Akkus in Smartphones – die wichtigsten Fragen und Antworten

(Bild: Shutterstock)

Ohne einen guten Akku ist selbst das beste Smartphone zu nichts zu gebrauchen. Dennoch gibt es rund um die aufladbare Batterie mitunter viele Probleme und auch die richtige Handhabung wirft nicht selten Fragen auf. Wir zeigen dir die hilfreichsten Antworten zur Nutzung, Entsorgung, der Laufzeit an sich und vielen weiteren Punkten.

Das Smartphone und der Akku

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Externer Akku?
Wer seinen Akku nicht jeden Tag an der Steckdose laden kann oder möchte, nutzt am besten einen externen Akku, der über MicroUSB ans Mobilgerät angeschlossen wird und auch für andere Geräte verwendet werden kann.

Für etwa 30 Euro erhält man ein Exemplar, etwa so groß wie das Smartphone selbst, das mit 15.000 mAh 5 bis 8 Mal ein Smartphone laden kann. Für den halben Preis gibt es beispielsweise lippenstoftgroße Geräte mit 3.000 mAh. Allerdings sollte man bei solch einer Lösung bedenken, dass es dann auch zwei Akkus zu pflegen gilt. Bild: Shutterstock
  1. Wieso sind die Akkulaufzeiten zum Teil so schlecht?
  2. Akkulaufzeit verlängern – wie hält das Smartphone länger durch?
  3. Welche Kapazitäten bieten heutige Smartphones?
  4. Lohnt sich ein austauschbarer Akku?
  5. Ist ein festverbauter Akku ein Nachteil?
  6. Wie kann der Akku gewechselt werden?
  7. Wie muss ein Akku entsorgt werden?
  8. Kann der Akku auch mobil aufgeladen werden?
  9. Was muss beachtet werden, wenn der Akku zum ersten Mal auflädt?
  10. Gibt es Tools, die die Akkulaufzeit unterstützen?

pixabay.com © stokpic (CC0 1.0)

 

  1. Wieso sind die Akkulaufzeiten zum Teil so schlecht?

Schlechte Akkulaufzeiten können viele Gründe haben, die sich oftmals nur schwer aufspüren lassen. Mal kann es ein App-Update mit Fehlern sein, ein anderes Mal könnte aber auch eine Systemaktualisierung mit unerwünschten Nebenwirkungen dafür verantwortlich sein. Auch Widgets, die durchgehend Internetverbindungen aufbauen, sind meist einer der Gründe, weshalb der Akku so früh seinen Geist aufgibt.

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  1. Akkulaufzeit verlängern – wie hält das Smartphone länger durch?

Ob Spiele, Internet, Chat oder App-Update, all dies und mehr strapaziert die eingebaute Batterie des Smartphones und sorgt dafür, dass die Akkulaufzeit immer weiter absinkt.

Einige einfache Tricks können jedoch dafür sorgen, dass das Gerät künftig länger durchhält, dafür müssen meist lediglich einige Einstellungen berücksichtigt werden. Zum einen bietet es sich an, die Display-Helligkeit herunterzustellen, denn helle Farben bedeuten mehr Leistungsaufnahme und dementsprechend weniger Akkulaufzeit. Auch das Deaktivieren des WLANs macht beizeiten Sinn, denn dieses bleibt auch aktiv, wenn der Smartphone-Besitzer das Haus verlässt.

Die Standortbestimmung des Smartphones ist ebenfalls nicht immer sinnvoll und notwendig, viele Apps ermitteln im Hintergrund aber genau diese Daten, ohne sie dann sinnvoll zu verwenden – wer also nicht gerade auf sein GPS angewiesen ist, kann es zur Akkuschonung ausschalten.

Weitere wichtige Punkte sind außerdem die Tastatur-Vibration, LTE, automatische App-Updates oder Live-Wallpaper.

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  1. Welche Kapazitäten bieten heutige Smartphones?

