Ein extrem großes (europäisches) Teleskop, bitte!

(Bild: ESO/L. Calçada)

Das bisher größte Teleskop der Welt wird einen passenden Namen tragen: Die Europäische Südsternwarte ESO baut das European Extremely Large Telescope in Chile.

Der Hauptspiegel des E-ELT besitzt einen Durchmesser von 39 Metern. Gebaut wird das größte Auge, das die Menschheit je auf den Weltraum gerichtet hat, auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atamaca-Wüste. Der Standort wurde laut ESO wegen der sogenannten „astronomischen Qualität“ von Luft und Atmosphäre gewählt. Pro Jahr gebe es dort mehr als 320 klare Nächte.

„Der Beschluss des Rates bedeutet, dass das Teleskop nun gebaut werden kann. Die wesentlichen Baumaßnahmen für das E-ELT sind nun finanziell gesichert und können nach Plan fortgeführt werden.“ so ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw „Es ist schon viel Fortschritt auf dem Gipfel des Armazones in Chile zu sehen und die nächsten paar Jahre werden sehr aufregend sein”

Das E-ELT soll erdähnliche Exoplaneten finden, und wird sich dabei sowohl indirekter Nachweise (z.B. winziger Positionsänderungen eines Sterns) als auch direkter Observationen bedienen. Außerdem wird laut de Zeeuw eine Studie zur Auflösung von Sternenpopulationen naher Galaxien möglich sein. Schließlich soll das E-ELT auch Aufnahmen von weit entfernten Sternen bereitstellen.

Für die erste Bauphase wurden Ausgaben von rund einer Milliarde Euro bewilligt. Eigentlich sollte bereits 2012 mit dem Bau begonnen werden, aufgrund von Finanzierungsproblemen verzögerte sich das Projekt jedoch. Geplant ist, das Teleskop bis 2024 fertigzustellen.

(Bild: ESO/L. Calçada)

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Tags :Quellen:ESO 01, ESO 02

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