Einsatz von Windows XP im Bundestag kostet 120.000 Euro

(Bild: Microsoft)

Monatelang warnte Microsoft vor seinem eigenen, alten Betriebssystem Windows XP, weil der Support ausläuft. Updates gibt es seitdem nicht mehr - es sei denn, man bezahlt viel Geld. Der Deutsche Bundestag zahlt auch. Und damit wir alle.

Der Einsatz des veralteten Betriebssystems Windows XP im Bundestag kommt die deutschen Steuerzahler teuer zu stehen. Weil Microsoft keine Updates mehr für die Software veröffentlicht, hat die Bundestagsverwaltung einen Zusatzvertrag mit dem Hersteller abgeschlossen, dessen Kosten sich auf voraussichtlich 100.000 Euro plus 19 Prozent Mehrwertsteuer belaufen. Das hat die Behörde dem Handelsblatt auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) mitgeteilt.

Microsoft schließt mit dem Support-Ende im April keine Schwachstellen mehr. Viele IT-Angriffe erfolgen über solche Fehler im Betriebssystem oder in Programmen wie Word, Adobe Reader und dem Browser. Der sogenannte Custom-Supportvertrag soll gewährleisten, dass die Rechner einwandfrei laufen und keine Sicherheitslücken aufreißen. Der Software-Konzern hatte bereits 2007 angekündigt, die Produktpflege im April 2014 einzustellen.

In den Büros der Bundestagsabgeordneten und Verwaltungsmitarbeiter sind rund 7.300 Computer im Einsatz. Auf wie vielen davon noch Windows XP läuft, schlüsselt die Behörde nicht auf.

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