Google X forscht an Multipler Sklerose

(Bild: Dan Farber, CNet.com)

Eigentlich gilt Multiple Sklerose (MS) als unheilbar. Dass sich nun Google damit beschäftigt, wird daran aber so schnell kaum etwas ändern. Zusammen mit dem Arzneimittelkonzern Biogen Idec möchte die Forschungsabteilung Google X laut Bloomberg den Krankheitsverlauf von MS erforschen.

Binnen einer mehrjährigen Kooperation möchte Google X Anhaltspunkte finden, welche Faktoren den Krankheitsverlauf bedingen und wovon die Schübe ausgelöst werden. Dass sich diese Aufgabe keineswegs als Selbstläufer darstellen wird, liegt an der enormen Komplexität der Krankheit, die von Patient zu Patient äußerst unterschiedlich verlaufen und von Taubheitsgefühl bis zur Lähmung reichen kann.

Biogen Idec ist Hersteller von Medikamenten, die die Folgen einer MS-Erkrankung eindämmen. Es hofft auf Rückschlüsse auf neue Behandlungsformen und Hinweise, für welche Patienten welches Medikament geeignet ist. Für Datenerfassung rund um die Uhr hat es bisher mit dem Fitbit-Armband experimentiert. Es arbeitet Bloomberg zufolge auch an einer iPad-App.

Google X befasst sich in dem Projekt nicht zum ersten Mal mit einem medizinischen Thema: Vor rund einem Jahr stellte es eine funkende Kontaktlinse für die Messung des Blutzuckerspiegels vor. Sie soll inzwischen an den Pharmakonzern Novartis lizenziert worden sein. Zudem hat es versucht, perfekte Gesundheit in Form von Daten zu definieren. Außerdem hat Google im September 2014 einen Hersteller eines elektronischen Löffels übernommen, das dem Zittern von Parkinson-Patienten entgegenwirken soll: Lift Lab wurde in Google X integriert.

Bloomberg zitiert Google X mit der Aussage, es werde sich nicht zu einem Pharmaspezialisten entwickeln. Es bestehe aber großes Interesse, gerade an schwierigen medizinischen Forschungsprojekten teilzunehmen, die völlig neue Ansätze rechtfertigen.

Google X hat auch die Augmented-Reality-Brille Google Glass entwickelt. Mit Project Loon erprobt es Internet-Versorgung entlegener Regionen durch Funkballons in der Stratosphäre, und für selbstlenkende Autos ist es ebenfalls zuständig.

Tags :Quellen:Bild: Dan FarberVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
      1. Wunderbar, sieht gleich ganz anders aus. :-)
        Alles kein Problem, kann jedem mal passieren, dafür hast du ja uns. ;-)
        Schönes WE!

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