HomeKit: Wer mit seiner Heizung sprechen will, braucht ein Apple TV

(Bild: Apple)

Lange sah es so aus, als würde Apple als zwingende Voraussetzung für seine Heimsteuerungslösung HomeKit verlangen, dass sich der Anwender ein Apple TV in den Haushalt stellt. Das scheint nun doch nicht so zu sein. Lediglich bei einer besonderen Funktion sei Apple TV erforderlich.

Wer mit seinen Jalousien oder der Heizung sprechen will, braucht einen Apple TV und Apples HomeKit sowie die entsprechende Hardware zur Heimautomation. Ohne das kleine schwarze Kästchen von Apple wird die Sprachsteuerung nicht funktionieren – der Rest der Heimsteuerung über die Displays von iPhones und iPads hingegen schon.

Die Informationen stammen aus Herstellerkreisen, die HomeKit-kompatible Hardware bauen und festgestellt haben, dass Apple TV nicht als vermeintliche Zentrale für die Anwendungen erforderlich ist – nur zur Sprachsteuerung.
(Bild: Apple)
Mit HomeKit lassen sich zum Beispiel WLAN-fähige Leuchtmittel per Sprachbefehl ein- und auszuschalten, die Heizung im Haus schon während der Rückfahrt von der Arbeitsstelle hochzudrehen und das Smartphone als Türschlüssel zu verwenden. Die Technik soll generell in iOS integriert werden. Unklar war bisher, ob eine “Apple TV”-Box im Haushalt erforderlich ist oder ob Mobilgeräte genügen. Im Juni 2014 hieß es zudem, Apple arbeite an eigener Smart-Home-Hardware. Als wahrscheinlich galt damals, dass der iPhone-Hersteller mit einer Steuerzentrale für die Heimautomatisierung oder Lautsprechersystemen für das Home Entertainment beginnt.

Konkurrent Google sieht als Steuerzentrale fürs Smart Home das selbstlernende Thermostat des Anfang 2014 für 3,2 Milliarden Dollar übernommenen Nest Labs vor. Das Unternehmen Nest agiert seither weiter eigenständig und hat sich wiederholt verstärkt, etwa durch die Übernahme von Dropcam für 555 Millionen Dollar vor einem halben Jahr und des Netzwerk-Hub-Herstellers Revolv im Oktober.

Im Entwickler- und Kompatibilitätsprogramm Works with Nest konnte die Google-Tochter zuletzt eine Reihe Neuzugänge melden. Beispielsweise fügen sich die Smartwatch Pebble, das fernsteuerbare Gartenbewässerungssystem Rachio Iro, die Standort-App Life360 und der Funkwecker Ivee in das Nest-Ökosystem ein. Bei der Vorstellung von Works with Nest hieß es, 5000 Entwickler und so unterschiedliche Firmen wie Fitness-Armband-Hersteller Jawbone, Autobauer Mercedes und Heimelektro-Spezialist Whirlpool hätten Interesse geäußert.

Fürs Smart Home entwickelt sich Sprachsteuerung zu einer zentralen Funktion. Fürs Nest-Thermostat wurde sie im Dezember eingeführt. Amazons Musikstreaming-System Echo kann man nicht nur seine Musikauswahl per Sprachbefehl mitteilen, sondern damit auch im Internet suchen und Einkäufe erledigen. Kleinere Anbieter wie Ubi und Ivee Sleek nutzen schon Sprachbefehle für die Heimautomatisierung, Insteon greift dazu auf Microsofts Windows-Assistenten Cortana zu.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Tags :Quellen:News.comVia:ZDNet.de

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