Dieses flexible Pflaster könnte Reibung als Stromquelle für Wearables nutzen

(Bild: Gizmodo.com), (Foto: National University of Singapore)

Die Idee, dem eigenen sich ständig bewegenden Körper Energie abzuzapfen ist nicht neu. Doch dieses kleine Gerät ist es definitiv: Ein Schaltkreis von der Größe eines Pflasters, welches, sobald es an der Haut angebracht wurde, irgendwann die nötige Elektrizität generieren könnte, um diverse Gadgets zu betreiben.

Das Pflaster nutzt den piezoelektrischen Effekt, bei dem elektrische Energie bei mechanischer Belastung erzeugt wird. Ein dünnes Stück Gummi, das mit einem 50 Nanometer dicken Goldfilm verbunden wurde, fungiert als Elektrode und wird durch kleine säulenförmige Strukturen von der Haut abgehalten. Die Reibung zwischen der Haut und diesen Strukturen verursacht eine Spannung auf dem Goldfilm. Je mehr dieser Strukturen es gibt, desto größer ist der Effekt.

In Tests konnte durch stetes Anstubsen mit dem Finger eine Spannung von 90 Volt und eine elektrische Leistung von 0,8 Milliwatt erzeugt werden. In einem etwas realistischeren Fall, bei dem das Pflaster am Unterarm oder dem Hals fixiert wird, generiert das Gerät immer noch 7,5 Volt. Ein für ein kleines klebendes Plättchen eine recht signifikante Leistung, auch wenn es wohl sehr lange dauern würde, auf diesem Niveau ein Handy vollständig aufzuladen.

Das Pflaster befindet sich derzeit noch in Arbeit und die nächsten Schritte der Entwickler gehen in die Richtung, ein noch flexibleres Gerät zu entwerfen. In der Theorie ließe sich das Pflaster in beliebiger Größe produzieren, sodass Flächen, die sich den Konturen des menschlichen Körpers anpassen, denkbar sind.

Tags :Quellen:IEEEVia:Gizmodo.com
  1. Da könnte Kim Kadashian mit entsprechenden Pflastern an gewissen Körperteilen beim abendlichen Joggen gleichzeitig ihr Handy laden und die Kopflampe mit Energie versorgen :)

    1. Wenn sie da überall Pflaster anbringen will, kann sie damit eine ganze Kleinstadt mit Energie versorgen. Mal ehrlich, welchem normalen Mann gefallen solche Riesenteile?

  2. Kein schlechter Ansatz :-). Gerade wer ein Wearable wie z.B. ein Fitness Armband ständig am Handgelenk trägt, könnte hier vielleicht dem Aufladen über Steckdose bald entgehen… Aber ob das Pflaster dann auch bequem ist auf der Haut? Hab da meine Zweifel… Naja, es gibt eh Gott sei Dank günstige Fitness Tracker die eine Batterielaufzeit bis zu einem Jahr haben, das dürfte ja fürs erste mal reichen http://www.ipadzapp.de/solarladegerat-fur-ipad-und-iphone-darauf-sollte-man-vor-dem-kauf-achten/.

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