Spotify ersetzt Sonys Musikstreaming-Dienst „Music Unlimited“

Sony, (Foto: Reuters)

Am 29. März heißt es weltweit "Schluss" für Sonys Musikstreaming-Dienst "Music Unlimited". Ersatzweise wird im Frühjahr die von Spotify betriebene Streaminplattform "PlayStation Music" an den Start gehen. Diese soll nicht nur auf PlayStation-Konsolen, sondern auch auf den Xperia-Geräten laufen - und zwar in 41 Ländern.

Sony wird seinen Musikstreaming-Dienst „Music Unlimited“ zum 29. März schließen. Als Ersatz wird noch im Frühjahr die Plattform „PlayStation Music“ angeboten, für welchen der japanische Konzern mit Spotify kooperiert. Music Unlimited startete gegen Ende 2010 in Großbritannien und Irland, bevor er auf weitere 17 Länder ausgeweitet wurde. Seither durchlebte der Dienst einige Anpassungen und Integrationen in Sonys verschiedene Mediennetzwerke.“Die Partnerschaft bringt die besten Services in Musik und Gaming zusammen und bietet sowohl den musikbegeisterten Spotify-Nutzern als auch der leidenschaftlichen PlayStation Network Community einen großen Mehrwert. Wir freuen uns, mit Spotify einen erfahrenen Partner an der Seite zu haben, mit dem wir PlayStation Music gemeinsam aufbauen können”, sagte Andrew House, Präsident und CEO von Sony Computer Entertainment.

User des PlayStation-Network werden ihren Account künftig mit Spotify verknüpfen können, um Spotify Premium über PlayStation Network Wallet zu abonnieren. Der Musikkatalog soll über 30 Millionen Lieder und rund 1,5 Millionen Playlists umfassen. Besitzer der PlayStation 3 und 4 sowie von Sonys Xperia-Geräten erhalten über “PlayStation Music” im Rahmen der Kooperation Zugriff auf zahlreiche Funktionen von Spotify. Sie können beispielsweise persönliche Musiksammlungen erstellen, eigene oder Playlists von anderen Nutzern hören und die von Spotify kuratierten Wiedergabelisten verwenden. PS4-Besitzer haben zudem die Möglichkeit, Musik via Spotify während des Spielens im Hintergrund wiederzugeben.

Music-Unlimited-Abonnenten müssen für den letzten Monat vor der Einstellung des Dienstes am 29. März nichts mehr zahlen. Außerdem erhalten sie ab dem 28. Februar einen kostenlosen Testzugang für Spotify Premium.

PlayStation Music wird in nahezu allen Märkten verfügbar sein wie Music Unlimited. Auf der Liste der 41 bedienten Länder finden sich auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Drittanbieter-Streaming-Dienste wie Spotify oder Rdio haben sich in der Vergangenheit oft als beliebter erwiesen als Angebote von Hardwareherstellern. Ein ähnliches Schicksal wie Sonys Music Unlimited ereilte beispielsweise schon 2011 Nokias Ovi Music Unlimited. Sony nimmt allerdings eine Sonderstellung ein, weil es sowohl Hardwarehersteller als auch Medienunternehmen ist. Doch auch das hat ihm letztlich offenbar nichts genützt.

Tags :Quellen:SonyVia:Mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, CNET.de
  1. Hätte Sony Music Unlimited mal nur ins Paket von PlayStation Plus gepackt, wäre dieser Schritt wohl nicht nötig gewesen. Mich als Spotify Nutzer freut es natürlich, endlich in Kürze alle PlayListen auf der PlayStation 4 aufrufen und in den Games abspielen zu können.

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