Bundestag und Kanzlerin: Cyberangriff auf Berlin

(Bild: DerHexer/ Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Ein Hackerangriff legte stundenlang die Websites der Bundeskanzlerin und des Deutschen Bundestags lahm. Die Gruppe CyberBerkut hat sich angeblich zu dem Angriff bekannt - und ihn mit dem Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk in Berlin begründet.

Die Aufmerksamkeit war den mutmaßlichen Hackern der Websites www.bundestag.de und www.bundeskanzlerin.de gewiss. Schließlich sind das nicht irgendwelche Onlineshops sondern offizielle Websites der Bundesrepublik.

Wie es CyberBerkut schaffte, die Seiten lahmzulegen ist noch nicht bekannt. CyberBerkut begründet den Angriff äußerst krude. Der ukrainischen Ministerpräsidenten, wolle Gelder von der EU und des Internationalen Währungsfonds um den Konflikt in der Ost-Ukraine fortzusetzen zu können.

“Jazenjuk will Geld, um den Krieg auszuweiten und nicht um die zusammengebrochene Infrastruktur unseres Landes wieder aufzubauen”, so die Hacker. Daher dürfe Deutschland keine finanzielle und politische Unterstützung für ein “kriminelles Regime in Kiew” leisten, das einen blutigen Bürgerkrieg entfesselt habe.

Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur DPA den Angriff auf die vom Bundespresseamt betriebenen Internetseiten. Dieser habe um etwa 10 Uhr begonnen. Das Rechenzentrum des Dienstleisters stehe “unter einem schweren Angriff”, offenbar um das System durch massenhafte externe Anfragen gezielt zu überlasten. “Es sind Gegenmaßnahmen eingeleitet”, erklärte Seibert, der noch keine Einzelheiten mitteilen konnte. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei eingeschaltet worden.

CyberBerkut hatte schon im März 2014 Websites der NATO und des Cyber Defence Center des Bündnisses mittels einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke zeitweise lahmgelegt. Die offenbar pro-russischen Hacker verwenden auf ihrer Website die russische Sprache – und nicht die ukrainische, auch wenn es sich angeblich um eine ukrainische Gruppierung handelt.

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Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

Quellen:ZDNet.de
  1. Ich rege an, mit Gleichsetzungen aufzuräumen, die nicht gleich sind. Es gab keinen Angriff auf Berlin, wie in der Überschrift behauptet. Jedenfalls nicht mehr seit 1944. Die Server des Bundestages wurden manipuliert. Der Bundestag ist nicht Berlin und die Regierung ist nicht Deutschland. Die Regierung ist vielmehr eine Gruppe von Leuten, denen wir gestatten, uns zu bevormunden. Nicht mehr und nicht weniger. Einen Angriff auf Berlin, Deutschland oder mich kann ich nicht erkennen.

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