Fitness-Tracker im Test: Die zwei Gesichter des Wahoo Tickr X

(Bild: Gizmodo)

Wahoo launchte Ende 2014 den Tickr X in Europa. Das neue Modell seiner Fitness-Tracker, das zusammen mit dem Smartphone unter anderem die Herzfrequenz und Geschwindigkeit aufzeichnet sowie das Laufverhalten akribisch analysiert, zeigte zuweilen zwei Gesichter. Für wen sich ein Kauf lohnt, verraten wir im Test.

Diesen Sommer hatten wir uns bereits den Wahoo Tickr Run umgeschnallt und – vor allem aufgrund der teils schwachen Kompatibilität zu Android – ernüchternde Ergebnisse erzielt. Nun hat Wahoo nachgelegt und mit dem Tickr X das neue Modell seiner Brustgurt-Fitness-Tracker auf den Markt gebracht. Ob sich an den alten Problemen etwas geändert hat?

Der Tickr X misst, wie gehabt, Herzfrequenz (auch mit über 50 Apps wie z.B. Runkeeper, Strava, MapMyFitness, Endomondo, Runtastic, Cyclemeter, Runmeter etc.), die Schrittfrequenz, vertikale Bewegung sowie Bodenkontaktzeit. Geschwindigkeit und zurückgelegte Laufstrecke lassen sich mit dem Tickr X überdies auch unabhängig von einer GPS-Verbindung ermitteln, indem der integrierte Beschleunigungssensor seine Dienste leistet.

Ausgewertet werden die Daten dann am iPhone oder Android-Smartphone über die kostenlose Wahoo Fitness App, wobei Running Smoothness und Burn & Burst laut Wahoo derzeit nur für Apple-Geräte verfügbar sein soll. Die Features, die das Laufverhalten analysieren und die aeroben sowie anaeroben Bereiche markieren, fanden sich aber (meistens) auch in der Android-App .

Kleiner Clip mit schlauer Technik

Die Tickr-Reihe von Wahoo hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Daten mithilfe eines kleinen Messgeräts auszulesen, das während des Sports an der Brust platziert wird. Dort, so Kevin Abt von Wahoo, lässt sich nicht nur wesentlich exakter messen – es ermöglicht bald auch die Chance, die Anzahl der Sit-Ups oder ähnlicher Workouts aufzuzeichnen. Selbstverständlich ist der Tickr X nach IPX7 auch wasserfest bis zu 1,5 Meter Tiefe, muss er sich doch gegen Schweiß oder Regen zur Wehr setzen. Jene Fähigkeit macht ihn aber auch zum Begleiter im Schwimmbad, wenn beispielsweise die Anzahl der geschwommenen Bahnen gezählt werden soll.

Das Herzstück am Herzen alleine bringt allerdings noch recht wenig. Ausgelesen, interpretiert und sozusagen veredelt werden die Messergebnisse erst mithilfe eines Smartphones, das per Bluetooth 4.0 LE mit dem Tickr X verbunden sein muss. Dort kann entweder live, während des Sports, die eigene Leistung verfolgt werden, oder aber der bis zu 16 Stunden Training fassende Speicher nach dem Workout ausgelesen und interpretiert werden. Das Smartphone mitzuführen ist also nicht mehr obligatorisch. Wer hingegen eine GPS-Uhr mit Ant+ besitzt, wird sich die Daten nur zu gerne dort wiedergeben lassen. Auch das ist mit dem Tickr X nun möglich.

