Test: Galaxy Note Edge – das bessere Note 4 dank gebogenem Display?[Testvideo]

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Mit dem Galaxy Note Edge stellte Samsung auf der IFA ein Smartphone mit einem bis dato einzigartigen Feature vor: Das Display des Gerätes ist an der rechten Seite abgerundet und kann in diesem Bereich separat vom Rest des Bildschirms angesteuert werden. Ansonsten ist es im Grunde fast identisch zum Galaxy Note 4. Ob es das bessere Samsung-Phablet ist, das verrät unser Testbericht.

Test: Samsung Galaxy Note Edge

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Samsung Galaxy Note Edge

Samsung selbst scheint von seinem Edge-Design jedenfalls begeistert zu sein. Gerüchte über eine Version des Galaxy S6 mit gleich zwei abgerundeten Displaykanten kursieren schon seit September durchs Netz. Auch andere Hersteller wie LG, das auf der CES die zweite Generation seines Bananen-Phones G Flex vorgestellt hat, arbeiten schon an einem derartigen Gerät. Das Note Edge hat auch beim Endverbraucher etwas Interesse geweckt. Nachdem knapp 160.000 Interessierte für den Verkauf des Smartphones in Deutschland abgestimmt hatten, brachte es Samsung Ende November 2014 nämlich erst hierzulande in den Handel. Die Premium-Edition des Galaxy Note Edge ist vor einigen Tagen bei uns in der Redaktion angekommen und wir konnten das Smartphone mit dem gebogenen Display ausführlich testen.

(Bild: Gizmodo.de).

Preis & Verfügbarkeit

Seit Ende November 2014 bietet Samsung die abgeschrägte Version des Galaxy Note 4 in der Premium-Version in Deutschland an. Der Verkauf sollte eigentlich nur bis zum 31. Dezember 2015 laufen. Einige Online-Shops bieten es aber in der limitierten Auflage auch jetzt noch an. Die Premium-Version kostet (Stand: 23.01.2015) 949 Euro. Dafür bekommt man nicht nur das Gerät selbst, sondern auch noch die Schutzhülle Flip Wallet sowie eine 64 GByte große microSD-Karte des Typs PRO im Wert von rund 20 bis 30 Euro respektive 40 Euro – und nicht zu vergessen: eine coolere Schachtel, ein Pflegetuch und eine Tipps&Tricks-Broschüre. Wer allerdings auf die letzteren Zugaben verzichten kann und das Smartphone, Cover und Speicherkarte einzeln kauft, der kommt insgesamt günstiger weg. In der normalen Version bekommt man das Note Edge ab 799 Euro.

Hier unser Videotest zum Samsung Galaxy Note Edge:

Design & Verarbeitung

Erhältlich ist das Note Edge in den Farbvarianten “Charcoal Black“ und “Frost White“. Grundlegend sieht es wie das Galaxy Note 4 aus. Der große Unterschied ist die abgerundete Displaykante, die am rechten Rand in den Rahmen läuft, und dem Note Edge ein einzigartiges Design verleiht. Dadurch ist das Gerät optisch auf jeden Fall ein Hingucker.

Das gebogene Display sorgt dafür, dass das Edge noch ein Stückchen breiter ist als das Galaxy Note 4. Wer dieses gerade noch mit einer Hand bedienen kann, könnte beim Edge womöglich nicht mehr ganz mit dem Daumen auf die gegenüberliegende Seite kommen. Dafür ist es nicht ganz so lang und einen Hauch dünner als das Note 4. Insgesamt misst es 151,3 mal 82,4 mal 8,3 Millimeter und ist damit natürlich immer noch ziemlich groß. Wirklich komfortabel (ohne Balanceakt) lässt es sich in den meisten Fällen nur mit zwei Händen bedienen.

(Bild: Gizmodo.de).

Durch das gewölbte Display fällt der Rahmen auf der rechten Seite dünner aus als beim Note 4. Zudem ist Rückseite rechts nicht abgerundet. Dadurch fühlt sich das Galaxy Note Edge anfangs womöglich etwas gewöhnungsbedürftig an. Der dünnere Metallrahmen schneidet auch mehr in die Handfläche ein. Ein Kollege, der das Edge das erste Mal in der Hand hatte, empfand es als unangenehm. Ich finde es aber völlig in Ordnung. Wer dünne Metall-Phones gewohnt ist, stört sich daran nicht.

