In Deutschland sollen Raumschiffe landen

(Bild: Nasa/Ken Ulbrich/Public Domain)

Deutschland könnte in wenigen Jahren zum Weltraumbahnhof für Raumschiffe des US-Luftfahrtunternehmens Sierra Nevada (SNC) werden. Landen könnten sie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern. Kein Witz.

Wie das Handelsblatt und auch die WirtschaftsWoche berichten, lotet das Unternehmen zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der europäischen Raumfahrtagentur ESA aus, ob auf deutschen Flughäfen das geplante SNC-Raumschiff „Dream Chaser“ (Traumjäger) landen könnte. Sein Unternehmen habe für die Suche nach einem deutschen Weltraumbahnhof „einen Vertrag mit dem DLR geschlossen“, sagte SNC-Vorstandsmitglied John Roth. „Wir haben einige Flughäfen identifiziert, die durchaus geeignet wären.“

Laut DLR sind fünf Flughäfen in Mecklenburg-Vorpommern geeignet. Vor allem Mecklenburg-Vorpommern wäre mit wenig Flugverkehr und dünner Besiedlung ideal, sagte Jürgen Drescher, der in Washington das DLR-Büro leitet. Schon in wenigen Jahren könne der Dream Chaser beispielsweise auf dem Flughafen in Rostock-Laage landen. Es habe bereits erste Gespräche mit der Landesregierung und der Flughafendirektion gegeben. Derzeit, so Drescher, werbe das DLR bei der Bundesregierung und diversen Ministerien für einen gesetzlichen Rahmen, den es bislang für Raumschifflandungen in Deutschland nicht gibt.

Welche Voraussetzungen ein deutscher Flughafen für die Landung des Dream Chaser erfüllen muss und welche Kosten mit den Landungen verbunden sind, untersucht SNC zurzeit. Grundsätzlich genüge eine „übliche Landebahn“, sagt Roth, sowie „einige kleinere Investitionen“, etwa in die Sicherheitsausstattung der Flughäfen.

Bild: Nasa/Ken Ulbrich/Public Domain

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  1. Dieses Shuttle ist wesentlich kleiner als die ausgemusterten Space Shuttles, mit 7 Meter Spannweite könnte es leicht mit einem Airbus A300-600ST, bekannt als Beluga, transportiert werden.

    1. Für den Beluga gibt es aber weitaus höhere Anforderungen an eine Landebahn. Zum anderen erscheint mir der Beluga als Transportmittel arg überdimensioniert. Eher schnallen die das Teil wieder auf ne kleine Boeing. Aber wenn es soweit ist, werden die Medien ausführlich berichten :)

      1. Naja ne kleine Boeing war es ja beim Space Shuttle nicht gerade (-; , da war es eine Boeing 747. Und warum ein Flugzeug für Huckepack Transport umrüsten, wenn man es im Bauch eines bestehenden Fliegers transportieren kann, und Rostock Laage wäre Groß genug für die Belugas.

  2. haben die amis noch nix von der ber-katastrophe gehört? :D
    und da wollen die hier raumschiffe landen lassen. aber gutes timing, mehdorn sucht n neuen job :)

  3. Nice to know: Köln/Bonn war mal Ausweichflughafen der NASA für die Spaceshuttles und ist immernoch Notlandeplatz, falls beim Start etwas schiefläuft.

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