Malware soll Drohnen zum Absturz bringen

(Bild: DJI)

Dronen sind letztlich fliegende Computer. Ihre autonomen Flugfunktionen erlauben es, einen vorher abgesteckten Kurs per GPS selbstständig zu fliegen. Die Schadsoftware Maldrone soll sie zum Absturz bringen.

Die Entwickler von Maldrone nennen die Malware die “erste Hintertür zu Drohnen“: Sicherheitsforscher Rahul Sasi beschreibt die Software als Fernsteuerung für Hacker. Wenn die Drohne beziehungsweise ihre Flugsteuerung erst einmal infiziert ist, kann der Angreifer damit alles tun, was er will. Er kann die Drohne umleiten oder einfach abstürzen lassen.

Man stelle sich einmal vor, eine solche infizierte Drohne fliegt über eine Menschenmenge und wird dann einfach abgeschaltet. Künftig könnte eine solche Software gegen Lieferdrohnen angewendet werden, um Pakete zu stehlen. Auch die (unfreiwillige) Umwandlung in eine Überwachungsdrohne wäre kein Problem.

Entwickler Sasi hat die Maldrone-Fähigkeiten in einer Demo vorgeführt und in einem Hackerforum detailliert beschrieben, wie die Malware vorgeht. Maldrone soll mit allen Flugsteuerungen funktionieren. In der Demo wird eine Parrot AR übernommen, aber Sasi will auch eine “Anwendung” für die DJI Phantom vorstellen.

Wer eine Drohne besitzt, sollte sich nicht schreiend unter der Bettdecke verkriechen. Im Video kann man sehen, dass Sasi die Infektion nur aus geringer Entfernung durchführen kann. Wer also auf seine Drohne aufpasst, dürfte zumindest derzeit kein Probleme bekommen.

Tags :Quellen:Hacker NewsVia:Gizmodo.com
  1. Na, ein Freud’scher Vertipper? ;-)

    “Entwickler Stasi hat….”

    Überwachung hin oder her, aber der heißt Sasi.

    Beste Grüße
    Andreas

  2. Der Artikel ist irreführend. Nicht jede Drohne lässt sich mit der Malware infizieren. Nötig für eine erfolgreiche Infektion ist eine Wifi Verbindung zur Drohne.
    Da die meisten Drohnen allerdings nicht mit dem iPhone sondern mit einer “richtigen” Fernsteuerung geflogen werden, hat man nichts zu befürchten.

    1. Jain. Die Software wird oft über den PC geupdated. So kann die Malware auf den Kopter kommen. Allerdings ist es nicht möglich, den Copter einfach zu “übernehmen”, es sei denn der Hacker befindet sich selbst in direkter Nähe zum Copter.

  3. Ja wenn der Multikopter (sry das sind keine Dronen sonder Multikopter ….ist so Bild alles was mehr als einen Rotor hatt und fliegt eine Drone zu nennen) über Wlan gesteuert wird ist das ein Problem und neuere Dronensteuerungen brauchen idr kein Update…btw gefährlich wirds nur dann wenn jemand einen 2,4ghz oder 5,8ghz Jammer benutzt – damit wird heutzutage geflogen, alles andere ist Spielzeug oder Nostalgie

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