Durch den dünneren Rahmen und die rutschigere Glaswölbung könnte man zudem denken, dass das Note Edge nicht so sicher in der Hand liegt wie das Note 4. Da ich es sowieso meisten mit zwei Händen bediene, gab es bei mir keine Probleme mit der Griffigkeit. Auch beim Telefonieren ist mir das Gerät nicht aus der Hand gerutscht.

(Bild: Gizmodo.de).

Ein kleiner Nachteil der Displaykante ist allerdings, dass der Power-Button von der rechten Seite weichen musste und nun oben am Gerät sitzt. Er ist mit dem Zeigefinger zwar zu erreichen, die Positionierung an der Seite ist jedoch trotz des etwas kürzeren Gehäuses beim Note 4 bequemer. Aufwecken lässt sich das Gerät aber zum Glück auch mit dem Home-Button.

(Bild: Gizmodo.de).

Die Verarbeitung und das restliche Design samt Alu-Rahmen entsprechen bis auf ein um 2 Gramm niedrigeres Gewicht dem des Galaxy Note 4. Für einen Eindruck vom weiteren Design des Samsung-Phablets könnt ihr einen Blick auf unseren Testbericht Samsung Galaxy Note 4 – (Noch) das beste Android-Phabelt werfen.

Display

Das Super-AMOLED-Display des Galaxy Note Edge ist wie erwähnt auf der rechten Seite gebogen. Mit 5,6 Zoll ist es um 0,1 Zoll kleiner als das des Note 4. Die Auflösung ist mit 2.560 mal 1.440 (QHD) identisch zum Note 4. Die abgerundete Displaykante erweitert die Anzeige allerdings in der Breite um 160 Pixel, womit das Note Edge insgesamt auf 2.560 mal 1.600 Bildpunkte kommt.

(Bild: Gizmodo.de).

Dank QHD-Auflösung ist der Screen des Edge genauso gestochen scharf – auch im gekrümmten Bereich. Dieser ist etwas dunkler, um ihn hervorzuheben. Bei den Farben und der Blickwinkelstabilität können wir keine Unterschiede zum Note 4 feststellen und verweisen an dieser Stelle wieder auf unseren Testbericht von November. Die Helligkeit des Note Edge ist minimal niedriger.

Edge-Features

Kommen wir zum spannendsten Teil. Wie nützlich ist eigentlich die Displaykante? Sie dient beispielsweise als Launcher-Leiste und ist zum Aufrufen von häufig verwendeten Apps praktisch. Jedenfalls geht es einen Tick schneller als über das Mutli-Tasking-Menü oder die Launcher-Leiste der TouchWiz-Oberfläche, die man mit einem langen Fingertipp auf die Zurücktaste aufrufen kann. Zudem schafft das Feature mehr Platz auf dem Homescreen. Die typischen Icons für die Wähltasten oder die Kamera sind beim Note Edge nämlich nicht auf dem Startbildschirm zu finden. Der einzige Nachteil: Man kann aus der Leiste Apps nicht auf den Bildschirm ziehen, um sie im Multi-Window-Modus laufen zu lassen.

(Bild: Gizmodo.de).

Um zu verhindern, dass man aus Versehen irgendwelche Apps startet, hat Samsung übrigens eine Funktion eingebaut. Nur auf dem Homescreen ist der gebogene Bereich automatisch aktiv. Wechselt man zu einer anderen App wie dem Browser, muss die Leiste erst aufgeweckt werden.

Per Fingerwisch von oben nach unten lässt sich eine weitere Leiste mit Shortcuts zu System-Apps wie dem Voice-Recorder, die Taschenlampe, die Timer-Funktion oder die Stoppuhr hervorholen.

(Bild: Gizmodo.de).

In einigen Systemapps dient die Displaykante noch als Werkzeugleiste. Die Bedienelemente der Kamera-App oder des Videoplayers zeigt das Note Edge beispielsweise am Rand an – und nicht mehr auf dem Display. Dadurch sieht man mehr vom eigentlichen Bild. Außerdem gibt es noch ein paar weitere Anwendungen von Dritt-Anbietern wie Spiele oder eine To-Do-Liste, die die Besonderheit des Note Edge ausnutzen.

Galaxy Note Edge (Bild: Gizmodo).

Zudem hält das Edge wie ein Live-Ticker News oder Benachrichtigungen über verpasste Anrufe, eingetroffene Nachrichten & Co. am seitlichen Rand bereit. Als News-Ticker macht das Feature für mich aber nicht viel Sinn. Man kann zwar ein paar Interessengebiete angeben, aber keine eigenen News-Quellen festlegen. Bisher bekommt man nur Nachrichten von Yahoo. Zudem laufen die News wie vom TV gewohnt nur langsam über den Bildschirm und lassen sich nicht beschleunigen. Dafür fehlt mir ehrlich gesagt die Geduld.

