DARPA Atlas Update: Mehr Power, weniger Lärm

(Bild: DARPA, Worcester Polytechnic Institute)

Der neue DARPA Atlas ist stärker, geschickter und leiser als sein Vorgänger. Das Update wurde im Hinblick auf die kommenden DARPA Robotics Challenge vorgestellt.

Der Roboter wurde generalüberholt – nur noch 25% sind mit dem alten Modell identisch. Der neue Atlas besitzt stärkere Arme, die tiefer am Rumpf angebracht sind. So kann er beim Arbeiten seine Hände sehen, was zusätzliches Feedback über Sensoren ermöglicht.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Stromversorgung und die Pumpe. Der Atlas trägt jetzt eine  Lithium-Ionen-Batterie mit sich herum. Damit ist ungefähr eine Stunde Aktivität möglich. Die Pumpe ist sehr viel leiser als beim Vorgängermodell – Ohrenschützer sind für Programmierer und Tester also nicht mehr nötig.

Die neue Pumpe im Inneren des Atlas kann variabel Druck aufbauen und verbraucht dementsprechend mehr oder weniger Strom. Das soll eine zusätzliche Herausforderung für die Programmierer der DARPA Robotics Challenge darstellen. „Der Anwender kann den Roboter für die meisten Aufgaben stromsparend mit mittlerem Druck betreiben“, so Gill Pratt, Programmmanager der Robotics Challenge. Wenn zusätzliche Kraft benötigt werde, könne für kurze Zeit maximaler Druck aufgebaut werden. „Die Teams werden die richtige Balance zwischen Kraft und Batteriekapazität herausfinden müssen, um den Test zu bestehen.“


ATLAS gets an Upgrade:  Youtube

Die DARPA Robotics Challenge findet vom 5.-6. Juni 2015 in Kalifornien statt. Im Finale wetteifern mehrere Teams darum, den Atlas heil durch eine Stunde simulierter Gefahren zu bringen. Dem Gewinnerteam winken zwei Millionen US-Dollar für Platz Eins. Die nachfolgenden Teams dürfen auf eine Million für den zweiten und fünfhunderttausend Dollar für den dritten Platz hoffen. In diesem Jahr hat die DARPA die Aufgaben deutlich erschwert, um die Bedingungen einer echten Notsituation anzugleichen. So muss der Roboter nach einem Sturz von selbst wieder auf die Beine kommen, außerdem werden längere Kommunikationsabbrüche zwischen Team und Maschine simuliert, in denen der Atlas eigene Entscheidungen treffen soll.

(Bild: DARPA, Worcester Polytechnic Institute)

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