Sport mit Wahoo – der Versuch

Zu Beginn müssen in der App persönliche Daten wie Geschlecht, Geburtsdatum, Gewicht, Größe und die Längeneinheit (Metrisch oder Englisch) angegeben werden. Diese Informationen benötigt die Anwendung, um die Daten korrekt und individualisiert zu interpretieren. Wer ein iPhone verwendet, wird anfangs auch gefragt, ob man sein Profil und die Trainigns über die Apple Health App teilen möchte. Anschließend wird der Tickr X-Sensor erstmals via Bluetooth hinzugefügt. Es empfiehlt sich freilich, sofort auf die neueste Firmware upzudaten, auf die – sofern vorhanden – automatisch hingewiesen wird. Während das Update auf dem iPhone prima klappte, gab das Android-Smartphone jedoch nur einen Fehler aus – zum ersten Mal wird sichtbar, dass Wahoo seine Tickr-Reihe ursprünglich für Apple-Geräte entwickelt hat.

Eine Kalibrierung des Tickr X per App vor dem ersten Lauf ist ebenfalls sinnvoll, wenn auch nicht verpflichtend. Dazu soll man eine ebene, gerade Strecke unter freiem Himmel aufsuchen, oder, sofern man den Tickr X für Indoor-Sport kalibrieren möchte, ein Laufband verwenden.

Es gibt noch mehr, das man anfangs einstellen könnte beziehungsweise sollte: Der Tickr X soll dem Nutzer nämlich beim “Training seiner Herzfrequenz” helfen. Dafür gibt die App zwei Zonen, Burn und Burst, vor. Die orange visualisierte Burn-Zone entspricht dabei dem persönlichen Herzfrequenzintervall, in dem man selbst am effektivsten Kalorien verbrennt. Die rot hinterlegte Burst-Zone hingegen, markiert den Bereich der Herzfrequenz, der bei längerem Training die Ausdauer erhöht. Wahoo gibt hierfür Trainingspläne und mehr auf den Weg, die über “Einstellungen” > “Herzfrequenztraining” oder unter iOS “Puls-Training” abrufbar sind.

Da diese Zonen bei jedem Nutzer an anderen Herzfrequenzbereichen liegen, müssen jene Intervalle natürlich erst einmal ermittelt werden. Hierfür unter “Einstellungen” > “Heart Rate Training” wählen und die eigenen Werte messen. Dabei kann man sich entscheiden, ob man die Werte nur kurz binnen zwei Minuten zuhause ermitteln, oder über eine knappe viertel Stunde hinweg in einem genaueren Outdoor-Test berechnen lassen möchte. Hierbei wird die Herzfrequenz unter Belastung sowie während Pausen analysiert. Der kürzere Heim-Test beschränkt sich hingegen auf kleinere Herzfrequenzen während einer Pause und schätzt auf Basis dessen nur die Herzfrequenzwerte in aktiven Phasen, ist also ungenauer.

Der Heim-Test sieht dann folgendermaßen aus. Wahoo gibt die maximale Herzfrequenz vor, die man in seinem persönlichen Alter haben sollte. Diese lässt sich aber auch manuell ändern. Anschließend legt man sich flach hin, entspannt und atmet einfach tief durch. Nach zwei Minuten sind die Werte in der Android-App ermittelt, unter iOS gab Wahoo im Übrigen nur eine Minute vor, kam jedoch auf das gleiche Ergebnis. Mehr zu Burn und Burst lässt sich anschließend online einsehen. (eu.wahoofitness.com/burnburst/burn.html)

Etwas aufwendiger: Der Field-Test. Nach zwei Minuten des Liegens, also dem Heim-Test, kommt eine vierminütige Warm-Up-Phase, gefolgt von einer dreiminütigen Moderat-Phase und einer ebenfalls dreiminütigen Schnell-Phase. Zum Schluss muss man noch zwei Minuten gehen, dann sind die Werte exakt errechnet.

Jetzt aber wirklich…

So, nun konnte es endlich losgehen und ich trieb Sport – ohne das Smartphone mitzuführen. Den Fitness-Tracker legte ich mir, wie beschrieben, direkt um den Oberkörper. Der Tickr X sollte dabei schließlich automatisch Herzfrequenz, Dauer und verbrannte Kalorien aufzeichnen, nachträglich auch aufs Smartphone übertragen. Genau das habe ich versucht, nur leider wurden schlicht keine Daten auf die Android-App transferiert. Ärgerlich. Unter der iOS-App wurde wenigstens mitgeteilt, dass Workouts unter einer Länge von fünf Minuten nicht synchronisiert werden. Das zuvor ausgeführte Training war jedoch fast dreimal so lange wie gefordert.

