Tweet den Mozilla Vizepäsident Jonathan Nightingale zitiert. Laut Matthew Ruttley, bei Mozilla zuständig für Data Science, sei Firefox für iOS beim Treffen in Portland auf jeden Fall ein Thema gewesen. Er twitterte: “Firefox für iOS! Lasst es uns tun!”

Bisher wollte Mozilla ihr Firefox nicht auf iOS bringen, weil sie ihre hoch entwickelten Rendering- und JavaScript-Engines nicht auf iOS übertragen könnten. Denn Apple lässt Browser nur dann für iOS zu, wenn sie Apples eigene JavaScript- und Rendering-Engines verwenden. Diesem Diktat hat sich beispielsweise auch Google Chrome gebeugt. Opera umgeht diese Auflage, indem das Rendering auf seine eigenen Server auslagert und Websites erst danach auf iOS-Geräte überträgt.

Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass Apple sein Mobilbetriebssystem doch noch für Browser-Engines von Drittanbietern öffnet, vermutet TechCrunch, dass Mozilla nun doch Apples-Technologien für Firefox für iOS nutzen wird. Der Browser könne trotzdem Firefox-Konten, die Synchronisierung von Lesezeichen und Passwörtern und andere Features unterstützen, die Firefox für Android biete.

Ein Zeitplan für die Veröffentlichung von Firefox für iOS ist noch nicht bekannt. Die im September 2010 veröffentlichte iOS-App Firefox Home, die Nutzern Zugriff auf die Chronik, offene Tabs und Lesezeichen der Desktop-Version von Firefox gab, hatte Mozilla rund zwei Jahre später wieder eingestellt.

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Tags :Quellen:TechCrunchVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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