Amazon UK: Softwarefehler senkt Preise auf einen Penny

(Screenshot: Gizmodo)

Dem Algorithmus kann man vertrauen. Manchmal braucht es dazu aber hin und wieder ein Glaubensbekenntnis, wie jetzt, bei britischen Händlern der Amazon-Plattform.

Vergangenen Freitag machten einige Anbieter dort große Verluste, weil eine Software ihren Angaben zufolge die Verkaufspreise für Waren unverdrossen auf einen Penny herabsenkte, so Sky News. Verantwortlich dafür ist aber wohl nicht Amazon, sondern ein Drittanbieter aus Nordirland, von dem die RepricerExpress genannte Software stammt.

Es war eine besonders hektische Shopping-Periode, während der der Fehler auftrat. Freitag, der 12. Dezember, zwischen 19 und 20 Uhr. Hunderte Waren sollen für einen Bruchteil des realen Preises über den virtuellen Ladentisch gewandert sein, während Amazon den Händlern zufolge weiterhin die üblichen Gebühren kassierte.

Die von Sky zitierten Händler verloren 20.000 bis 30.000 Pfund (25.000 bis 38.000 Euro). Der Guardian berichtet hingegen über einen Händler, dem mehr als 100.000 Pfund (126.000 Euro) Verlust drohen, weil die Nachricht von den Schnäppchen die Runde machte und die Waren in großen Mengen geordert wurden.

Die Händler nutzen die fragliche Software zum Monatspreis von 30 Pfund (38 Euro) seit bis zu 18 Monaten. Ihre Aufgabe sind Preisanpassungen in Reaktion auf Angebote anderer Händler. Sie unterstützt neben Amazon auch die Rakuten-Plattform Play.com. Auf der Website wirbt der Anbieter, sie sei “risikofrei und in jeder Hinsicht sicher”.

Inzwischen hat RepricerExpress den Fehler allerdings eingestanden und sich bei seinen Kunden entschuldigt. Es will versuchen, den Fehler wieder gut zu machen, und steht nach eigenen Angaben mit Amazon im Kontakt, das die Verkäufer für diesen Fehler “nicht bestrafen” werde.

Von Amazon.co.uk heißt es, man habe schnell reagiert und die meisten allzu billigen Transaktionen rechtzeitig gestoppt. Die wenigen verbleibenden Fälle prüfe man noch.

Auf Twitter hatten sich zahlreiche Shopper öffentlich über ihre Ein-Penny-Schnäppchen von Amazon gefreut. Die Huffington Post sammelte als Leserservice gar die besten Angebote.

Tags :Quellen:(Screenshot: Gizmodo)Via:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. Viel zu teuer! Seh ich ja gar nich ein! Ich zahl doch keinen Penny für neue Hardware!!!
    Das nächste mal richtige Schnäppchen oder ich geh zu “Ebay” !!!!!1111!!!!2222

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