Auf dem iPhone wurden solche Aktivitäten übrigens automatisch übertragen und anschließend mit der Option versehen, die Art des Trainings auszuwählen. Wahoo unterscheidet hier zwischen mehreren Dutzend Workouts von Moutainbiking über Bahnrad fahren und Bahnen schwimmen, Ski fahren, Golf oder Rollstuhl fahren.

Anschließend wagte ich mich in einen Squash Court, startete den Workout nun aber vom Android-Smartphone aus, das ich daraufhin außerhalb des Spielfelds liegen ließ. Tatsächlich wurde nun meine Aktivität aufgezeichnet, das Smartphone listete Zeit, durchschnittliche und maximale Herzfrequenz sowie verbrannte Kalorien auf. Die innerhalb der App live angezeigten Daten erschienen mit einer Verzögerung von etwa drei Sekunden. Sofern man den Tickr X zusammen mit einem iPhone verwendet, klappt auch die Errechnung der Schrittfrequenz. Wer allerdings nur langsam geht und nicht läuft, wird hier manchmal keine Ausgabe erhalten, da die Erschütterungen beim Gehen ab und an zu gering sind, um vom Tickr X interpretiert werden zu können.

Auch die Burn-Dauer wurde errechnet, wobei ich mich um eine zeitabhängige Visualisierung der Herzfrequenz, also eine Grafik, die die Höhen und Tiefen wiedergibt, in der Android-App gefreut hätte. Umso schöner die iOS-App: Hier wird, wie später in der Galerie zu sehen, alles einwandfrei und sehr schön visualisiert. Die Distanz, die Runden, das Tempo in Abhängigkeit der Zeit, der Puls über die Dauer samt Kalorien, Burn- und Burst-Perioden, durchschnittliche, maximale und zeitabhängige Kadenz, Gleichmäßigkeit, Links-Rechts, Oben-Unten, Vorwärts-Rückwärts, Bodenkontaktzeiten und Schwingung. Ach, wie schön!

Unter Android zeigte der Tickr X wieder ein anderes Gesicht. Eine Strecke, Kadenz oder gar Running Smoothness wurden nicht gemessen, das Smartphone, das hiefür seinen GPS-Sensor einsetzen könnte, hatte sich ja schließlich nicht bewegt. Doch die Sensoren des Tickr X sollen auch hierfür einen Ausweg kennen und aufgrund Bewegungs- und Beschleunigungsveränderungen eine Strecke eruieren können.

Zu diesem Zwecke kann man im Android-Einstellungsmenü (zu finden unter dem Stiftsymbol) in der Rubrik “Data Sources” den Reiter “Speed + Distance” anwählen. Dort lässt sich zwischen GPS und Tickr X wählen. Mit Letzterem versuchte ich meine zurückgelegte Strecke im Squash Court zu messen, obwohl das Smartphone draußen liegen blieb. Doch wieder war das Ergebnis dasselbe: Keine gemessene Strecke. Und wieder lautet des Rätsels Lösung: Die Android-Kompatibilität ist Schuld. Unter iOS arbeiteten die Sensoren und erkannten Bewegungen, trotz fehlender GPS-Verbindung. Der Tickr X wertet hierfür, so scheint es, die Vor-Zurück-Bewegungen aus.