(Bild: Gizmodo.de).

Das praktischste ist, dass sich der Bereich nutzen lässt, wenn das restliche Display ausgeschaltet ist. Aktiviert wird er dann mit einem kurzen Fingerwisch. Dadurch kann man die Uhrzeit ablesen und Benachrichtigungen abrufen, während das Smartphone neben einem liegt, oder auch die Zeit stoppen, einen Timer stellen und schnell die Taschenlampe einschalten, während der Rest des Displays schwarz bleibt. Das spart ein wenig Strom und geht zum Beispiel bei der Taschenlampe auch schneller, als das Smartphone erst einzuschalten und zu entsperren.  Die verschiedenen Panels – wie Samsung die Funktionen nennt – wechselt man übrigens per Fingerwisch durch.

(Bild: Gizmodo.de).

Wer das Smartphone als Wecker nutzt, dürfte sich auch über den Nachtmodus freuen. In diesem zeigt das Note Edge bei abgeschaltetem Display durchgehend die Uhrzeit an. In den Einstellungen kann man festlegen, in welchem Zeitraum der Nachtmodus aktiv sein soll. Wacht man nachts auf und will wissen, wie lange man noch schlafen kann, ist es etwas angenehmer als das Display einzuschalten.

(Bild: Gizmodo.de).

Wer möchte kann der Displaykante auch noch ein individuelles Desgin verpassen. Es lassen sich ein eigenes Hintergrundbild samt Effekten sowie ein Text für den Lockscreen und den inaktiven Zustand festlegen.

Insgesamt ist das Edge-Display also nicht nur eine Spielerei, sondern zum Teil auch recht nützlich. Allerdings hätte ich mir mehr Funktionen gewünscht. Die Auswahl ist insgesamt nicht allzu groß, auch wenn Samsung ein SDK herausgegeben hat, sodass Entwickler weitere Anwendungen für das Edge programmieren könnten. Insgesamt sind es nur 20 der Panels. Das ist etwas enttäuschend.

Und was machen eigentlich Linkshänder? Für sie ist die Auslegung nicht optimal. Zwar hat Samsung auch einen Modus integriert, der das Display um 180 Grad dreht, aber das macht es nicht besser. Wer sich als Linkshänder für das gebogene Display interessiert, der sollte wohl warten, bis Samsung ein Gerät mit einem beidseitigen Edge-Displays herausbringt.

Hier das ausführliche Video zum Note 4 Test:

Performance, Kommunikation, Kamera, Sound, Fingerabdruckscanner & Herzfrequenzmesser

Kurz und knapp: Das Galaxy Note Edge kommt mit derselben Ausstattung wie das Note 4. Es wird von der 2,7 GHz schnellen Snapdragon-805-CPU angetrieben, hat 3 GByte RAM, 32 GByte internen Speicher und kann auch dank eines microSD-Kartenslots um bis zu 128 GByte erweitert werden. Bis auf kleine Microlags ruckelt hier nichts und alles läuft wie beim Note 4 weitestgehend rund. Zur Sicherheit haben wir das Galaxy Note Edge trotzdem durch den AnTuTu-Benchmark (Version 5.6) gejagt und sind auf einen Wert von 46.363 bekommen, was relativ genau dem Score des Galaxy Note 4 (46.259) entspricht.

An Funktechniken stehen dank Qualcomm‘s Snapdragon-805-Prozessor auch LTE Cat 6, Bluetooth 4.1 (ANT+), NFC und WLAN 802.11ac (6,93 GBit/s), Dual-Band-WiFi (2,4 und 5 GHz), VHT80 MIMO, WiFi Direct, MHL, NFC, USB 2.0 sowie GPS, Glonass und Beidou zur Verfügung. Das SIM-Kartenformat ist ebenfalls microSIM.

Für Fotos, Videos und Selfies bringt das Note Edge eine 16-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 3,7-Megapixel-Frontcam mit. Das ist auch vom Note 4 bekannt. Auch der Monolautsprecher auf der Rückseite, der Fingerabdruckscanner und der Pulsmesser sind im Vergleich zum Note 4 unverändert. Wer mehr erfahren und Testfotos sehen will, schaut einfach wieder in unseren Artikel zum Note 4.

(Bild: Gizmodo.de).

