Angebliches Lizard Squad Mitglied verhaftet

(Bild: alex_bendea @ flickr.com)

Die britische Polizei hat einen 22-jährigen Mann verhaftet, der wahrscheinlich Teil des Lizard Squad gewesen ist. Die Gruppe hatte über die Feiertage unter anderem PSN und XBOX Live mit DDoS-Attacken lahmgelegt.

Lizard Squad war für die DDoS-Attacken auf PSN und XBOX Live während der Weihnachtsfeiertage verantwortlich. Angeblich wurde der Angriff abgebrochen, weil Kim Dotcom der „Lizard-Mafia“ Premium-Accounts für seinen Upload-Service Mega spendiert hatte. Kritiker warfen dem Geschäftsmann daraufhin vor, mit seiner Aktion den Lizard Squad zu unterstützen. Die Gruppe verkaufte die Accounts nämlich umgehend für knapp 15.000 US-Dollar. Omari wollte ebenfalls einen der Accounts über ein Forum absetzen, woraufhin ihn die Polizei mit der Gruppe in Verbindung brachte.

Vinnie Omari wurde nicht direkt wegen den Attacken auf PSN und Xbox Live verhaftet. Die South East Regional Organised Crime Unit der Thames Valley Police wirft ihm vor, gegen den Computer Misuse Act verstoßen zu haben. Omari wird laut SEROCU mit mehreren Diebstählen von PayPal-Guthaben zwischen 2013 und August 2014 in Verbindung gebracht.

“They took everything,” so Omari in einer Email gegenüber Daily Dot. “Xbox one, phones, laptops, computer USBs, etc.” Mittlerweile ist der 22-Jährige bis zum 10. März auf Bewährung freigelassen worden.

Es ist noch unklar, inwieweit Lizard Squad tatsächlich die Bedrohung sind, als die sie sich selbst gerne darstellen. Kritiker werfen der Gruppe vor, einfach nur ein weiterer Verband sogenannter „Script Kiddies“ zu sein – junge Menschen mit viel Zeit, die vom „echten“ Hacken nichts verstehen. Die jüngsten Vorfälle haben aber zumindest gezeigt, dass die Gruppe ordentlich Wirbel erzeugen kann.

Während der Attacken auf PSN und Xbox Live hatte Lizard Squad verkündet, die Angriffe seien eine Art Werbung für ihren neuen Dienst „Lizard Stresser“ gewesen. Gegen Bezahlung von bis zu 300 US-Dollar lassen sich mit dem Tool DDoS-Attacken gegen beliebige Server ausführen. Dazu benötigt der Angreifer nur IP-Adresse und Port des Ziels. Die Website des Lizard Stresser ist jedoch mittlerweile wieder offline.

(Bild: alex_bendea @ flickr.com)

Tags :Quellen:Daily Dot, Thames Valley Police

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