Goblins vs. Gnomes: Decktipps für die Hearthstone-Erweiterung

(Screenshot: Hearthstone)

Die Erweiterung für Hearthstone ist seit anderthalb Monaten verfügbar. Grund genug, sich ein paar Decks anzusehen, und den ein oder anderen Tipp loszuwerden.

Worte der Warnung

Zunächst einmal kann das hier kein Leitfaden für Legend sein, weil ich selbst nicht genügend spiele, um jemals Legendenstatus erreicht zu haben. Wer einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und/oder Anstöße für spaßige Decks sucht, ist hier richtig, alle anderen seien auf die gängigen Topdeck-Seiten und Imbaguides verwiesen.
Nachdem das geklärt ist: Wie sieht’s aus bei Goblins vs. Gnomes?

Zunächst schauen wir uns einige Decks an, die bereits vor der Erweiterung etabliert haben, und durch die Erweiterungen mit einigen neuen Karten ausgerüstet werden können.

Control Warrior

(Beispieldeck von sjow: 2x Hinrichten, 2x Schildschlag, 2x Wirbelwind, 2x Feurige Kriegsaxt, 2x Fieser Zuchtmeister, 2x Rüstungsschmiedin, 1 x Schildblock, 2x Akolyth des Schmerzes, 1x Großwildjäger, 2x Biss des Todes, 1x Scharmützel, 1x Harrison Jones, 2x Schlickspucker, 2x Schildmaid, 1x Baron Geddon, 1x Sylvanas Windläufer, 1x Dr. Boom, 1x Grommash Höllschrei, 1x Ragnaros der Feuerfürst, 1x Alexstrasza)

Der Control Warrior ist immer noch ein starkes Deck. Mit der Erweiterung sind Karten wie Schildmaid  oder Dr. Boom hinzugekommen (Der heißt Dr. Boom! Alles andere klingt doof). Der Kern des Decks bleibt aber gleich: Rüstung aufbauen und Diener vom Bord nehmen. Beim Aufbauen helfen Rüstungsschmiedin, Schildblock und Schildmaid, Removal kommt mit Schildschlag, Wirbelwind und Hinrichten ins Spiel. In der Variante von sjow, der im Dezember damit auf zwei Servern Legendenstatus erreichte, wird der Wirbelwind noch durch zwei Biss des Todes ergänzt, so dass an jeden Diener des Bretts Schaden abliefern könnt. Da momentan jedes zweite Deck einen Großwildjäger dabeihat, gibt es den hier auch. Neben den obligatorischen Grommash und Ragnaros ist immer noch Sylvanas an Bord, eine Karte, die seit ihrer Einführung die Fans von Control-Decks erfreut.

Warlock Zoo

(Beispieldeck:  2x Seelenfeuer, 2x Weltliche Ängste, 2x Aufziehgnom, 2x Leerwandler, 2x Ruchloser Unteroffizier, 2x Totengräber, 2x Geisterhafter Krabbler, 1x Herrin der Schmerzen, 2x Messerjongleur, 2x Nerubisches Ei, 2x Erntegolem, 1x Teufelswache, 1x Höllenfeuer, 2x Wichtelexplosion, 2x Bemannter Schredder, 1x Jeeves, 2x Verdammniswache)

Wer seinen Gegner auch in Saison 10 in den Wahnsinn treiben möchte, ersetzt ausgewählte Karten seines alten Zoos mit ein paar Schmankerln aus Goblins vs. Gnomes. Zum Beispiel lassen sich die Todesröcheln-Effekte von Aufziehgnom, Erntegolem und Bemannter Schredder dazu nutzen, um den Totengräber aufzuladen. Auch hier gilt aber, dass die neuen Karten eher als Erweiterung der Kernfunktionen verstanden werden, und ihr immer noch versucht, mit Karten unter fünf Manakosten die Kontrolle auf dem Brett zu halten, um den Gegner schließlich mit Verdammniswache, Wichtelexplosion und Seelenfeuer vom Brett zu fegen. Generell ist die Anzahl der Zoos mit der neuen Expansion etwas zurückgegangen, wohl auch weil eine Menge neuer Kontrollmechanismen gegen Diener mit wenig Leben eingeführt wurden. Im Beispieldeck habe ich mich für ein Höllenfeuer entschieden, damit man zumindest einen Notfallknopf hat, um bei völligem Misslingen das Brett neu zu starten.

