MegaChat: Kim Dotcom startet den verschlüsselten Skype-Konkurrenten

(Screenshot: TechCrunch)

Kim Dotcom hat das Vertrauen in Software aus den USA verloren. Eine davon ist der Messenger und Videotelefonie-Anbieter Skype, zu dem er mit seiner Ende-zu-Ende-verschlüsselten Alternative MegaChat in Konkurrenz tritt. Nun hat Dotcom eine Betaversion von MegaChat veröffentlicht.

Mit MegaChat können Audio- und Videotelefonate geführt sowie Daten getauscht werden können. Der Dienst ist nur über einen Browser abrufbar und benötigt ein kostenloses Mega-Konto, schließlich ist er in das Mega-Angebot integriert und dementsprechend nur über mega.nz abrufbar. Um nach der Anmeldung einen Audio- oder Videochat mit anderen Mega-Nutzern zu starten, klickt man auf das Symbol „Conversations“ am linken Rand des Browserfensters.

TechCrunch zufolge ist die Betaversion noch nicht fehlerfrei. Der Verbindungsaufbau habe erst nach mehreren Versuchen geklappt. Audio- und Videoqualität an sich seien aber auf einer Stufe mit Skype. Die Filesharing-Funktion habe jedoch auf Anhieb den Austausch von Dateien ermöglicht.

Zudem kündigte Dotcom, der in Kiel als Kim Schmitz geboren wurde, weitere Funktionen an. Schon bald soll MegaChat auch Textnachrichten und Audio- und Videokonferenzen unterstützen.

Per Twitter äußerte sich Dotcom zudem sehr optimistisch zum Wachstum des Diensts. Innerhalb weniger Stunden habe die Plattform schon 500.000 Anrufe gezählt. “Mega hat jetzt mehr als 15 Millionen registrierte Nutzer”, heißt es in einem Tweet von Dotcom. “Ich glaube, MegaChat kann uns bis zum Jahresende zu mehr als 100 Millionen Nutzern führen.”

Dotcom war auch Gründer der Filesharing-Plattform Megaupload gewesen, die US-Behörden 2012 wegen Urheberrechtsverletzungen schlossen. Seitdem versuchen sie, Dotcoms Auslieferung zu erreichen, der sich in Neuseeland aufhält. Trotz der Vorwürfe startete er 2013 mit Mega ein neues Filesharing-Angebot, das seinen Nutzern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und damit mehr Sicherheit bieten soll. Megaupload hatte angeblich 150 Millionen Nutzer. Darüber illegal verteilte Musik und Filme sollen der Unterhaltungsindustrie einen Schaden von 500 Millionen Dollar verursacht haben.

Tags :Quellen:Screenshot: TechCrunchVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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