Google Ara: So weit ist das Modul-Smartphone

Projekt Ara, modulares Smartphone (Bild: Gizmodo)

Advanced Technlology and Products (ATAP), welches sich Google durch den Kauf von Motorola einverleibt hat, bevor das Unternehmen an Lenovo weitergereicht wurde, verlangt von Google einiges ab, die Zukunft zu gestalten. Auch wenn mit dem nachrüstbaren Telefon Ara noch einige Zeit nicht zu rechnen sein dürfte, wurden Eindrücke der dritten Iteration des Prototyps veröffentlicht.

Neue Bilder vom Projekt Ara-Modul-Smartphone

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Der dritte Ara-Prototyp

Bereits mit Google X, der Unternehmung, die Welt durch Ballons mit Wi-Fi zu überziehen, und dem Versuch uns mit Google Glass Computer sogar auf das Gesicht zu setzen, schreitet Google voran. Doch die Idee, die eine nie enden wollende Faszination auf uns ausübt, ist das ATAP-Projekt Ara, Googles modulares Smartphone.

Während Projekt Aras zweiter jährlichen Entwicklerkonferenz am 14. Januar enthüllte das Team Details zu Spiral 2, der dritten Iteration des Ara Prototyps. Der Ausblick auf den neuen (ziemlich schicken) Prototypen hat jedoch einen Haken, denn allzu bald dürften wir laut Google das Smartphone noch nicht in unseren Händen halten. Immerhin haben wir dafür ein paar neue Bilder bekommen, um die voraussichtlich sehr lange Zeit etwas zu überbrücken.

Ara: Das Grundgerüst

So sieht das “nackte” Ara bisher aus – ohne jegliche Module. Selbst der Bildschirm, die Frontkamera und -lautsprecher sind austauschbar. Dies bedeutet, rein hypothetisch müsste es möglich sein, zwischen höher und niedriger auflösenden Screens hin und her zu wechseln. Doch gleichzeitig beherrbergt das System neben der rein technischen Herausforderungen eine ganz andere Problematik: die des Verschleißes, der mit dem regelmäßigen Austausch der Module einher geht. Kein Wunder, dass Google daher noch einige Zeit in Projekt Ara stecken muss.

Natürlich dreht sich beim Ara alles um die austauschbaren Module, die es überflüssig machen sollen, sich je wieder ein komplett neues Smartphone anschaffen zu müssen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Bisher vorgestellte Module umfassten Wi-Fi/ Bluetooth, die Kamera, den Akku, Speicher, etc. Wie Google nun verlauten ließ, seien neue Module für verlängerte Akkulaufzeit, Lautsprecher und Umweltsensoren in Arbeit. Google wird erste Tests des Smartphones in Puerto Rico durchführen und stellt sich vor, die Geräte an kleinen Ständen zu verkaufen.

Das ist also die potente Idee hinter Projekt Ara, des Smartphones, das exakt so ist, wie wir es uns wünschen, wenn wir es brauchen. Auf Reisen? Einfach einen niedriger auflösenden Bildschirm und ein extra Akku-Modul einsetzen. Tolle Aufnahmen eines Fußballspiels aufnemen? Mehr Megapixel im Handumdrehen. Das Projekt ist sicher ein ehrgeiziges und bestimmt auch nicht für jeden etwas. Doch die Arbeit daran es sicher wert, nur um zu sehen, wohin die Idee führen mag.

Tags :Quellen:Project AraVia:Gizmodo.com

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