Minilabor für Smartphones untersucht Blut auf sexuell übertragbare Krankheiten

(Bild: Gizmodo.com)

Neben dem Hoverboard gibt es nur wenige andere Sci-Fi-Erfindungen, an denen so fleißig gearbeitet wird wie an dem Tricorder aus Star Trek. Portable, einfache Diagnosegeräte wurden schon seit Jahren versprochen, die erfolgreiche Entwicklung eines solchen ist sogar hoch dotiert. Das nachfolgende Gerät ist zwar von einem Tricorder noch weit entfernt, doch kann es bereits Blut auf ein paar sexuell übertragbare Krankheiten untersuchen.

Das Minilabor kann einige wenige Zustände diagnostizieren und existiert immerhin auch schon außerhalb des Labors. Entwickelt wurde das Gerät durch ein Team von Columbia Engineering und kam bereits einige Zeit lang bei Gesundheitsuntersuchungen in Rwanda zum Einsatz. Der Aufsatz erkennt HIV- oder Syphilis-Antikörper mittels einer Methode, die Immunoassay genannt wird.

Medizinisches Personal muss dabei einfach den Finger des Patienten anstechen und das Blut auf einen Träger bringen. 15 Minuten nachdem dieser in das Minilabor geschoben wurde, steht das Ergebnis fest. Während der Benutzung werden auf dem Bildschirm Anweisungen zum weiteren Verfahren eingeblendet, was den Ausbildungsaufwand für das Gerät reduziert. Und das beste: das Minilabor für das Smartphone ist erschwinglich – geschätzt werden etwa 34 Dollar pro Einheit.

Tags :Quellen:Columbia EngineeringVia:Gizmodo.com
  1. Für „dritte Welt“ sehr hilfreich.
    Oder vor Bluttransfusionen.
    Oder für „One-Night-Stands“.
    Oder auch für Sex-Touristen…

    Aber wie sind die effektiven Kosten für ein Test?
    Kostet 34 $ nur ein Test?
    Oder kostet 34 $ das Minilabor, das mehrmals testen kann?
    Wie oft kann mit einen „Minilabor“ getestet werden?
    Wenn das „Minilabor“ mehrmals verwendet werden kann, wie sind die Kosten für eventuell benötigte Reagenzien für jede weitere Messung?

    Soll kompatibel sein für Androide und iPhone:
    http://engineering.columbia.edu/smartphone-finger-prick-15-minutes-diagnosis%E2%80%94done-0

    1. PS:
      Ein Test könnte eventuell mehrere Personen testen,
      wenn Blut von allen zu einen Mess-Tropfen vermengt wird.
      Das würde für dritte Welt helfen Kosten zu sparen,
      besonders wenn dann, wenn nur ein einziger Test 34 $ kosten sollte…
      Ein Test für ganzes Dorf…
      Sollte Test positiv ausfallen, könnte man den/die Infizierte/n,
      durch approximativen Annäherung mit wenigen weiteren Tests eingrenzen.

      Und vor „One-Night-Stands“ könnten so auch alle Beteiligten mit nur einen Test getestet werden…

      1. Keine Gute Idee, da man durch dieses zusammenmixen nicht weiß wieviele erkrankte es tatsächlich gibt ergo müsste man wieder alle einzeln testen.

        1. @Aless
          Wenn der „Blutmix“ negativ ist, könnte man sich weitere (ggf. teure Tests) sparen.
          Nur wenn „Blutmix“ positiv ist, wären weitere Test erforderlich,
          deren Anzahl mit approximativen Annäherung ebenfalls minimiert werden könnten.

          Ist kein Problemen, in „reichen“ Westeuropa wo die Krankenversicherungen es meistens zahlen, aber für „dritte Welt“ wäre es durchaus relevante Kosteneinsparung.

      2. Ob technisch und medizinisch der Test überhaupt noch funktionieren würde, wenn man Blut mehrerer Personen mischen würde, kann hier keiner beantworten.

        Jedoch wenn man nur etwas sich mal über die Verbreitung von HIV und Syphilis in Afrika ansieht, dann ist deine Idee schon sofort hinfällig. Bei Syphilis geht man je nach Region in Afrika von bis zu 14% aller Erwachsenen aus und für Aids sogar bis zu 28% der Erwachsenen. Würdest du mixen, würde diese Test vermutlich fast immer positiv für mindestens eine der getesteten Krankheiten ausfallen, also müsste man dann doch alles noch mal prüfen und erneut Blut abnehmen.

        1. Nicht unbedingt erneut Blut abnehmen.
          Man könnte Blut jedes Probanden in einer Micropipette aufbewahren, für eventuell notwendige weitere Tests.
          Ein Test soll nur 15 Minuten dauern.
          (Vorausgesetzt das Blut ist auch nach der Aufbewahrungsdauer Testtauglich…)
          Bei Folgemessungen müsste Blut von Teilgruppen so intelligent vermixt werden, das minimale Anzahl der Tests notwendig werden.
          (Selbst bei 25 % Positiven, könnte man mit diesen Verfahren Tests einsparen,
          gegenübner Einzeltests)

  2. Am Beispiel der Wahrscheinlichkeiten für einige Länder des südliche Afrikas, ist die Wahrscheinlichkeit das bei diesem kombinierten Test jemand Positiv getestet wird grösser als ein Drittel. Statistisch geht sich das ganze also bei diesem Tests nicht aus wenn man Proben kombinieren würde.

    Aber so oder, deine Gedanken zur Kostensenkung würde ja auf jedes Labor und jeden Test anwendbar sein, die mehr als eine Probe zu testen hätten, und warum macht man das nicht generell?? Ich denke deine Idee wurde schon öfters durchdacht und verworfen…

    1. Labore und Ärzte haben kein Interesse Test einzusparen, den jeder Test bedeutet Profit,
      den Krankenkassen und damit Beitragszahler finanzieren.
      Und wenn Tests über Labor abgewickelt werden, dauert es viel länger als mit Testmöglichkeiten Vorort, wobei vermutlich die Aufbewahrungsdauer der Blutproben, für eventuelle Folgetest, überschritten wird.

      In DE & Co, sind Viele auch erzogen streng nach Anleitung zu handeln und diese Ordnung nicht zu hinterfragen.
      Oft ist es auch Angst vor Haftung bei Abweichungen, daher Dienst nach Vorschrift, ohne Experimente.

      Den fehlt auch Mut und die Fähigkeit zum „lateralen Denken“:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Laterales_Denken.

      PS: Weitere Anwendung wäre, im Rot-licht Betrieben, die gesamte Belegschaft täglich / wöchentlich so mit nur einen Test zu testen. Mit einen Treffer, ließen sich mehrere Aids- Neuerkrankungen an nur ein einen Tag einsparen. Und die würden in allen Folgejahren Millionen kosten.

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