Test: Honor 3C – Eines der besten 140 Euro Smartphones [Testvideo]

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

140 Euro für ein Smartphone? Bei solch' niedrigen Smartphone-Preisen denke ich unwillkürlich: „Das kann ja nichts werden.“ Beim Honor 3C musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Klar, auch hier muss man ein paar Abstriche in Kauf nehmen. Dennoch habe ich selten ein derart perfektes Preis- / Leistungsverhältnis gesehen. Das Honor 3C überzeugt mich im Test.

Honor 3C

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Honor 3C

Design & Verarbeitung

Man sieht dem Honor 3C seinen günstigen Preis nicht an. Zwar vermittelt es auf den ersten Blick einen sehr Plastik-lastigen Eindruck, wirkt aber auf keinen Fall billig. Mitverantwortlich daran ist die scheinbar hohe Verarbeitungsqualität. Alles wirkt durchdacht und wie aus einem Guss. Das Gerät misst 139,5 mm x 71,4 mm x 9,2 mm und wiegt 140 Gramm.

Die minimalistische schwarze Vorderseite des mir vorliegenden grauen Modells wird nur durch einen Plastikstreifen im Chrom-Look am oberen Rand, hinter dem sich der Lautsprecher zum Telefonieren verbirgt, unterbrochen. Außerdem findet man bei genauem Hinsehen neben dem Lautsprechergrill die Frontkamera, einen Näherungssensor und eine dezente multicolor LED-Benachrichtungsleuchte. Am unteren Rand verstecken sich die Android-typischen Soft-Buttons. Diesmal unterhalb des Screens und leider unbeleuchtet.

An der rechten Seite befinden sich die Lautstärkewippe und der gut erreichbare On- / Off-Button. Auch die Knöpfe sind aus Plastik, kommen aber mit einem guten Druckpunkt. Auf der oberen Seite befindet sich der Klinkenstecker, unten der microUSB-Port.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Die grau glänzende Plastikrückseite lässt sich abnehmen. Darunter verbergen sich zwei SIM-Kartenslots und ein microSD-Kartenslot über den der magere 8 GByte interne Speicher um bis zu 32 GByte erweitert werden kann. Der Akku lässt sich wechseln.

Im geschlossenen Zustand prangt auf der Rückseite über dem Honor-Logo die 8 Megapixel-Knipse. Direkt daneben ein LED-Blitz. Am unteren Rand der Rückseite befindet sich der Grill hinter dem sich der Mono-Lautsprecher verbirgt.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Display

Das 5 Zoll Display löst mit 720 x 1280 Pixel auf und kommt damit auf eine Pixeldichte von 294 ppi. Es ist auf Wunsch sowohl ausreichend hell, als auch ausreichend dunkel. Die Ränder sind angemessen schmal. Insgesamt kommt das Honor 3C auf ein Display zu Gesamtflächenverhältnis von 69 Prozent. Ich persönlich mag, dass sich die Buttons unter dem Display verbergen und nicht Teil des Displays sind. Dadurch lässt sich in jeder Anwendung mehr Display-Fläche für tatsächliche Inhalte nutzen.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Die Qualität des Displays schätze ich als leicht überdurchschnittlich ein. Die Farben leuchten intensiv, einzelne Pixel sind kaum auszumachen. Die Blickwinkelstabilität ist sehr hoch, genauso wie die Farbtreue. Insgesamt macht es richtig Spaß Inhalte auf dem 5 Zoll Display zu betrachten. Erstaunlich für ein 140 Euro Smartphone.

Ganz ohne Makel ist es dann aber doch nicht: Die hier verwendete Oberfläche zieht Fingerabdrücke und Fettspuren geradezu an. Diese Schmierereien lassen sich dann auch nur äußerst schwer wieder entfernen.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Performance & Konnektivität

Angetrieben wird das Honor 3C von einem Mediatek MT6582. Das ist ein Mittelklasse Quad-Core-Prozessor der mit 1,3 GHz taktet. Ihm steht eine Mali-400MP GPU und stolze 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Schon wieder ein Punkt, der mich kurz aufhorchen ließ. 2 GByte Arbeitsspeicher in einem 140 Euro Smartphone? Allerhand!

Der hohe RAM scheint sich auch bei der Performance niederzuschlagen. Im Antutu Benchmark v5.6 erreicht das Honor 3C einen respektablen Wert von 19.853. Die wichtigere gefühlte Performance schneidet sogar noch besser ab. Beim Surfen durch die Android-Menüs sind nur selten minimale Ruckler zu spüren, meist wirkt alles weich und direkt. Im Testvideo könnt ihr euch selbst einen Eindruck davon machen. Apps öffnen sich verhältnismäßig flott und auch das Surfen macht dank viel Platz für das Caching richtig Spaß.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Auch Spielen ist mit dem Honor 3C möglich. Die meisten 3D-Games sollten keine Probleme bereiten. Wenn es dann allerdings richtig anspruchsvolle 3D-Games beschleunigen soll, könnte das Honor 3C in die Knie gehen. Hier muss dann eventuell die Detailstufe im Spiel nach unten geschraubt werden.