Priester

(Beispieldeck: 2x Kreis der Heilung, 2x Stille, 2x Licht der Naaru, 2x Machtwort Schild, 2x Klerikerin von Nordhain, 2x Schrumpfmeister, 2x Gedankenraub, 2x Schattenwort: Tod, 2x Velens Auserwählter, 2x Dunkler Kultist, 2x Verletzter Klingenmeister, 2x Auchenaiseelenpriesterin, 1x Heilige Nova, 1x Loatheb, 2x Schlickspucker, 1x Heiliges Feuer, 1x Kabaleschattenpriesterin, 1x Sylvanas Windläufer, 1x Gedankenkontrolle)

Der Priester hat mit Goblins vs. Gnomes eine Menge toller Karten spendiert bekommen, die sich gut in bestehende Decks eingliedern lassen. So ist Licht der Naaru für sich selbst genommen nicht sonderlich spannend, zusammen mit der Auchenaiseelenpriesterin bekommt ihr aber plötzlich einen Schadenszauber, der den 2 Schaden durch die Heldenfähigkeit und den 4 AOE-Schaden durch Kreis der Heilung noch einmal 3 direkte Schaden sowie einen möglichen zusätzlichen Diener hinzufügt. Der Schrumpfmeister ist in Verbindung mit der Kabaleschattenpriesterin super, um auch im späten Midgame noch Diener auf eure Seite zu ziehen. Der neue Legendary Vol’jin liegt mit 6 Angriff genau unterhalb der Grenze des Großwildjägers, und stibitzt großen Kreaturen oder aufgeladenen Zwielichtdrachen ihr Leben.

Face Hunter

(Beispieldeck von yell9x: 2x Netzweber, 2x Sprengfalle, 1 x Glevehr, 2x Tierbegleiter, 2x Adlerhornbogen, 2x Fass!, 1x Lasst die Hunde los!, 1x Aufziehgnom, 2x Lepragnom, 2x Totengräber, 2x Geisterhafter Krabbler, 2x Eisenschnabeleule, 2x Beutehamsterer, 2x Irrer Wissenschaftler, 2x Arkangolem, 2x Wolfsreiter, 1 x Leeroy Jenkins)

Bei dieser Version des Aggro-Hunters sind nur der Aufziehgnom und das Glevehr dazugekommen. Ansonsten nehmt Ihr immer noch so viel Schaden, wie Ihr tragen könnt, und ballert ihn umgehend ins Gesicht des Gegners.

Ramp Druid

(Beispieldeck von MetsHS: 2x Anregen, 2x Wild Growth, 2x Zorn, 2x Keeper of the Grove, 2x Swipe, 2x Druide der Klaue, 2x Mech-Bear-Cat, 2x Ancient of Lore, 2x Ancient of War, 1 x Malorne, 1x Großwildjäger, 2x Erntegolem, 1x Eiswindyeti, 1x Schildmeista von Sen’jin, 1x Zauberbrecher, 1x Loatheb, 2x Schlickspucker, 1x Der Schwarze Ritter, 1x Ragnaros der Feuerfürst)

Eins der verlässlichsten und schönsten Decks aus dem alten Meta wird auch in Goblins vs. Gnomes seinen Platz haben. Die einzigen wichtigen Änderungen betreffen die Legendaries– soll man Dr. Boom aufnehmen, und auf Malorne sparen, oder einfach Cairne behalten? Ist Sneeds alter Schredder für ein Ramp Deck sinnvoll? Ansonsten aber funktioniert das Deck immer noch wie gewohnt – mehr Mana für größere Diener und das so lange, bis der Gegner umfällt.

Nun ein paar Decks, die sich um die mit der Erweiterung hinzugekommenen Mechanismen und Karten drehen.

Der Allzweck-Magier

(Deck: 2x Eislanze, 2x Aufziehgnom, 2x Manawyrm, 2x Arkane Explosion, 2x Flammenkanone, 2x Frostblitz, 2x Schneefresser, 2x Zauberlehrling, 2x Arkane Intelligenz, 2x Duplizieren, 1x Echo von Medivh, 1x Goblinsprengmagier, 2x Verteidiger von Argus, 1x Violette Ausbilderin, 1x Gesichtsloser Manipulator, 2x Blizzard, 1x Sylvanas Windläufer, 1x Erzmagier Antonidas, 1x Ragnaros der Feuerfürst)

Da ich hauptsächlich Magier spiele, habe ich mich nach der Erweiterung vor allem mit dieser Klasse beschäftigt. Herausgekommen ist nichts, was Euch besonders schnell auf die höheren Ränge bringt, sondern ein spaßiges Deck mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Das Deck startet mit Aufziehgnomen und Manawyrmern, die im Verlauf des Anfangsspiels mit dem Duplizieren-Geheimnis vervielfältigt werden. Echo von Medivh ist ebenfalls dabei, um den Gegner im Midgame mit möglichst vielen kleinen Einheiten unter Druck zu setzen. Die 1er-Zauber aus den Aufziehgnomen eignen sich wunderbar, um Antonidas zu aktivieren. Wenn Ihr es schafft, einen Zauberlehrling auf dem Brett zu behalten, könnt ihr Antonidas spielen, und dann 1-4 Zauber für 0 Mana dranhängen, um Feuerbälle zu generieren. Zur Verteidigung sind mit Blizzard, Eislanze, Flammenkanone und Frostblitz  genügend Karten vorhanden. Die Verteidiger von Argus buffen Eure Einheiten, der Goblinsprengmagier und Arkane Explosion helfen gegen etwaige Zoos. Ich überlege, Ragnaros gegen Dr. Boom zu ersetzen, aber die konzentrierten 8 Schaden gefallen mir momentan besser als verteilte 2-8, da bereits eine Menge Abwehrmechanismen gegen verteilte Einheiten im Deck sind und ich Ragnaros als Finisher benutze. Das Deck spielt sich spaßig, weil es auf viele der gängigen Decks eine Antwort kennt. Die Schneefresser haben sich in Verbindung mit Duplizieren als äußerst effektiv gegen Schurken erwiesen, die gegen den Freeze-Effekt zu Anfang oft alt aussehen.