Akku

Ein Unterschied ist dann wieder beim Akku auszumachen. Das Note Edge hat eine geringere Akkukapazität als das Note 4. Statt 3.220 mAh fasst der Akku des Note Edge nur 3.000 mAh, was insgesamt aber nicht zu einer merklich kürzen Laufzeit führt. Wir haben das Note 4 und Note Edge einem Videotest unterzogen, bei dem ein HD-Youtube-Video mit 720p im Stream über WLAN auf voller Bildschirmhelligkeit läuft, und es hat genauso lange durchgehalten. Wir kamen jeweils auf eine Laufzeit von knapp 5 Stunden. Im Alltag hielt das Note Edge bei uns 1 Tag und 8 Stunden bei einer Screen-on-Time von rund 5 Stunden durch.

Eine Schnellladefunktion, die den Akku von 0 auf 100 Prozent in gut einer Stunde lädt, sowie den Ultra-Power-Saving-Mode, falls der Akku knapp wird, gibt es natürlich auch beim Edge. Auch die Rückseite kann abgenommen und der Akku bei Bedarf getauscht werden.

(Bild: Gizmodo.de).

Software & Stylus

Bis auf die zusätzlichen Features für den Edge-Bereich und den dadurch aufgeräumteren Homescreen kommt das Note Edge mit derselben Software wie das Note 4. Ab Werk ist Android 4.4.4 KitKat samt Samsung’s TouchWiz-Oberfläche vorinstalliert. Der Stylus ist ebenfalls identisch. Zu den coolsten Features des Samsung-Phones zählen sich auch hier S Note samt Smart Select, Multi Window, Snap Note, der Meeting Mode oder die systemweite Handschrifterkennung.

Fazit

Das gebogene Display des Galaxy Note Edge ist nützlicher als man es womöglich anfangs denkt und nicht ausschließlich ein Hingucker, mit dem man Eindruck schinden kann. Praktisch finde ich die Displaykante als App-Launcher, als Widget-Leiste bei ausgeschaltetem Display und – falls man keinen Wecker hat – auch als Nachtuhr.

Allerdings gibt es insgesamt nur wenige speziell für das Note Edge programmierte Funktionen, die seine Besonderheit ausnutzen. Die Wölbung bringt zudem auch kleine Nachteile mit sich. Der Power-Button ist beim Note Edge oben am Gehäuse und nicht komfortabel an der Seite positioniert. Ein weiterer möglicher Nachteil ergibt sich für Gear-VR-Käufer. Im Gegensatz zum Galaxy Note 4 lässt sich das Note Edge leider nicht mit der Samsung-Brille nutzen. Wer sich diese anschaffen möchte, der muss das Note 4 kaufen.

Und dann wäre da natürlich auch noch der höhere Preis. Mit 799 Euro für die Standard-Version zahlt man vergleichsweise viel Geld für eine neue Technologie, die zwar durchaus praktisch ist, aber eher noch in den Kinderschuhen steckt. Ob es künftig mehr Apps für das Edge geben wird, bleibt noch abzuwarten. Aktuell finde ich den Preis für die bislang wenigen Funktionen, die man zum Teil auch nicht ständig verwendet, noch etwas zu happig. Das Note 4 ist mit knapp 630 Euro jedenfalls gut 170 Euro günstiger als das Edge. Dennoch ist das Samsung Galaxy Note Edge nicht wirklich schlechter als das Note 4 und ein sehr gutes und bislang einzigartiges Smartphone, das viel Potenzial hat. Mit dem Note Edge hat Samsung definitiv gezeigt, was aktuell technisch alles möglich ist.

plusplusPraktische Zusatzfunktionen durch gebogenes Display

plusOptisch einzigartig

plusScharfes AMOLED

plusViel Power

plusGute Kamera

plusLange Akkulaufzeit & auswechselbarer Akku

plusStylus-Bedienung

minusHome-Button-Positionierung

minusBislang wenige Edge-Apps

minusNicht zur Gear VR kompatibel

minusSehr teuer

Hier unser Videotest zum Samsung Galaxy Note Edge:

Tags :
  1. Kannst Du mal das Schmatz aufhören…..nerrrrv.

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        1. Naja, größter Teil ist nun auch wieder nicht richtig. ;-) Aber hast recht, ein paar Milliarden werden da schon abfallen.

  2. Den Power Button oben würde ich nicht als Nachteil bezeichnen. Ich finde ihn dort sehr gut platziert. Das mit den fehlenden Apps für das das 2. Display wird sich ändern, wenn auch das S6 eine oder zwei Ecken erhält. Gab übers Wochenende schon wieder ein paar neue Panels. Einziger Wermutstropfen: Der Akku ist gegenüber meinem alten Note 2! ein Rückschritt. Ich hoffe Lollipop schafft Abhilfe.

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