Microsofts ICE 2.0 macht aus Videos Panoramafotos

(Bild: Stephen Shankland / CNET)

Wenn man Panoramen mit der Hand aufnimmt, entstehen oft Lücken im fertigen Bild. Microsofts kostenlos Software ICE 2.0 kann diese Lücken ausfüllen und außerdem 360 Grad-Panoramen erzeugen sowie aus Videos Rundumbilder erzeugen.

Microsoft hat ein Update für seine Windows-Software Image Composite Editor (ICE) vorgestellt. Version 2.0 kann nicht nur aus Videoschwenks Panoramen erzeugen sondern auch Lücken im Bild schließen sowie 360 Grad-Panoramen erzeugen.

ICE wird von der Computational Photography Group der Microsoft Labs erstellt. Unter Computational Photography ist jede Anwendung zu verstehen, die ein Bild aus mehr als einer Vorlage errechnet – also etwa auch High Dynamic Range, das helle und dunkle Bereiche zweier Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung kombiniert. Auch eine nachträgliche, künstliche Erhöhung der Schärfe gilt bisweilen schon als Computational Photography.

Einfache Panorama-Tools hat heute jedes Smartphone, und ein HDR-Werkzeug bringt beispielsweise auch Adobe Photoshop mit, bei Fotografen sind aber vor allem Spezialwerkzeuge wie HDRsoft Photomatix Pro, Oloneo PhotoEngine und Nik HDR Efex Pro beliebt. Letzteres wurde im Jahr 2012 durch Google übernommen.

Für Microsofts Computational-Photography-Team ist laut Manager Matt Uyttendaele das Smartphone der interessanteste Ansatzpunkt, besonders seit Fotoprogramme auf die Rohdaten des Bildsensors zugreifen und sie komplett eigenständig verarbeiten können. “Erstmals haben wir wirklich eine programmierbare Kamera. Die Menge an Verarbeitung, die wir schon bei der Bilderstellung anwenden können, macht den Weg frei für zahlreiche coole Anwendungen.”

Uyttendaele sieht auch Ansatzpunkte, die Autovervollständigen-Funktion von ICE weiter zu verbessern, die bisher hauptsächlich bei blauem Himmel überzeugend arbeitet. “Man könnte das Web nach Pixeln durchsuchen, die eine geeignete Füllung ergeben”, sagt er.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDnet.de]

Tags :Quellen:CNet.comVia:ZDNet.de

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