Glücklicherweise gibt es auch coole Features, die auf beiden Betriebssystemen zu funktionieren scheinen. Zum Beispiel Running Smoothness. Die Funktion soll das eigene Laufverhalten analysieren, in dem es Körperbewegungen mit dem Auftreffstoß beim Laufen in Verbindung setzt und eine Smoothness-Zahl ausgibt. Je höher die Zahl, desto “smoother”, also gleichmäßiger, läuft man. Diese Gleichmäßigkeit soll dann unnötige Bewegungen während des Laufens eliminieren und die eigene Effizienz erhöhen. Wenn schon Sport, dann also richtig. Doch dem ist nicht genug. Das Auftreffen der Füße beim Laufen belastet natürlich auch Gelenke und Bänder. Je “smoother” man sich bewegt, desto mehr schont man seinen Körper und verringert die Anfälligkeit für Laufverletzungen. Berücksichtigt werden diesbezüglich Hoch-Runter-, Vor-Zurück, sowie Links-Rechts-Bewegungen, die gegebenenfalls reduziert werden sollten.

Die Smoothness-Anzeige beinhaltet darüber hinaus auch die Länge des Bodenkontakts beim Laufen und die vertikale Schwingung während desselben. Während eines Workouts lässt sich per horizontaler Wischgesten zwischen den Anzeigen wechseln, die all diese Daten live wiedergeben.

Verschiedene Profile

Wer sich lieber vor dem Fernseher oder im Fitness-Studio verausgabt, kann unter anderem den “Treadmill-Modus” verwenden. Dann wird beim Laufen auf dem Laufband auch die Geschwindigkeit sowie die relative zurückgelegte Distanz ermittelt. Zunächst muss dafür natürlich das jeweilige Laufband mit dessen Einstellungen kalibriert werden.

Ähnliches Prozedere beim Indoor-Radfahren. Dort kann auch die Kadenz, also der Rhythmus, aufgezeichnet werden, jedoch startet diese Funktion automatisch, wenn ein “Cycling-Workout” beginnt.

Der Tickr X selbst wird also nur umgeschnallt und muss ansonsten nicht bedient werden. Eine Ausnahme gibt es aber: In den Einstellungen, die über das Stiftsymbol erreicht werden, lässt sich eine Funktion für den Tickr Double Tap festlegen. Tippt man also zweimal auf den Tickr X, soll der aktuelle Workout gestartet beziehungsweise pausiert, eine neue Runde aufgezeichnet oder die Musik pausiert werden. Hat´s geklappt? Na ja, die Musik wurde leider trotz entsprechender Einstellungen nicht pausiert, obwohl der vierte, kräftige Doppel-Tap-Versuch scheinbar erkannt wurde. Der Tickr X blinkte während eines aktiven Workouts zumindest auf und vibrierte sechsmal in einer schnellen Dreier-Folge. Selbiges geschah, wenn gerade nicht trainiert wurde. Das erwünschte Ergebnis blieb jedoch konsequent aus. Sehr schade, aber: Nur für Android gültig. Unter iOS wurde der ein einfacher Doppel-Tap auf den Tickr X schon beim zweiten Mal erkannt und – die Reaktion war auch hier individualisierbar – der nächste Song abgespielt.

(Bild: Gizmodo)

Batterie, Tragekomfort und Design

Wahoo spendierte seinem Tickr X wie schon dem Vorgänger eine austauschbare 3 Volt CR2032 Knopfbatterie, die mindestens ein Jahr halten soll. Ebenso gleich geblieben ist das Design, na ja fast. Der Fitness-Tracker besitzt die selbe Größe von 6,7 auf 3,8 Zentimetern und 13 Millimetern Tiefe, die gleiche, annähernd ovale Form und das identische Farbschema, bestehend aus einer schwarzen Rückseite mit den Anschlüssen für den Gurt sowie einer im Corporate Design gehaltenen, blau-weißen Vorderseite, die den Namen des Geräts preisgibt. Einzig das auffällige “X” ist neu, markiert aber schließlich auch das aktuelle Modell.

