Nicht von schlechten Eltern: Der IBM Z13 Großrechner

(Bild: IMB / Augusto F. Menezes/Feature Photo Service

Der IBM Z13 hat eine Milliarde Budget verschlungen und soll Unternehmen für mobile Transaktionen und Big Data fit machen. Neu ist die Möglichkeit, direkt auf dem Großrechner umfassende Analysen durchzuführen.

Der Z13 kann laut IBM bis zu  2,5 Milliarden Transaktionen pro Tag abwickeln. Das entspricht grob geschätzt dem Transaktionsvolumen von 100 Cyber Mondays. IBM möchte seinen Mainframe als Gerät für die rapide wachsende mobile Industrie verstanden sehen – deswegen ist im Pressetext durchgehend von mobilen Transaktionen die Rede.

Der Vorteil des Großrechners ist, dass Transaktionen, Verschlüsselung und Analyse an einem Ort stattfinden. Die on-board Analysefunktion unterstützt Hadoop und kann so auch unstrukturierte Daten bearbeiten. Weil die Analyse jetzt direkt im Mainframe stattfindet, müssen die Transaktionsdaten nicht mehr auf andere Systeme verschoben werden, was bei Konkurrenzprodukten ein Sicherheitsrisiko darstellt. Auch ist die Analyse direkt vom Mainframe laut IBM bis zu 17 Mal schneller als vergleichbare Systeme.

Der Z13 ist in fünf verschiedenen Modellvarianten verfügbar. Bis zu 141 Kerne können verbaut werden, mit den Typen CP, IFL, ICF und zIIP. Die Speichergrößen rangieren von 64 GB Minimum für alle Modelle, bis hin zu möglichen 10 TB für NC9 und NE1. Innerhalb der Z13 Familie lässt sich die Hardware jederzeit upgraden. Unterstützte Betriebssysteme sind neben z/OS, z/VM und Windows auch Linux mit OpenStack.

Tom Rosamilia, Senior Vice President bei IBM: „Jedes Mal, wenn ein Kunde auf einem Smartphone einen Kauf tätigt oder die Refreshtaste drückt, kann eine Kaskade von Events im Back End der Computerumgebung entstehen. Der Z13 wurde dafür entwickelt, Milliarden von Transaktionen für die Mobilwirtschaft abzuwickeln. Kunden erwarten schnelle, einfache und sichere mobile Transaktionen. Das bedeutet für Unternehmen, dass die Entwicklung einer sicheren High-Performance Infrastruktur mit hoch entwickelten Analysefähigkeiten vonnöten ist.“

IBM hält also trotz des Rückzugs aus dem Serverbusiness weiterhin an dem Geschäft fest, das den Konzern einst groß gemacht hat: Dem Bau von Großrechnern. Mit der Ausrichtung auf mobile Transaktionen will der Konzern seine Technologie an einen vielversprechenden Geschäftszweig knüpfen. Auch die On-Board-Analyse, sowie die angeblich 35 Mal schnellere Verarbeitung von „Big Data“ im Gegensatz zu den Vorgängermodellen sollen Unternehmen zum Umstieg bewegen.

(Bild: IMB / Augusto F. Menezes)

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