Mobile Gamer werden immer jünger – Eltern in der Pflicht

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Tablets, Smartphones und Apps werden immer günstiger. Ein wesentlicher Grund warum das Durchschnittsalter der sogenannten Mobile-Gamer im Vergleich zum Vorjahr um stattliche sieben Jahre gesunken ist. Das ergab eine aktuelle Marktuntersuchung. Da sich die Altersstruktur markant verändert, sind Eltern mehr als je zuvor gefordert die Spiele für ihren Nachwuchs sorgfältig auszuwählen und das Spielverhalten entsprechend einzuschränken.

Der Deconstructing Mobile & Tablet Gaming Report 2014 von EEDAR bringt noch weitere Erkenntnisse ans Licht. Danach hat sich die Anzahl der Spieler drastisch erhöht. Während im Jahr 2013 111 Millionen Menschen mobile Geräte zum Spielen nutzten, sind es momentan bereits 142 Millionen. Zumindest gilt dies für Nordamerika. Die Ausgaben für mobile Spiele liegen laut Studie pro Kopf und Jahr bei 32,65 US-Dollar. Die Gesamteinnahmen der Branche betragen damit 4,6 Milliarden. Dieser Umsatz entsteht aber nicht durch die Gaming-Ausgaben sämtlicher Mobile-Gamer. Im Gegenteil: Knapp 50 Prozent alle Spieler konzentrieren sich auf kostenlose Games und geben keinen Cent aus. Der Löwenanteil (50 Prozent) der Branchenumsätze wird dagegen von gerade einmal sechs Prozent der Kundschaft generiert. Insgesamt nahmen an der Studie 3.500 aktive Mobile-Zocker teil. Ausschließlich Personen, die in den vergangenen drei Monaten mindestens ein mobiles Spiel auf einem mobilen Gerät (Tablet oder Smartphone) gespielt haben, wurden als aktiv anerkannt.

Durchschnittsalter sinkt – Sinnvolle Apps auswählen

(Bild: pixabay.com_JESHOOTS)

Besonders interessant für Eltern sind die Daten, die dank der Studie zum Thema Durchschnittsalter erhoben wurden. Dieses liegt bei der Gamer-Gruppe, die kein Geld für Games ausgibt bei 27,7 Jahren. Die Studienverantwortlichen sehen in der zunehmenden Anzahl an Jugendlichen und Kindern die Ursache dafür, dass das Durchschnittsalter innerhalb von einem Jahr von 34,7 auf die bereits genannten 27,7 Jahre sank. Immer mehr jüngere Gamer kommen in den Besitz von günstigen Smartphones und können damit auch kostenlose Spiele spielen. Eltern sind gefordert das Spielverhalten ihres Nachwuchses bewusst zu kontrollieren, um einen negativen Einfluss zu vermeiden. Denn gerade unter den kostenlosen Spiele-Applikationen tummeln sich einige Varianten, die keineswegs als sinnvoll oder pädagogisch wertvoll bezeichnet werden können. Hinzukommt, dass bei kostenlosen Varianten häufig Werbebanner eingeblendet werden, die Kinder und Jugendliche zum Anklicken animieren und so ungewollt Kosten verursachen.

Die Auswahl an empfehlenswerten Apps für Kinder gestaltet sich mehr als mühsam. Der Markt ist voll von Games und täglich kommen neue hinzu. Immerhin: Hilfreich sind seriöse Eltern-Ratgeber, die eine attraktive Vorauswahl treffen und die Apps zuvor ausführlich auf Herz und Nieren testen. Ein Beispiel ist dabei der Spielwarenhersteller myToys.

Wie auf dem myToys-Blog berichtet wird, testen dessen Redakteure Apps für Kinder nach familiengerechten Kriterien und Bewerten diese für den Endverbraucher. Unter anderem achten die Tester auf unerwünschte In-App-Käufe, Werbebanner, nehmen den Mehrwert unter die Lupe und achten auf eine liebevolle Gestaltung. Auch weniger gute Eigenschaften von Apps werden festgehalten und aufgeführt, so dass sich Eltern einen Überblick verschaffen

„Der kleine Pirat“ und „Wer war´s?“

Zwei Apps sind zweifelsfrei für Kinder geeignet. „Der kleine Pirat“ und „Wer war´s?“ wurden auf der Frankfurter Buchmesse 2012 mit dem Softwarepreis von GIGA-Maus prämiert. Die Kinder eBook-App „Der kleine Pirat“ überzeugte als Gesamtsieger in der Kategorie 4-6 Jahre und kostet bei iTunes sowie Google play derzeit 2,69 Euro. Auch anderweitig wurde die App von der Verlag Friedrich Oetinger GmbH mehrfach ausgezeichnet. In einer fantasievollen Piratenwelt tauchen Kinder in ein spannendes und gleichzeitig lehrreiches Abenteuer ein. Folgendes Video verrät mehr:

Die Features von „Der kleine Pirat“ im Überblick:

  • 5 Spiele mit maximal 10 Levels
  • Spiele sind mit dem Buch verflochten
  • verschiedene Fähigkeiten werden trainiert
  • Texte von Kirsten Boie
  • Sound-Effekte
  • Texte können selbst gelesen oder vorgelesen werden
  • Bei iPads: eigene Stimme lässt sich mittels Audio-Rekorder aufnehmen
  • Seitenübersicht
  • kurze Ladezeiten

Nicht weniger originell ist die Familien-App „Wer war´s?“ von der Ravensburger Digital GmbH. Sie wird im AppStore für iOS momentan für 1,99 Euro und für Android für 2,99 Euro verkauft und basiert auf dem bekannten Brettspiel der Spieleschmiede. Unter ravensburger-games.com heißt es zum Spielinhalt: „Das Schloss des Königs ist in großer Gefahr! Der böse Zauberer wurde an den Grenzen des Königreiches gesehen. Nur der magische Ring des Königs kann das Schloss beschützen. Doch der Ring ist verschwunden! Könnt ihr den Dieb ausfindig machen?“

Doch egal für welche App und welche Spiele ihr euch entscheidet, der Spielkonsum an mobilen Geräten sollte stets beschränkt sein. Denn selbst das beste Spiel kann auf Dauer Schaden anrichten, sobald der Konsum überhandnimmt.

Tags :Quellen:pixabay.com_geralt

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