Demzufolge hat sich auch am Tragekomfort nichts geändert. Der Brustgurt lässt sich in der Länge variieren und sehr einfach eng um den Körper legen. Der Wahoo Tickr X wird zentral, jedoch etwas unterhalb der Brust auf Höhe des Solarplexus platziert, wo er sich ohne besondere Unannehmlichkeiten tragen ließ. Das hatte aber auch einen gelegentlichen Nachteil: Wer den Gurt nicht so eng schnürt, dass es beinahe weh tut, wird ihn ab und an nach oben korrigieren, da er aufgrund der Auf-Ab-Bewegungen beim Laufen hin und wieder ein wenig nach unten rutscht.

App und Synchronisation

Das Smartphone muss, wie bereits erwähnt, nicht zwingend mitgeführt werden. In diesem Falle zeichnet der Tickr X Herzfrequenz, Dauer und verbrannte Kalorien im 512 KByte großen Speicher auf. Es reicht, die Daten hernach via Bluetooth zu überspielen. Dazu muss der Funkstandard natürlich am Smartphone aktiviert sein und der Tickr X mit dem Mobilgerät verbunden sein. Dafür wird innerhalb der App “Wahoo Fitness” das große Plus am rechten oberen Rand berührt und ein neues Gerät hinzugefügt. In meinem Fall wurde der Fitness-Tracker, der bereits umgeschnallt sein muss, sehr schnell erkannt.

Der Tickr X schaltet sich schließlich automatisch an, sobald er eine Herzfrequenz wahrnimmt, also um die Burst geschnallt ist oder entsprechend gehalten wird. Auch die Aufzeichnung der Daten geschieht sodann von alleine – zumindest sollte es laut Herstellerangaben so sein. Aktivität zeigt der Tickr X durch das blinkende blaue und rote LED an. Blau steht dabei für “Verbunden”, Rot für “Herzfrequenzmessung”. Legt man den Tickr X wieder ab, deaktiviert sich der Fitness-Tracker auch von selbst.

Zur Synchronisation der Daten wählt man sich über die “Workout History” (Uhrensymbol) > “Einstellungen” > “Sync Offline Workouts”. Wie bereits beschrieben, klappte sie unter Android leider nicht.

Insgesamt ist die Android-App übersichtlich gestaltet, wenngleich es ihr wirklich gut täte, auch eine andere Sprache als Englisch zu unterstützen. Optisch und funktional kann sie mit der iOS-App aber mitnichten konkurrieren. Besonderheiten wie Running Smoothness oder der einfache Doppel-Tap machen mit Android-Geräten schlicht und ergreifend weniger Spaß als mit einem Apple-Gerät. Offiziell ist die App Wahoo Fitness für Android-Geräte ab Version 4.3 verfügbar, doch auch mein Smartphone mit Android 4.4.4 hatte es häufig mit Ungereimtheiten zu tun. Neu ist dieses Problem überdies nicht, schließlich bereitete schon das Vorgängermodell jene Schwierigkeiten. Hier ist das App-Entwicklerteam in Australien leider deutlich zu langsam beziehungsweise nachlässig.

Der gelegentliche Frust legt sich erst mit einem Gerätewechsel. Zusammen mit einem iPhone macht der Wahoo Tickr X Spaß und Lust auf die nächsten Workouts. Toll!

Und es wird noch mehr: Optionen für spezielle Fitness-Aktivitäten wie Sit-Ups oder Liegestützen sowie einer Challenge, in der sich Nutzer untereinander beispielsweise mit ihren geschafften Sit-Ups duellieren können, sollen laut Kevin Abt, der uns im August 2014 besucht hatte, Anfang 2015 folgen.

Wahoo Fitness: iOS- und Android-App

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Wahoo Fitness für Android
Wahoo Fitness ist ab Android 4.3 auch mit Googles Betriebssystem kompatibel - auch wenn einiges noch nicht so läuft, wie es sollte. Der Startbildschirm ähnelt dem, der iOS-Variante.

