Swatch kündigt Konkurrenzprodukt zur Apple Watch an

(Bild: Apple)

Der schweizer Uhrenhersteller Swatch will binnen der nächsten drei Monate eine eigene Smartwatch auf den Markt bringen. Die Uhr soll mit Android- sowie Windows Phone-Geräten kompatibel sein und mit langen Akkulaufzeiten punkten. Wie Nick Hayek, Swatch-CEO, im Gespräch mit Bloomberg ankündigte, werde die Smartwatch über die Nahfunktechnik NFC kommunizieren.

Die Smartwatch der Schweizer soll außerdem eine Bezahlfunktion beinhalten. Besonders erstaunt die Aussage Hayeks, der Akku der Uhr müsse nicht geladen werden. Wie das umgesetzt werden soll, blieb bislang aber außen vor. Dass sie auch zu Apple-Geräten kompatibel sei, erwarte Hayek nicht. Zwischen den beiden Herstellern gab es im Übrigen schon im Frühjahr 2014 Zwist, als sich Swatch gegen Apples vermeintlichen Markennamen iWatch zur Wehr setzte.

Dem Bericht zufolge ist Hayek bereit, es mit Apple und dessen Apple Watch (siehe Bild) aufzunehmen, die ab April erhältlich sein soll. Bloomberg zitiert zudem eine Prognose der Citigroup aus dem vergangenen Jahr, wonach der Markt für Smartwatches bis 2018 ein Volumen von 10 Milliarden Dollar erreichen soll. Die Analysten erwarteten auch, dass die Hälfte der Smartwatch-Käufer Träger traditioneller Armbanduhren sind.

Die 1983 gegründete Swatch Group ist vor allem für ihre günstigen Uhren bekannt, mit denen sie ursprünglich gegen die Billig-Konkurrenz aus Asien antrat. Inzwischen gehören auch zahlreiche Traditionsmarken wie Blancpain, Glashütte Original, Omega, Longines und Tissot zum Konzern. Letztere bietet schon länger Uhren mit berührungsempfindlichen Bedienelementen und Funktionen wie Höhenmeter, Kompass und speziellen Sensoren für Taucher an.

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte gegenüber CNET den Einstieg in den Markt für Smartwatches. “Swatch wird in den nächsten zwei bis drei Monaten eine neue Generation seiner Swatch Smartwatch herausbringen. Zu den Funktionen gehören Kommunikation, mobile Bezahlungen bei Einzelhändlern wie Migros und Coop und Anwendungen, die mit Windows und Android funktionieren – ohne dass die Uhr aufgeladen werden muss. Außerdem wird Swatch am Monatsende die neue Swatch Touch präsentieren.”

Zu Preisen und Verfügbarkeit machte der Sprecher keine Angaben. Die Nennung der Schweizer Handelsketten Migros und Coop könnte allerdings ein Hinweis darauf sein, dass die Smartwatch anfänglich nur in der Schweiz erhältlich ist oder bestimmte Funktionen wie der mobile Bezahldienst nur dort unterstützt werden.

Noch vor zwei Jahren hatte Hayek das Konzept der Smartwatch abgelehnt. Das Zifferblatt einer Uhr sei für Kommunikation zu klein. Außerdem müssten die Uhren zu häufig geladen werden. Gegenüber Bloomberg betonte er jedoch, dass sein Unternehmen auch Patente für Akkus besitzt, die auf neuen Materialien basieren und eine deutlich längere Laufzeit ermöglichen. Sie müssen allerdings erst noch zur Marktreife geführt werden.

Tags :Quellen:Bild: AppleVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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