Das Paladin-Comeback

(Leicht abgeändertes Deck, basierend auf StrifeCros Midrange Paladin: 2x Argentumknappin, 2x Gleichheit, 2x Abgeschirmter Minibot, 2x Geisterhafter Krabbler, 2x Messerjongleur, 2x Nerv-o-Tron, 1x Schwert der Gerechtigkeit, 1x Zahnradhammer, 1x Ruf zu den Waffen, 1x Blutritter, 2x Friedensbewahrer, 1x Großwildjäger, 2x Echtsilberchampion, 2x Weihe, 1x Kultmeisterin, 1x Verteidiger von Argus, 1x Loatheb, 1x Rüstmeister, 1x Dr. Boom, 1x Handauflegung, 1x Tirion Fordring)

Der Paladin hat endlich wieder seine Daseinsberechtigung, und das liegt vor allem an einer Karte: Ruf zu den Waffen macht Uther wieder wettbewerbsfähig, weil die Karte richtig eingesetzt zu Anfang, in der Mitte, und am Ende eines Matches für Bewegung sorgt. Das liegt an den Synergien mit dem Messerjongleur (3 Schaden verteilt zu Anfang), dem Schwert der Gerechtigkeit (+1/+1 für die Diener im Midgame), und dem Rüstmeister (+2/+2 für die Diener gegen Ende des Spiels). Die bekannten Spieler Faramir und StrifeCro haben jeweils Decks um diesen Mechanismus herum zusammengestellt. Mir gefällt StrifeCros Variante besser, weil sie heftig Gottesschilder verteilt, und die ja irgendwie zum Paladin dazugehören. Mit Dr. Boom und Tirion Fordring ist genügend Lategame-Power dabei, die Kultmeisterin bringt Euch eine Menge Karten, wenn ihr sie zum richtigen Zeitpunkt ins Spiel werft (beispielsweise wenn der Gegner Eure Dienerflut mit einem großen Spottmonster blocken möchte). Auch hier ist ein Großwildjäger im Spiel, der Euch vor den Legendaries des Gegners schützen soll.

Echo Control – Der Trollmagier

(Deck von Day9: 2x Flammenkanone, 2x Frostblitz, 1x Blutmagier Thalnos, 2x Eplosives Schaf, 2x Irrer Wissenschaftler, 1x Sonnenzornbeschützerin, 2x Arkaner Intellekt, 1x Duplizieren, 2x Eisblock, 1x Akolyt der Schmerzen, 2x Echo von Medivh, 2x Verwandlung, 1x Antiker Heilbot, 2x Schlickspucker, 2x Flammenschlag, 1x Alexstrasza, 2x Bergriese, 2x Geschmolzener Riese)

Day9 hat in einem höchst unterhaltsamen Youtubevideo gezeigt, zu welch absurden Ergebnissen dieses Deck führen kann. Wenn ihr Glück habt, dann sieht sich der Gegner gegen Ende des Spiels einem Brett voller Geschmolzener Giganten gegenüber, während Ihr Euch hinter dem Eisblock ins Fäustchen lacht. Dazu spart ihr euch ein Echo von Medivh auf und lasst Euch weit genug herunterprügeln, um die Riesen auf 0 Mana zu haben. Eisblock sollte im Laufe des Spiels bereits angelegt worden sein. Schmeißt einen Riesen raus, dupliziert ihn, zündet Echo (im Idealfall zweimal!) und voila: Euer Gegner kann Euch dank Frostblock nicht töten und ist danach mit ziemlicher Sicherheit Geschichte.

Der Piratenschurke

(Deck von Xixo: 2x Meucheln, 2x Kaltblütigkeit, 2x Tödliches Gift, 2x Klingenwirbel, 2x Ausweiden, 1x Goblin Barbier-o-mat, 1x Einäugiger Schwindler, 2x SI:7-Agent, 1x Argentumknappin, 2x Südmeerdeckmatrose, 2x Blutsegelräuberin, 2x Schiffskanone, 1x König Mukla, 2x Südmeerkapitän, 2x Schreckenskorsar, 2x Jeeves, 1x Kapitän Grünhaut, 1x Loatheb)

Ein Deck von Xixo für alle, die die neuen Piratenkarten ausprobieren möchten. Mit dem Schurken wird eine durch die Expansion geschwächte Klasse genommen, die hier sehr aggressiv gespielt wird. Interessant ist König Mukla, der sowohl genutzt wird, um mit Glück zu Anfang Druck aufzubauen, als auch, um einen möglichen Jeeves beim Gegner lahmzulegen.

Das waren ein paar Vorschläge für die laufende Saison der Hearthstone-Erweiterung Goblins vs. Gnomes. Welche Decks spielt Ihr gerne?

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