Im Vergleich zu früher können heutige Smartphones durchaus einiges leisten, Akkulaufzeiten von bis zu 9 Stunden sind dabei meist der ungefähre Durchschnitt, dies entspricht in der Praxis einer Nutzung von etwa 1,5 bis 2 Tagen. Wird das Handy hingegen sehr wenig genutzt und ist auch in der Nacht mit keinem Netz verbunden, so können aktuelle Smartphones aber auch mehrere Tage durchhalten. In unseren Tests überzeugten vor allem die übergroßen Smartphones mit ausgesprochen langen Akkulaufzeiten von 13 Stunden und mehr.

 

  1. Lohnt sich ein austauschbarer Akku?

Ein austauschbarer Akku hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, insbesondere in frühen Smartphone-Zeiten waren die Akkulaufzeiten schließlich sehr niedrig. Mittlerweile liefern aktuelle Modelle jedoch in der Regel durchaus gute Werte, die einen Otto-Normal-Verbraucher problemlos durch den Tag bringen sollten.

Die größte Befürchtung vieler Nutzer ist jedoch, dass der Akku womöglich im Laufe der Zeit durch die regelmäßige Nutzung an Power verliert und letztendlich teuer vom Fachmann ausgetauscht werden muss. Gerade bei den heutigen Lithium-Ionen Akkus ist diese Angst aber übertrieben, denn selbst nach zwei Jahren regelmäßiger Nutzung ist die Kapazität noch annähernd dieselbe.

Für den Fall der Fälle ist ein austauschbarer Akku zwar dennoch nicht verkehrt, ein absolutes Ausschlusskriterium für den Kauf eines bestimmten Gerätes sollte er aber nicht sein. Übrigens hat auch Gizmodo diesbezüglich eine Umfrage im vergangenen Jahr abgehalten und erstaunliche Ergebnisse erhalten.

 Fest verbauter Akku im Smartphone? Ist mir völlig egal! [Kommentar]

  1. Ist ein festverbauter Akku ein Nachteil?

Zwar sind austauschbare Akkus in der Regel die beliebtere Variante, feste Akkus haben aber auch einige Vorteile. So haben die Designer beispielsweise größere Freiheiten bei der Gestaltung und auch die Rückseite der Smartphones ist in der Regel sehr viel hochwertiger und stabiler verbaut.

Bei einem Diebstahl hat der Dieb außerdem nicht so schnell die Möglichkeit, ohne Hilfsmittel SIM-Karte und Akku zu entfernen – dem Besitzer bleibt also ein größeres Zeitfenster, um auf den Diebstahl mit entsprechenden Software-Tools zu reagieren.

  1. Wie kann der Akku gewechselt werden?

Wenn es an den Wechsel des Akkus geht, weil dieser womöglich kaputt ist, so führt der Weg normalerweise zum Fachmann, der das Gerät problemlos wieder Instand setzen kann. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, den Akku selbst zu wechseln, wenngleich dies natürlich auf eigene Gefahr getan werden muss – und sollte das Gerät dabei kaputtgehen, so steht derjenige letztendlich ohne Garantie da und kann es nicht einfach umtauschen.

Hier sollte also wirklich nur jemand Hand anlegen, der das nötige Knowhow besitzt oder sich das Wechseln selber trotz der Konsequenzen zutraut. Hilfreich können dafür auch passende Videos auf YouTube sein, folgendes Beispiel behandelt etwa das aktuelle HTC One M8:

  1. Wie muss ein Akku entsorgt werden?

Elektromüll darf nicht in den Hausmüll geschmissen werden, auch der Akku eines Smartphones zählt zu dieser Kategorie. Grund dafür ist die Tatsache, dass Akkus sehr gut wiederverwertet werden können, was wiederum der Umwelt zugutekommt.

Für Smartphone-Besitzer bieten sich stattdessen verschiedene Alternativen an, um den Akku zu entsorgen. Einerseits sind Händler, bei denen das Handy gekauft wurde dazu verpflichtet, die Akkus anzunehmen und fachgerecht zu entsorgen, andererseits stehen in vielen großen Supermärkten aber auch spezielle Behälter für Altbatterien bereit.

Zu guter Letzt besteht außerdem die Möglichkeit, den Akku beim nächsten Schrottplatz in den Sondermüll zu werfen. Akkus und weiterer Elektromüll sind außerdem mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet, welches unter folgender Adresse nochmals mit einigen genaueren Informationen zum Batteriegesetz in Augenschein genommen werden kann.

