Hacker: Sony soll aus Not zu Blackberry zurückgewechselt sein

(Bild: Blackberry)

Nach einem Medienbericht soll Sony Pictures, die vor Weihnachten einen massiven Hackangriff zu verzeichnen hatten, aus Not wieder auf Blackberry-Smartphones umgestiegen sein, die eigentlich schon aussortiert waren. Andernfalls hätten die meisten Mitarbeiter wohl keinen E-Mailzugang mehr gehabt.

Nach Informationen des Blogs “Inside Blackberry” sowie des Wall Street Journals und der New York Times soll Sony angesichts der Angriffe, die unter anderem auf die eigenen Mailserver verübt wurden, wieder auf Blackberrys umgestiegen sein.

Diese Geräte ermöglichten es zusammen mit den Blackberry-Mailservern immerhin 6.000 Mitarbeitern, auf ihre E-Mails zuzugreifen und eigene Mails versenden zu können. Blackberry kann es recht sein, hier als Notnagel gefeiert zu werden. Drei Viertel der E-Mailserver sollen durch den Angriff unbenutzbar gewesen sein.

Der Blackberry-Blog zitiert einige für das krisengeschüttelte kanadische Unternehmen besonders erfreuliche Presseberichte: Slashgear nannte die Firma einen “überraschenden Retter”, und Bloomberg schrieb: “Wenn ein Unternehmen seinen Ruf aufgrund des Hacking-Skandals bei Sony aufbessern konnte, so war das Blackberry.” PC Magazine habe außerdem schon vor zwei Wochen prognostiziert, der Vorfall werde die Bedeutung der Mobilgeräte-Absicherung ins Bewusstsein der CEOs bringen. “Ein Anruf beim Vertrieb von Blackberry Enterprise Server wäre vielleicht ein guter Anfang.”

Über welche Sicherheitsmechanismen Sony Pictures verfügte, ist nicht bekannt. Unter anderem wurden von den Hackern Daten gestohlen, die auf nicht mit dem Internet verbundenen Systemen besser aufgehoben gewesen wären – etwa umfangreiche Personaldateien und mehrere vollständige unveröffentlichte Filme, wie zum Beispiel den Brad-Pitt-Film “Fury”.

Für Sony besonders pikant waren aber die entwendeten und in der Folge publizierten E-Mails. Sie enthüllten etwa Versuche der Hollywood-Studios, den Einfluss von Google auf die Regierung zu verringern und das umstrittene Gesetz SOPA doch noch durchzudrücken. In einer E-Mail-Korrespondenz zwischen CEO Michael Lynton und Co-Chairman Amy Pascal wird die Schauspielerin Angelina Jolie als “verzogene Göre mit minimalem Talent” bezeichnet. Außerdem machten die Studiobosse rassistische Witze über den Filmgeschmack des US-Präsidenten Barack Obama.

Zudem erinnert der Blogbeitrag von Blackberry daran, dass seine Lösungen von Politikern wie Obama, Angela Merkel und David Cameron genutzt werden. Nach dem Kauf des deutschen Telefonie-Verschlüsselungsspezialisten Secusmart ist Blackberry Sicherheitspartner der Bundesregierung. Details zu den bei Sony weiter laufenden Blackberry-Servern finden sich in keinem der Berichte.

Die Verantwortung für den Angriff auf Sony hat eine Gruppe namens “Guardians of Peace” übernommen. Ob tatsächlich eine Verbindung zur nordkoreanischen Regierung besteht, wie vom FBI behauptet, ist weiter unklar.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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  1. Na ja vielleicht hilft es damit, Blackberry wieder auf die Beine zu kommen. Ich war von Anfang an dabei und fand deren Geräte einfach Super, das mit der Tastatur war einfach Genial. Doch auch ich musste das Gerät einstampfen, da mann mit einem Smartphone einfach mehr Möglichkeiten hat. Und einer der Hauptgründe war deren ihr APP Store, einfach nur grottenschlecht, alles englisch, unübersichtlich und kein vernünftiges Bezahlsystem.

    1. Es wird BlackBerry sicher nicht schaden. Zumal diese mittlerweile auch Geräte Herstellen, die ebenso smart sind ;). Sie zielen halt auf Unternehmenskunden und haben einen Anspruch auf Sicherheit schon von Natur aus. Das Unternehmen ist gesund und seit Chen dabei ist auch stabil. Ein sicheres Smartphone sollte immer eine Option sein, da verzichte ich gerne auf Apps. Wobei hier alles was man braucht vorhanden ist. Wenn nicht, kann man auf die Android-apps zurückgreifen…Eine sehr gute Alternative, wie ich finde.

  2. Ich habe zwar nie einen BlackBerry besessen, dennoch haben mir die Geräte immer gefallen. Mich würde es sehr freuen, wenn BlackBerry auch einen festen Platz auf dem Markt finden würde. Ich möchte nicht neben Palm auch noch BlackBerry vermissen. Der Markt wird dann völlig uninteressant und eintönig werden.

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