Technische Spezifikationen

Verbindungen: Bluetooth 4.0, ANT+

Sensoren: Bewegungssensor, Accelerometer

Batterie: CR2032 3 Volt Lithium-Knopfzelle

Gurt: 90 Zentimeter Länge (ungedehnt), elastisch, 2,9 Zentimeter breit, waschbar

Wasser- und schweißfest: Bis zu 1,5 Meter Tiefe (IPX7)

App: Wahoo Fitness (kostenlos) inklusive achtwöchigen Wahoo Fitness Burn & Burst Trainingsprogramm (Online)

Speicher: 512 KByte (16 Trainingsstunden)

Ausmaße: 6,7 x 3,8 x 1,3 Zentimeter (L x B x H)

Gewicht: 45 Gramm

Lieferumfang: Brustgurt, Batterie, Quick Start Guide

Preis: 100 Euro

Fazit: Die zwei Gesichter von Wahoo

An der Diskrepanz zwischen der Nutzung mit iOS- oder Android-Geräten hat sich leider nichts geändert. Wahoo verkauft seine Tickr-Modelle als zweigleisig, sorgt bei Android-Nutzern aber leider hin und wieder für Frust und Enttäuschung. Der Online-Service agiert zwar sehr zuverlässig und zufriedenstellend, der beste Service ist allerdings ein gut funktionierendes Produkt, das nicht mehr auf weiteren Service angewiesen ist. Hat man jedoch ein iPhone, wird sich dieser Frust wohl kaum einstellen. So machte das Training und die anschließend schön visualisierte Anzeige der eigenen Leistungen und Bewegungen wirklich Spaß und Lust auf mehr!

Unter Android fehlte nichtsdestotrotz eine deutsche Übersetzung, eine durchweg funktionierende Analyse des Bewegungssensors, die vielen Trainingsarten sowie Profile, Einstellungsmöglichkeiten wie “Helligkeit”, “Auto-Runde” oder “Auto-Pause bei Stop”, das Power-Training, die automatische Audio-Benachrichtigung nach jedem zurückgelegten Kilometer (auch wenn die schwer zu stoppende Stimme ziemlich nerven kann) oder auch die Erkennung der Doppel-Tap-Funktion.

Für wen lohnt sich also ein Kauf? Aktuell wohl nur für Besitzer eines iPhones, die gerne Laufen, Rad fahren oder ins Fitness-Studio gehen und dabei auch ihr iPhone mitführen. Wer bislang nicht regelmäßig Sport trieb, könnte vom Wahoo Tickr X aber durchaus dazu angespornt werden, so enthält die iOS-App wirklich interessante Informationen bereit, die unkompliziert dargestellt werden. Die 100 Euro ist der Tickr X echt wert, gestört hat mich zusammen mit einem Apple-Gerät eigentlich nur der sehr gering bemessene interne Speicher, der einen quasi dazu zwingt, immer das iPhone mitzuführen, da man ansonsten auf so viele Informationen verzichten muss.

Die zwei Gesichter von Wahoo: iOS: Echt Top! Android: Gelegenheits-Flop. Zur allgemeinen Erleichterung hielten sich beide Systeme bei den wichtigen Features meistens die Waage. Trotzdem kann es ärgern, dass man in beiden Fällen 100 Euro für die Hardware zahlt, darum erhält der Wahoo Tickr X zwei Wertungen. Zum Einen 4,5 von 5 Sterne für die iOS-Version. Zum Anderen 2,5 von 5 Sterne für den Tickr X mit Android.

plus Zufriedenstellende Herzfrequenzmessung

plus Analyse des Laufverhaltens

plus Unkompliziertes Burn- & Burst-Programm

plus Schöne Visualisierung unter iOS

minus Versprochene Features unter Android teils nicht funktionsfähig

minus Voller Funktionsumfang nur unter iOS

minus Kleiner interner Speicher, der ohne Smartphone-Unterstützung nur Herzfrequenz, Kalorien und Zeit misst

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