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  1. Kann der Akku auch mobil aufgeladen werden?

Um das Smartphone mobil aufzuladen, eignen sich sogenannte Akku Packs. Diese lassen sich wie ein normaler Akku zuhause aufladen und passen meist bequem in die Hosentasche. Geht das Smartphone dann unterwegs irgendwann aus, können sie einfach mit dem Pack verbunden werden, damit der Akku sich wieder auflädt.

 

  1. Was muss beachtet werden, wenn der Akku zum ersten Mal auflädt?

Hier gehen die Meinungen auseinander, aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass moderne Akkus (also beispielsweise Lithium Ionen Akkus) keine Vorladezeit benötigen. Auch den sogenannten Memory Effekt gibt es bei heutigen Smartphone Akkus nur noch in abgeschwächter Form, wie auch ein Bericht von WinFuture berichtet. Daher kann das Gerät nach dem Kauf im Prinzip direkt genutzt werden. Es ist also nicht schlimm, wenn der Akku nicht erst 24 Stunden geladen wird.

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  1. Gibt es Tools, die die Akkulaufzeit unterstützen?

Tatsächlich gibt es sogar eine ganze Reihe nützlicher Apps, die dabei helfen, Akkulaufzeit einzusparen. Die App Carat für iOS sammelt beispielsweise eine Woche lang Daten der Nutzung und gibt dann Tipps, welches Verhalten die Akkulaufzeit verlängern kann, außerdem enttarnt sie andere Apps, die besonders viel Strom kosten.

Für Android ist hingegen Greenify eine interessante Lösung, denn sie schaltet Anwendungen, die im Hintergrund laufen einfach aus. Das geht übrigens auch direkt mittels Shortcut auf dem Homescreen, sodass nur ein einziger vordefinierter Klick notwendig ist.

Auch für Smartphones mit Windows gibt es entsprechende Tools, hier ist beispielsweise Battery eine gute Wahl. Die App bietet Direktzugriffe auf Verbindungsarten, die an- oder ausgeschaltet werden können. Zudem ist ein tägliches Diagramm zum Verbrauch des Akkus einsehbar.

Bilder: pixabay.com © stokpic (CC0 1.0); Commons.wikimedia.org © J. Ash Bowie CC BY-SA 3.0

 

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  1. Netter Artikel, aber sprachlich ist das kein Hochgenuss. Ich empfehle, nicht ständig Hauptsätze mit Koammata zu verbinden (um ein Beispiel zu nennen). Bitte noch ein bisschen üben oder einfach im nachhinein erneut durchlesen.

  2. Akkus die nicht herausgenommen werden können,
    verursachen oft Geräte- Totalschaden durch elektrolytische Vorgänge,
    wenn Feuchtigkeit ins Gerät gelangt.

    Daher falls möglich, bei Feuchtigkeit im Gerät,
    sofort den Akku raus nehmen, um elektrolytische Vorgänge zu stoppen.
    Dann nicht zu heiß trocknen. Meistens funktioniert Gerät danach weiter.

    Den Nachteil dass Akku auf längeren Reisen leer wird, kann man inzwischen gut mit externen microUSB- Akkupacks entgegnen.

    Fest eingebaute Akkus verkürzen auch oft die Lebensdauer der Geräte (ggf. geplante Obsoleszenz),
    weil Akkuaustausch durch Hersteller / Service oft zu Wucherpreisen abgerechnet werden.
    (Bei mir hält ein Oberklasse- Smartphone mit Wechselakkus gut 4 Jahre. Und mit dem modernsten SchickiMicki zu Blenden habe ich nicht nötig)

    Meiner Ansicht nach, rechtfertigen diese Nachteile NICHT, die minimal dünnere Bauweise, und die kleinen Vorteile bei GPS- Geräteortung.
    (Schlauere Handy- Diebe könnten SIM- Fach mit Büroklammer / Nadel öffnen, oder Gerät in Flugmodus schalten…)

  3. Hatte bis vor kurzem ein HTC Desire in Gebrauch, der Akku war über drei Jahre in permanenter Nutzung !
    Mittlerweile musste ich es jeden Tag an das Netzteil anschließen … deshalb habe ich mir ein neues Smartphone zugelegt!

    Gruss Tom

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