Lollipop: Verteilung für Samsung Galaxy S5 beginnt in Deutschland

(Bild: Übergizmo)

Vodafone hat damit begonnen, die neueste Android-Version 5.0 Lollipop für das Samsung Galaxy S5 in Deutschland zu verteilen. Zunächst kann das Update nur über die Software Kies durch einen PC auf Smartphones mit Vodafone-Branding geladen und installiert werden. In Kürze soll das Update auch Over-the-Air verteilt werden. Versionen von anderen Mobilfunkprovidern und für Galaxy S5s ohne Branding dürften ebenfalls in den nächsten Wochen folgen.

Samsung Galaxy S5

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Samsung Galaxy S5
Der Herzfrequenzmesser im Einsatz.

Wie gewohnt wird das Android-Update in mehreren Wellen verteilt, sodass eine vollständige Abdeckung aller Galaxy S5-Besitzer noch etwas Zeit beanspruchen wird. So schnell wie nun bei Android 5.0 hat Samsung dagegen bisher noch kein OS-Update bereitgestellt. Gerade einmal 31 Tage waren vergangen, seit Google den Quellcode für das Android Open Source Project (AOSP) freigegeben hat, bis das Update in Polen und Südkorea verteilt wurde. Im Dezember wurde auch Spanien mit Lollipop versorgt – nun folgt Deutschland. Außer Google selbst und Motorola war nur LG mit der Auslieferung der Systemaktualisierung ab Mitte November in Polen schneller.

Bei früheren Android-Versionen dauerte die Aktualisierung, wenn sie denn überhaupt geplant war, seitens der Smartphonehersteller meistens länger als sechs Monate. Möglicherweise hat auch die Vorstellung einer Developer-Version im Sommer den Herstellern geholfen, mit der Entwicklung von Anpassungen ihrer Firmware früher zu beginnen. Außerdem hat Google zahlreiche Kernkomponenten von Android in den Service “Google Play Dienste” ausgelagert, der separat über den Play Store aktualisiert wird. Somit dürfte der Aufwand für die Smartphonehersteller insgesamt geringer ausfallen.

Mit dem am 15. Oktober vorgestellten Lollipop führt Google die neue Benutzeroberfläche “Material Design” ein, die künftig auch für Webanwendungen genutzt werden soll. Sie bietet unter anderem die Möglichkeit, durch Schatten einzelne Elemente optisch hervorzuheben und deren Größe dynamisch anzupassen. Neu sind auch größere weiße Flächen zwischen Elementen sowie zusätzliche Animationen, etwa beim Wechsel zwischen Anzeigen oder Touch-Feedback.

Samsung hat seine eigenen Anwendungen an das Material Design angepasst. Sie kommen jetzt beispielsweise mit farbigen Statusleisten und neuen Schriftarten. Als Zusatzfunktionen gibt es eine neue Toolbox mit fünf Symbolen für Suche, Screenshot, Taschenlampe, QuickConnect und App-Suche sowie eine Zwischenablage, welche die jüngsten Screenshots und kopierten Texte enthält. Außerdem hat Samsung den Fingerabdruck-Sperrbildschirm des Galaxy Note 4 auf das Galaxy S5 portiert und den zugehörigen Treiber aktualisiert, was für eine deutlich bessere Fingerabdruckerkennung sorgen soll.

Zu den weiteren Neuerungen von Lollipop zählen ein Energiesparmodus, ein verbesserter Sperrbildschirm, ein “Bitte nicht stören”-Modus, Pop-up-Benachrichtigungen außerhalb der Statusleiste, ein Diebstahlschutz sowie die Laufzeitumgebung Android Runtime (ART), die standardmäßig die vorherige Dalvik-Software ersetzt. Zusätzlich bringt Lollipop neue Sicherheitsfunktionen mit. Doch das Update macht nicht unbedingt alles besser als vorher. Mit einem Smart Lock genannten Feature können Nutzer ihr Gerät auch per Bluetooth und NFC entsperren. Außerdem weitet Google die als Security Enhanced Linux (SELinux) bezeichnete Sandbox für Anwendungen auf den Kern des Mobilbetriebssystems aus.

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Tags :Via:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. Bleiben eigentlich die Rootrechte beim Update erhalten? Bei 5.0 soll das Rooten ja deutlich erschwert sein – oder gibt es da einen Trick?
    LG MB

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