Honor 6 im Test: High End Hit für 300 Euro

(Bild: Gizmodo.de)

Selten konnte ein Smartphone mehr begeistern. Beim Honor 6 passen Preis, Hardware und Verarbeitung bis ins Detail. Warum ich das denke, lest ihr hier.

Bereits im Hands On zum Honor 6 war ich schon ziemlich begeistert von diesem Smartphone. Nach der Testphase kann ich diese Begeisterung nur bestätigen. Wer also auf einer Suche nach einem äußerst spannendem Smartphone ist, sollte hier genau lesen.

Design

Schon in punkto Design kann das Honor 6 meiner Meinung nach punkten. Hier wurde nicht nur bis ins Detail sauber gearbeitet, sondern auch die einzelnen Elemente des Smartphones kommen im Alltag richtig gut zur Geltung.

Huaweis Ableger Honor hat sich beim Honor 6 für Plastik entschieden. So bestehen sowohl Rahmen als auch Rückseite aus diesem Material. Die Front mit dem 5 Zoll Display wurde mit Gorilla Glass 3 überzogen. Bei Plastik lässt sich nun sehr gut streiten und ich selbst wäre von Aluminium auch etwas mehr angetan gewesen. Davon abgesehen gehört dieser „Plastik-Bomber“ allerdings zu den robustesten Modellen, die ich kenne.

(Bild: Gizmodo.de)

Leicht angeraute Buttons sorgen für einen guten Grip.

Die Rückseite besteht aus sechs Schichten mit einem Plastik-Finish. Hier hat Honor nicht nur auf eine kratzfeste Klavierlackoptik gesetzt, sondern auch gleich die Wärmeentwicklung des Smartphones gegen Null gebracht. Abgesehen von einigen Fingerabdrücken auf der Rückseite also ein durchdachtes Konzept.

Der Plastikrahmen wird von Außenstehenden oft mit Aluminium verwechselt. Im Detail sieht man aber natürlich womit man es zu tun hat. Der Rahmen wurde glänzend poliert und geht nicht ganz um das mobile Endgerät herum. Stattdessen wurde die Unterseite aus mattem Plastik gefertigt, wodurch sich das Honor 6 nochmals abhebt. Die Tasten auf der rechten Seite sind leicht angeraut, sodass ein guter Grip im Alltag entsteht. Und der Slot für SIM und microSD verschwindet fast vollständig ungesehen im Rahmen.

Rundum also ein Design, welches mir sehr gefällt. Zudem wurde hier anscheinend etwas beim iPhone 4 und Sony Xperia Z2 abgeguckt, denn beide Designzüge lassen sich im Honor 6 wieder finden.

Alle Details zum Honor 6 auch im Videotest

Hardware

Bei der Hardware wird das Honor 6 nun richtig interessant. Für einen Preis von 299 Euro bekommt man hier eine von vorne bis hinten abgestimmte Hardware die auf höchstem Niveau arbeitet.

Der Prozessor ist ein eigens entwickelter Hisilicon Kirin 920 Octa Core mit zwei getrennten Quad-Core-Einheiten. Hier takten jeweils vier A15-Kerne mit 1,7 Gigahertz und vier A7-Kerne mit 1,3 Gigahertz. Je nach Bedarf können so einzelne Kerne angesteuert werden. CPU-anspruchsvolle Prozesse bekommen dadurch mehr Kerne zugeteilt als etwa das reine Abspielen von Playlists. Honor behauptet, dass dadurch bis zu 30 Prozent Akkuleistung eingespart werden können.

(Bild: Gizmodo.de)

Hier verstecken sich die Slots für SIM und microSD.

Neben dem Prozessor finden sich leistungsstarke drei Gigabyte Arbeitsspeicher. Und ein Akku mit 3100 mAh sorgt für knapp zwei Tage Nutzungsdauer. Als Display kommt ein 5-Zoll IPS FullHD zum Einsatz. Dieses löst mit 1920 × 1080 Pixeln bei beachtlichen 445 ppi auf.

Der interne Speicher des Honor 6 liegt bei 16 Gigabyte und ist für solch ein kostengünstiges Smartphone auch eher eine Seltenheit. Erweiterbar ist der Speicher zudem per microSD.

Performance

Ihr habt den Teil zur Hardware gelesen? Also dürftet ihr auch ungefähr wissen was diese Hardware für die Performance bedeutet. Ich selbst konnte alltäglich von dem Honor 6 in diesem Punkt überzeugt werden. Jede App und Anwendung braucht nur wenige Millisekunden um sich zu öffnen. Spiele werden flüssig und mit einer sehr guten Schärfe wiedergegeben und die Reaktion des Smartphones beim Auslösen der Kamera oder beim Tippen von Nachrichten ist bemerkenswert.

