Bye Bye Bing! Facebook beendet Kooperation

(Bild: Facebook)

Facebook beendet seine Zusammenarbeit mit Bing und damit eine jahrelange Symbiose mit der Microsoft Suchmaschine. Als Grund dafür gibt Facebook an, sich mehr auf das Finden von Inhalten auf Facebook konzentrieren zu wollen. Kurz: Facebook möchte dem Nutzer keine Anreize mehr geben, ihre Seite zu verlassen.

Von den Medien fast komplett unbemerkt wurden die Bing-Suchergebnisse laut TheVerge schon einige Zeit nicht mehr ausgeliefert. Die Entscheidung zukünftig nur noch auf die internen Facebook-Suchergebnisse zu vertrauen, fiel so wohl schon im Juli. Damals deutete Facebook CEO Mark Zuckerberg laut Reuters an, dass die Flut der von Facebook-Nutzern geteilten Informationen die Websuche ersetzen könnte, um Antworten auf bestimmte Fragen zu finden. “Da sind über eine Billion Posts”, sagte er. “Einige Entwickler im Such-Team erinnern mich gerne daran, dass das jegliche Grundlagen der Websuche übertrifft.”

Facebook stellte seine eigene Suchmaschine Graph Search vor knapp zwei Jahren vor. Sie sollte Mitgliedern des Social Network helfen, Personen, Fotos, Orte und Interessen zu finden, die anderen Facebook-Nutzern wichtig sind. Schon bei ihrer Einführung war aber auch eine traditionelle Suchmaschine enthalten. Durch die Partnerschaft mit Microsoft lieferte Bing Ergebnisse für alle Anfragen, die Facebooks Suchmaschine nicht verarbeiten konnte. Vor wenigen Tagen kündigte Facebook an, dass es Graph Search künftig auch für mobile Geräte anbietet.

Für Microsoft ist die ausgelaufene Partnerschaft ein Rückschlag. Nach den jüngsten Zahlen von ComScore liegt Bing mit einem Marktanteil von knapp 20 Prozent weit hinter Google zurück, das 67 Prozent im US-Suchmarkt hält. Unklar ist, wie stark der Ausfall von Facebook Bing beeinträchtigen wird.

Microsoft sicherte sich 2007 für 240 Millionen Dollar einen Anteil von 1,6 Prozent an Facebook – Grundlage für eine Partnerschaft in verschiedenen Bereichen. Als Teil der Abmachung lieferte Microsoft auch Bannerwerbung für Facebooks Website in internationalen Märkten. Schon 2010 stoppte das Social Network jedoch diese Zusammenarbeit, weil es eine stärkere Kontrolle über sein Werbegeschäft anstrebte.

Tags :Quellen:NEWS.comVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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