Das iPhone könnte faltbar werden

(Bild: USPTO)

Einem Bericht von AppleInsider zufolge hat Apple in den USA ein Patent für "flexible elektronische Geräte" erhalten. Die bereits bestehenden Gerüchte, Apple könnte an einem flexiblen iPhone arbeiten, verdichten sich mit dem Schutzrecht 8.929.085, das ein tragbares Gerät beschreibt, welches verbogen, gefaltet oder auf andere Weise verformt werden kann, die empfindlichen Komponenten im Inneren dabei aber nicht zu Schaden kommen lässt.

Ach, was wurde 2014 über das sogenannte #Bendgate gelacht. Damals bog sich das neue iPhone 6 Plus in äußerst wenigen Fällen nach starkem, langanhaltenden Druck an der Stelle des SIM-Kartenschubs. Wie es scheint, war das mediale Echo des seltenen Faux-pas die Prophezeiung künftiger Modelle ihres beliebten Smartphones. Dem beschriebenen Patent zufolge lassen sich kommende iPhones vielleicht nicht nur Biegen, sondern auch über verformbare Gehäusebereiche bedienen.

Im Gegensatz zu anderen Patenten für flexible elektronische Geräte beinhaltet Apples Schutzrecht verformbare externe Bauteile wie Gehäuse und Glasabdeckung sowie biegsame interne Komponenten wie Display, Akku und Platine. Auch andere Patente von Apple enthielten Hinweise auf biegsame Displays und Gehäuse sowie im Inneren versteckte Bedienelemente, aber erst die am Dienstag vom US-Patentamt veröffentlichten Unterlagen fügten die einzelnen Techniken zu einem vollständigen Produkt zusammen, so AppleInsider weiter.

Der Beschreibung zufolge hat Apples flexibles Mobilgerät auf einer Seite ein flexibles OLED-Display mit kapazitiven Berührungssensoren, die von einer Glasschicht bedeckt werden. Ein gleichermaßen flexibles Gehäuse nimmt die elektronischen Bauteile wie Platinen, Sensoren, Motoren und Lautsprecher auf. Das Gehäuse selbst wird nicht aus Aluminium, sondern Kunststoff, dünnem Glas, Glasfaser oder einer Kombination von Materialien gefertigt, die den konstanten Verformungen widerstehen.

Hohlräume im Gehäuse will Apple dem Bericht zufolge mit Plastik oder Silikon auffüllen, um zu verhindern, dass sich die internen Komponenten wie Schaltkreise und Akku gegenseitig beschädigen, wenn das Gerät verbogen wird.

Ein vollständig biegsames Gerät würde Apple laut AppleInsider auch die Möglichkeit geben, neuartige Bedienelemente zu integrieren, die auf vorhandenen Sensortechnologien basieren. Durch Druck auf einen Punkt des Gehäuses sei es beispielsweise möglich, eine Anwendung zu starten oder das Gerät ein- und auszuschalten.

Durch die Aktivierung von bistabilen mechanischen Elementen soll es wiederum möglich sein, das Gerät in eine bestimmte Richtung zu verbiegen. Die Kombination mehrerer dieser Elemente mit einem flexiblen Gehäuse soll es dem Gerät laut AppleInsider erlauben, praktisch jede Form anzunehmen.

Ein biegsames Display hatte Apple schon 2011 in einem Patentantrag für eine Art elektronischen Armreif beschrieben. Das jetzt genehmigte Schutzrecht wurde ebenfalls 2011 eingereicht.

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Tags :Quellen:Bild: USPTOVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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