Auch Antutu sieht das im Benchmark so, obgleich einige Spitzenreiter noch etwas weiter oben angesiedelt sind als das Honor 6. Rundum lautet aber auch bei Antutu das Fazit „exzellent“. Für 299 Euro eine Seltenheit – ich erwähne es einfach immer gerne wieder. Ein guter achter Platz in den Top 10 von Antutu Benchmark darf gerne gelobt werden.

(Bild: Gizmodo.de)

Die gute Bilanz im Benchmark untermauert die attraktive Hardware im Honor 6.

Gerade in Bezug auf Arbeitsspeicher und Grafik gewinnt das Honor 6 auf ganzer Linie. Doch auch das Multitasking, also etwa das Switchen zwischen Apps, wird hervorgehoben. Und dieses Ergebnis kann ich nach meinen Erfahrungen auch bestätigen. Nicht umsonst hat sich das Honor 6 auch den Titel als „High End Hit“ meiner Meinung nach verdient.

Display und Akku

Auch beim Display hat Honor beziehungsweise Huawei gute Arbeit geleistet. Das Verhältnis zwischen Bildschirm und Gehäuse liegt bei 75 Prozent. Das merkt man gerade beim Abstand von zwei Millimetern zu den Displayrändern von den Rändern des Gehäuses. Die Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln bei einer Pixeldichte von 445 ppi sorgt außerdem für ein gestochen scharfes Bild ohne jegliche Unfeinheiten. Auch die Blickwinkelstabilität dürfte meiner Ansicht nach beim Honor 6 bei nahezu 100 Prozent liegen. Egal aus welcher Richtung man das Smartphone betrachtet, das Bild bleibt gestochen scharf.

(Bild: Gizmodo.de)

Scharf bis ins letzte Detail. Bei 445 ppi auch nicht weiter verwunderlich.

Beim FullHD Display und Akku mit 3.200 mAh kommen wir zudem in einen Bereich, der im Honor 6 stark miteinander verbunden wurde. Denn ein hochauflösendes Display trägt bekanntlich gerne zum raschen Ende des Akkus bei. Nicht so bei diesem Smartphone. Auf der einen Seite kann schon der Akku mit 3.200 mAh punkten und versorgt das Honor 6 bei ausgiebiger Nutzung bis zu zwei Tage mit Saft.

Wer gerne ein bisschen mehr will, der kann sich bei den Powersaving-Modi bedienen. Hier finden sich in den Einstellungen gleich zwei Funktionen namens „Energiesparen“ und „Bildschirm-Sparmodus“. Ersteres spricht sowohl die Performance als auch das Display an. Dank den Funktionen „Leistung“ und „Intelligent“ kann der Nutzer entscheiden, ob er lieber die Leistung maximieren will, etwa zum Spielen, oder das Smartphone im intelligenten Modus normal arbeiten lässt. Ein weiterer „Ultra“-Modus beschert dem Smartphone etwa die doppelte Akkuleistung, wobei die Funktionen dann auf ein Minimum wie Telefonie und SMS reduziert werden.

In den Einstellungen kann man den Akku auf bis zu drei Tage Nutzungsdauer bringen.

In den Einstellungen kann man den Akku auf bis zu drei Tage Nutzungsdauer bringen.

Die zweite Funktion namens „Bildschirm-Sparmodus“ empfand ich im Test stets als willkommene Alternative. Hier wird die Auflösung des Displays auf HD gedrosselt, wodurch sich der Akku über circa weitere 10 Stunden bei voller Ladung freuen kann. Bei regulärer Nutzung fällt die geringere Auflösung auf dem 5-Zöller zudem kaum auf. Lediglich bei Spielen merkt man den Sparmodus.

Kamera

Eine 13 Megapixel Rückkamera mit Duo-LED-Blitz und eine 5 Megapixel Frontkamera wurden dem Honor 6 spendiert. Beide Module sollen von Sony stammen und das sieht man auch in den Bildern. Selbst bei Dämmerung kann das Honor 6 (teilweise dank HDR) gute Resultate liefern. Neben vielen Funktionen und Einstellungen bei der Kamera selbst überzeugt aber auch die Schnelligkeit des Autofokus und des Auslösers. Und auch die Frontkamera kann im Vergleich zur Konkurrenz gut mithalten, wobei man ab und an leider ein mittleres bis starkes Bildrauschen wahrnimmt. Vielleicht kann hier ein Update der Firmware Abhilfe schaffen.