In Sachen Konnektivität kann das Honor 3C niemanden wirklich überraschen. Es unterstützt HSPA, HSPA+, WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS. Es fehlt dagegen LTE, NFC und Infrarot.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Sound

Auch beim Sound erlaubt sich das Honor 3C keine wirkliche Schwäche. Der Monolautsprecher auf der Rückseite ist ausreichend laut und klar. Bässe? Fehlanzeige. Aber wer hat hier schon etwas anderes erwartet? Ein bauartbedingter Nachteil von Lautsprechern auf der Rückseite: Beim Halten des Honor 3C kann es passieren, dass man die Lautsprecher mit den Händen verdeckt. Die mitgelieferten Kopfhörer sind nicht gut und sollten gegebenenfalls mit hochwertigeren ersetzt werden.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Akku

Im Horor 3C wurde ein 2.300 mAh wechselbarer Li-Po-Akku verbaut. Damit kommt man auch bei intensiver Nutzung locker über den Tag. Sehr viel mehr ist jedoch nicht drin. Damit positioniert sich das Honor 3C in Sachen Akkulaufzeit im Mittelfeld. Auffällig: Im Standby verbraucht das Gerät sehr wenig Strom.

Honor 3C (Bild: Gizmodo)

Kamera

Die 8 Megapixel-Knipse mit der f/2.0 Blende auf der Rückseite schießt ordentliche Bilder. Die Farben sind minimal übersteuert, der Autofokus reagiert flott und die Schärfe ist ausreichend. Erstaunlicherweise sind sogar die Aufnahmen bei geringem Licht besser als die von anderen Kameras in der Preiskategorie. Auch die Frontkamera ist zu gebrauchen, auch wenn mit der Weichzeichner etwas zu stark ausfällt. Um die hier gezeigten Testaufnahmen in voller Auflösung zu sehen musst du darauf klicken und im nächsten Screen die Option „volle Auflösung“ wählen.

Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo) Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo) Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo) Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo) Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo) Honor 3C Testfoto (Bild: Gizmodo)

Software

Auf dem Honor 3C werkelt ein von Huawei stark angepasstes Android 4.2.2. Diese „Emotion UI 2.0“ getaufte Software unterscheidet sich teilweise deutlich von der reinen Android Version. So wurde hier zum Beispiel der App-Drawer wegrationalisiert. Ich empfehle jeden, den Nova-Launcher aus dem App-Store zu installieren, schon ist der pp-Drawer wieder da, wo er hingehört. Wie das genau funktioniert siehst du im Testvideo des Honor 3C.

Auch die Tastenbelegung der drei Standardknöpfchen am unteren Rand unterscheidet sich von der gewohnten Belegung. Auch hier kann der Nova-Launcher helfen. Das Notification-Center gefällt mir hier sehr gut. Es ist hell und übersichtlich, die Shortcuts sind sehr gut erreichbar.

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Fazit

140 Euro. Diese UVP für das Honor 3C sollte man sich immer vor Augen halten, wenn es darum geht das Gerät einzuordnen. Denn für lächerliche 140 Euro gibt es kaum etwas Besseres auf dem Markt. Noch dazu könnte dieser Preis sogar noch fallen. Das Display ist gut, die Verarbeitung in Ordnung, die Performance ausreichend, die Kamera OK, die Akkulaufzeit durchschnittlich. Das Honor 3C erlaubt sich keine Schnitzer. Deswegen erhält es unsere Kaufempfehlung. Wer ein wirklich günstiges Smartphone sucht kann beim Honor 3C bedenkenlos zugreifen.

plusplusÜberragendes Preis- / Leistungsverhältnis

plusGutes Display

plus minusDurchschnittlich: Akku, Performance, Konnektivität, Kamera, Sound

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  1. Ich habe auch seit einen Monat das Honor 3C und muss sagen das es bis jetzt das beste Smartphone ist was ich je hatte. Selbst mit der Standby und Akku leistung bin ich total zufrieden. Auch das personalisieren funktionert top. Dieses Handy ist einfach top.
    Auch soll bald ein update auf Andriod Lollipop und Emotion UI 3.0 kommen.
    Der kauf hat sich wirklich gelohnt.

  2. Toller Bericht
    Nur fehlt mir ein Link um das Handy zu bestellen.
    Oder übersehe ich ihn nach dem zehnten scrollen immer noch?

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