Nexus 7 (Mobile) erhält OTA-Update auf Android 5.0.2

Android 5.0 (Bild: Google)

Ab sofort können Besitzer des Nexus 7 (Mobile, 2012 & 2013) manuell über OTA-Zip-Dateien den Update-Sprung von Android 4.4.4 KitKat auf Android 5.0.2 Lollipop wagen. Wie beim regulären Over-The-Air-Update gehen dabei die Daten nicht verloren.

Drei Monate sind vergangen, bis Google das Nexus 7 mit Mobilfunkanbindung mit Android 5.0 versorgte. Nun reicht das Unternehmen auch die OTA-Dateien nach, mit der sich das Gerät ohne Datenverlust manuell auf die neueste Version Android 5.0.2 aktualisieren lässt.

Die OTA-Zip-Files für das Update auf Android 5.0.2 werden von Google wie üblich auf seinen Servern bereit gehalten. Nachfolgende Links führen direkt zum Download:

Die Voraussetzung für die Installation des Updates ist im Falle des Nexus 7 mit Mobilfunkmodul jeweils Android 4.4.4 KitKat. Für das Nexus 7 (WiFi) und das Nexus 10 steht das Update übrigens auch schon zum Download bereit.

Eine Installations-Anleitung, die Schritt für Schirrt erklärt, wie man das manuelle OTA-Update durchführt, hält folgender Artikel bereit. Sie zeigt die Aktualisierung am Beispiel eines Nexus 5. Dazu muss der USB-Debug-Modus auf dem Gerät aktiviert und Komponenten des Android SDK heruntergeladen werden.

Bevor das Update durchgeführt wird, sollte beachtet werden, das die neue Betriebssystemversion unter Umständen noch Fehler beinhaltet. Gerade Besitzer des WLAN-Modells des Nexus 7 berichteten anfangs von Problemen. Einige Nexus-7-Besitzer (2012) schrieben beispielsweise, dass sie die Installation des OTA-Updates besser nicht durchgeführt hätten, da ihr Android-Tablet unter Android 5.0 plötzlich ohne Vorwarnung einfriert, neu bootet oder abstürzt. Zudem lässt sich das Smartphone oder Tablet unter Android 5.0 Lollipop nur mit einem Trick komplett lautlos stellen. Davon sind fast alle Lollipop-Geräte betroffen. Dazu muss man die Lautstärke auf Stufe 1 stellen und das Gerät anschließend neustarten. Ansonsten können Nutzer das Gerät nur in den Vibrationsmodus versetzen. Der vermisste Lautlos-Modus soll erst mit Android 5.1 wieder zurückkehren.

Mit dem Update auf Android 5.0.2 hat sich Google allerdings schon einiger Probleme angenommen. Unter Umständen auftretende Leistungseinbrüche sollen beseitigt sein. Dafür soll eine Optimierung der mit Android 4.3 eingeführten TRIM-Funktion sorgen. Sie ist für die Schreib- und Leseperformance von Flashspeicher wichtig und wird laut Google nun häufiger ausgeführt als zuvor. Wird TRIM eine längere Zeit nicht gestartet, kann die Performance des Systems teilweise beträchtlich sinken. Der Grund dafür liegt in den physikalischen Eigenschaften von Flash-Zellen. Flashspeicher lässt sich nur dann ohne Wartezyklen beschreiben, wenn die entsprechenden Zellen leer sind. Werden Programme respektive Daten gelöscht, entfernt das Betriebssystem diese jedoch nur aus dem Inhaltsverzeichnis des Dateisystems. Da der Flash-Controller von diesem Löschvorgang nichts mitbekommt, muss dieser beim erneuten Zugriff auf die Zelle diese erst löschen, bevor er sie beschreiben kann.

Bisher wurde das unter Android für die TRIM-Funktion zuständige Tool fstrim nach Mitternacht ausgeführt. Aber nur dann, wenn das Gerät eine Stunde vorher nicht genutzt wurde und noch 80 Prozent Akkuleistung hat oder mit mindestens 30 Prozent am Ladegerät hängt. Erst dann teilt das Tool dem Flash-Controller mit, welche Daten nicht mehr benötigt werden, sodass dieser in Ruhephasen die nicht benötigten Zellen löschen kann, um sie später wieder ohne Leistungsverlust zu beschreiben. Alternativ lässt sich das Kommando auch manuell mithilfe von Tools wie LagFix starten. Allerdings sind hierfür Root-Rechte nötig. Mit Android 5.0.2 kommt fstrim häufiger zum Einsatz. Laut Google-Entwickler Christopher Tate wird das Kommando nun nach einem Neustart des Geräts durchgeführt, wenn zuvor der entsprechende Hintergrundprozess drei Tage nicht aktiv war. Somit ist gewährleistet, dass die TRIM-Funktion auch bei Geräten aktiviert wird, die regelmäßig vor Mitternacht ausgeschaltet werden.

Abgesehen von anfänglichen Problemen, bringt das am 15. Oktober vorgestellte Android 5.0 Lollipop natürlich auch viele Neuerungen mit. Google führt beispielsweise die neue Benutzeroberfläche “Material Design” ein, die künftig auch für Webanwendungen genutzt werden soll. Sie bietet unter anderem die Möglichkeit, durch Schatten einzelne Elemente optisch hervorzuheben und deren Größe dynamisch anzupassen. Neu sind auch größere weiße Flächen zwischen Elementen sowie zusätzliche Animationen, etwa beim Wechsel zwischen Anzeigen oder Touch-Feedback.

Zu den weiteren Neuerungen von Lollipop zählen ein Energiesparmodus, ein verbesserter Sperrbildschirm, ein “Bitte nicht stören”-Modus, Pop-up-Benachrichtigungen außerhalb der Statusleiste, einen Diebstahlschutz sowie die Laufzeitumgebung Android Runtime (ART), die standardmäßig die aktuelle Dalvik-Software ersetzt. Zudem bringt die OS-Version neue Features wie Nutzerprofile oder Screen-Pinning sowie neue Sicherheitsfunktionen mit. Mit der Smart Lock  genannten Funktion von können Nutzer ihr Gerät auch per Bluetooth und NFC entsperren. Außerdem weitet Google die als Security Enhanced Linux (SELinux) bezeichnete Sandbox für Anwendungen auf den Kern des Mobilbetriebssystems aus. Weitere Informationen hält der Beitrag Google: Android 5.0 Lollipop offiziell vorgestellt bereit.

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Tags :Via:Mit Material von Christian Schartel, CNET.de

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