(Bild: Gizmodo.de)

Diese Knipse kann selbst bei Nahaufnahmen noch alles scharf darstellen.

Alle Details zur Kamera findet ihr übrigens im Testvideo. Wer das gerade nicht ansehen können sollte, hier ein kleines Fazit zur Kamera: Bild der Rückkamera in jeder Situation sehr gut, Zusatzfunktionen sehr gut, Video mit hervorragendem Bildstabilisator in FullHD mit 1080p sehr gut.

Links: Foto ohne HDR bei Dämmerung. Rechts: Nahaufnahme bei schwacher Beleuchtung

Links: Foto ohne HDR bei Dämmerung.
Rechts: Nahaufnahme bei schwacher Beleuchtung

Fazit

Ich versuche mich jetzt mal mit einem Fazit zum Honor 6 was nicht so sehr nach Lobhudelei klingen soll. Ganz einfach fällt mir das allerdings nicht, denn es gibt fast kein Detail an diesem Smartphone, welches mich stören würde.

Pro
Die Hardware und Performance des Smartphones ist vor allem in Hinblick auf den günstigen Preis hervorzuheben. Acht Kerne und ein üppiger Arbeitsspeicher mit drei Gigabyte sorgen für ordentlich Power und bewältigen auch hochauflösende Spiele.

Das Display des Honor 6 kann in erster Linie mit seiner Schärfe und der Blickwinkelstabilität punkten. Hier hätte ich mich unter Umständen auch über ein 4K Display gefreut, aber das kommt wieder dem Akku nicht zugute.

Und wenn wir schon gerade beim Akku sind: Nicht nur, dass das Smartphone gut und gerne zwei Tage bei normaler Einstellung durchhält, dank den verschiedenen Funktionen zur sparsamen Nutzung des Akkus kann man hier noch richtig viel rausholen.

Contra
Gestört haben mich hingegen nur Kleinigkeiten. Einmal hätten wir da den mittelmäßgen Lautsprecher auf der Rückseite. Dieser besitzt einen kaum nennenswerten Bass und die Höhen wirken etwas übersteuert. Zudem verschwindet der Sound fast vollständig, wenn man die flache Rückseite auf eine ebene Fläche legt.

Und auch die Frontkamera zeigt trotz 5 Megapixel mittleres bis starkes Bildrauschen an. Hier wäre ein Update der Firmware oder eine Nachbesserung bei der Linse wünschenswert.

Zuletzt könnte man noch die für fettige Finger anfällige Rückseite bemängeln. Diese stellt sich zwar als sehr kratzfest und hitzeunempfindlich heraus, bildet aber sehr sichtbare Fingerabdrücke ab.

Gizrank

Rundum gibt es durch die drei kleinen Kritikpunkte 4,5 von 5 Sternen im Gizrank von mir. Die Kombination aus attraktivem Preis und Top-Hardware verhelfen dem Honor 6 zu einem Platz direkt neben hochpreisigen Konkurrenzmodellen mit vergleichbarer Hardware. Wer also gerade nach einem neuen Smartphone suchen sollte, der darf gerne den einen oder anderen Gedanken an das Honor 6 verschwenden.

(Grafik: Gizmodo)

plusplusHigh End Hardware

plusÄußerst attraktiver Preis

plusSehr gute Akkuleistung

plusHochauflösendes und kratzfestes Display

plus Gute Rückkamera für Foto und Video in FullHD

minusetwas schwache Frontkamera und Lautsprecher

minusFingerabdruck-anfällige Rückseite

Alle Details zum Honor 6 auch im Videotest

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  1. Ein schöner Bericht, den ich nur unterstützen kann. Auch ich bin jetzt seit drei Wochen stolzer Besitzer des Honor 6 und bin rundum begeistert. Gerade in Punkto Verarbeitung hat Huawei hier einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Und diese Ausstattung zu so einem Preis ist mMn einfach unschlagbar! :-D

    Nur eine ganz kleine Kritik. Schreibt doch bitte nicht immer Plastik . Ich bin selbst ein Fan von Alu-Smartphones, aber würde mich hier doch über etwas mehr Exaktheit freuen. Ja, im allgemeinen Sprachgebrauch wird Plastik als Synonym für Kunststoff gebraucht, aber grade in einem Technik-Artikel würde ich mir doch die Unterscheidung zwischen hochwertigem Polycarbonate und ALDI-Tüten-Plastik wünschen. ;-)

    Ansonsten vielen Dank und weiter so! :-)

  2. Wo bitte hast du den Honor 6 mit dual sim gefunden?? Die einzigen die ich gefunden habe wird aus Hongkong geliefert, und ist frage ob da überhaupt was ankommt…

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