Das Ende naht: Ciao, Rapidshare

(Bild: Rapidshare)

Der Filehoster Rapidshare ist am Ende. Ende März wird der Dienst eingestellt und die Daten gelöscht. Rapidshare war mehrmals ins Kreuzfeuer geraten, weil über den Dienst auch viele illegale Kopien verbreitet wurden.

Rapidshare ist ein sogenannter Filehoster. Auf die Plattform können Nutzer Dateien hochladen und sie mit anderen teilen. Rapidshare verlangte dafür im Basisbetrieb kein Geld. Nur wer mit voller Geschwindigkeit herunterladen wollte, musste zahlen. Rapidshare startete 2004 und wurde oft beschuldigt, ein Mekka für Raubkopierer zu sein.

Das Unternehmen setzte sich im April 2012 gegen die Anschuldigung zur Wehr, dass Filehoster per se das Urheberrecht verletzten. Zugleich distanzierte es sich von dem von Kim Dotcom gegründeten Konkurrenten Megaupload, der Ende Januar 2012 vom FBI geschlossen worden war. Megauploads Ansatz bei Internetpiraterie sei “sehr weit weg von dem, was wir tun und wofür wir stehen”, betonte Rapidshare damals.

Zwar war es als Serviceprovider zunächst von der sogenannten Störerhaftung für Urheberrechtsverletzungen durch seine Nutzer befreit und musste illegale Inhalte erst auf Hinweis löschen, doch mit zunehmendem Druck durch Rechteinhaber und Behörden musste Rapidshare immer mehr Aufwand betreiben, um die rechtlichen Auflagen zu erfüllen. Um einen effektiveren Schutz vor der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials zu gewährleisten, führte es im November 2012 schließlich ein neues Datentraffic-Modell ein – und wurde dadurch für Filesharer mit einem Schlag uninteressant.

Kern der neuen Strategie war die Limitierung des ausgehenden Datenverkehrs, der durch das Herunterladen von Dateien über im Internet veröffentlichte Download-Links entsteht. Für Free-User galt eine Traffic-Grenze von 1 GByte pro Tag und für zahlende Premium-Kunden von 30 GByte pro Tag.

Als die Nutzerzahlen daraufhin einbrachen, versuchte sich Rapidshare als Cloudspeicher-Anbieter nach dem Vorbild von Dropbox, jedoch ohne Erfolg. Zum 1. Juli 2014 stellte es sein kostenloses Standard-Angebot mit 10 GByte Speicherplatz ein. Die verbleibenden Pakete “Standard Plus” mit 300 GByte für monatlich 49,99 Euro und “Premium” mit 700 GByte für 99,99 Euro pro Monat sind um ein Vielfaches teurer als Konkurrenzangebote. Beispielsweise bieten Dropbox oder Google Drive bereits für 10 Euro beziehungsweise Dollar im Monat 1 TByte Speicherplatz an. Diesem Preisdruck ist Rapidshare nun offenbar nicht mehr gewachsen und stellt daher seinen Geschäftsbetrieb ein, nachdem es im Mai 2013 bereits drei Viertel seiner Mitarbeiter entlassen musste.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Quellen:ZDNet.de
  1. Mal ehrlich, ich habe noch nie etwas auf RapidShare heruntergeladen was nicht illegal war – wenn was heruntergeladen wurde. Seien es Filme, Programme oder Spiele. Megaupload wie Rapidshare und einige andere waren doch die Sümpfe worüber alles lief. Das war deren Geschäftskonzept. Dotcom stand dazu und wurde bestraft. MU, RS etc. haben ausgedient seit die Streamingplattforme besser wurden und es Cloud Dienste gibt, falls jemand unbedingt mehrere GB Datei ins Netzt laden muss zum teilen.

    Ich Spiele nicht mehr, deshalb brauche ich keine Games herunterzuladen, und Filme würde ich mir online an auf diversen .to Seiten anschauen. Wo früher Link für Download von Megaupload, Rapidshare und Co. waren sind heute Links zu Streaming Seiten. RS hätte umsteigen und umdenken müssen, wenn sie überleben wollten. Heute kann man für 6-7 EUR legal Filme streamen auf Handy, PC oder TV.

    Goodbye RS, wir werden dich nicht vermissen.

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