Apple Pay über den Wolken

(Bild: Apple)

Apples mobiles Bezahlsystem scheint ein großer Erfolg zu sein - immer mehr Partner ermöglichen das Bezahlen per iPhone. Nun macht als erste Fluggesellschaft JetBlue Airways mit. Passagiere an Bord können mit ihrem Handy bezahlen - standesgemäß an einer iPad-Mini-Kasse.

In den Flugzeugen von JetBlue Airways können Nutzer des iPhone 6 und des iPhone 6 Plus bald Speisen, Getränke und ähnliches, was die Kabinencrew anbietet, bargeldlos bezahlen. Auch ein Upgrade in eine bessere Klasse kann der Kunde so bezahlen.

Die Zeitung USA Today hat von der Partnerschaft berichtet und Apples Senior Vice President Eddy Cue dazu befragt: “Wenn einer sich für etwas entscheidet, übt das Druck auf seinen Nachbarn aus.” JetBlue werde also wohl nicht lange die einzige Fluglinie bleiben, die Apple Pay akzeptiere, erklärte er. Zudem werde ab April auch Bezahlen mit einer Apple Watch unterstützt werden.

JetBlue Airways kommentierte, es habe frühere Bezahlterminals ausgemustert und durch mit NFC-Chips ausgestattete aktuelle iPad-Mini-Modelle (3. Generation) ersetzt. Eine fürs Servicepersonal konzipierte App verrate Stewardessen und Stewards zudem, ob ein Passagier Vielflieger sei oder zufällig Geburtstag habe. 3500 iPads wurden angeschafft. Sie mussten zuvor extra von der Federal Aviation Administration für den Einsatz in der Luft genehmigt werden.

Der Bezahldienst kann ab nächster Woche in der Luft genutzt werden, und zwar zunächst auf Inlandsflügen zwischen New York und Los Angeles sowie San Francisco. Bis Juni will die Fluglinie das Angebot auf alle ihre Flüge ausweiten. Irgendwann im dritten Quartal soll zudem eine eigene App von JetBlue über Apple-Pay-Unterstützung verfügen.

Der Bezahldienst erfordert keine Verbindung zum Internet, auch wenn JetBlue seinen Passagieren ein WLAN anbietet. Auf Nachfrage durch USA Today bestätigte JetBlue Airways, eine Unterstützung von Google Wallet oder anderen Mobilbezahldiensten sei “in Arbeit”.

Apple-Vize Cue zufolge sind Automaten eine der größten Chancen von Apple Pay: von Waschmaschinen bis hin zu Parkschein- und Getränkeautomaten. “Viele Leute tragen lieber kein Bargeld mit sich herum oder wollen sich zumindest darüber keine Gedanken machen”, sagte er mit Hinblick auf die USA. Hingegen seien öffentliche Nahverkehrssysteme wie U-Bahnen eher ein langfristiges Projekt: Jedes sei anders, es gebe unterschiedliche Lokalregierungen und das System müsse erst finanziert werden. “Solche Dinge bewegen sich langsamer, als Sie und ich sich das wünschen.”

Apple Pay hat in den USA bisher rund 750 Bankpartner gewonnen. 2015 wird daher nach Ansicht von CEO Tim Cook “das Jahr von Apple Pay“. Auch eine Expansion nach Europa ist geplant.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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