Radiopaedia: Wo Ärzte seltsame rektale Funde teilen

(Bild: Radiopaedia)

Die meisten von uns kennen Wikipedia. Radiologen haben Radiopaedia. Wer sich durch ein wenig klinischen Kauderwelsch arbeitet, entdeckt wofür das Portal wirklich ist: Eine unglaubliche Sammlung von Bildern, die zeigen, was Röntgenaufnahmen bereits im Rektrum von Patienten für verrückte Gegenstände sichtbar gemacht haben. Darunter sicher einige "Ich bin ausgerutscht"-Momente.

Radiopaedia wurde 2005 von Dr. Frank Gaillard während seiner Ausbildung zum Radiologen in Australien gegründet. Wie jeder Arzt oder jeder andere, der in seiner Freizeit mit medizinische Fälle beschäftigt, weiß, kommt es in Krankenhäusern nicht selten zu wirklich verrückten Ereignissen. Radiopaedie ist dient daher als Lehrplattform, um Ratschläge und Erkenntnisse aus der Radiologie zu teilen. Aber der Unterhaltungsfaktor ist auch nicht ganz zu verachten.

(Bild: Radiopaedia)

Die Seite ist nicht unbedingt einladend, besonders für Symptome googelnde Hypochender. Eine Warnung verweißt darauf, dass „diese Seite sich an Mediziner und Radiologen richtet und von Ärzten geteilte Beiträge enthält, die Material enthalten, das auf Laien verstörend wirken kann“, was so viel bedeutet wie: „Verzieht euch, Sterbliche!“ Beschäftigt man sich allerdings eine Zeit lang mit den Beiträgen, erkennt man einen gewissen Radiologenhumor.

Dr. Gaillard selbst ist für viele der frühen Bilder der Seite verantwortlich und versieht diese oftmals mit einer ironischen Randbemerkung. Wie in diesem Bild unten (links), bei dem sich eine Deodorantflasche im Rektum des Patienten befand. Die Bemerkung dazu lautet: „Es ist schon ein bisschen mehr notwendig, um für angenehme Gerüche zu sorgen.“ Oder die Notiz zum rechten Bild, bei dem sich eine Aubergine verirrt hat:

„Die Form der Aubergine führt dazu, dass das Objekt, sobald sein Äquator den Schließmuskel überschritten hat, immer weiter nach oben verschwindet. Wenn das passiert… nun, dann bedeutet dies einen peinlichen Besuch in der Notaufnahme oder vielleicht einer örtlichen Gärtnerei.“

(Bild: Radiopaedia)

Die Liste der gefundenen Gegenstände ist lang: Hühnereier, Butt Plugs, Gummifäuste, Instant-Kaffee-Gläser, diverse Gemüsesorten, Küchenmörser, Flaschen oder Nachfüller für Gasfeuerzeuge. Was des einen Leid, ist des Radiologen Freud oder wie Dr. Gaillard es ausdrücken würde: „Es gibt keinen Ort, an dem man besser das Aroma der Arabica-Bohne bewahren könnte.“

 

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Tags :Quellen:RadiopaediaVia:Gizmodo.com

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