Test: Orbotix Ollie by Sphero [Testvideo]

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Der Orbotix Ollie by Sphero wird via Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet gesteuert, soll bis zu 20 kmh schnell werden und jede Menge Stunts beherrschen. Wir haben für euch den knapp 100 Euro teuren Sprint-Zylinder Orbotix Ollie by Sphero im Test durch einen verschneiten Skate-Park gejagt.

Ollie by Sphero

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Als Kind liebte ich funkferngesteuerte Autos. Doch auch heute geht von allem, was man fernsteuern kann, eine gewisse Faszination aus. Umso mehr freute ich mich, den Orbotix Ollie by Sphero testen zu können.

Orbotix Ollie by Sphero tanzt durch den im Videotest

Das erste Mal kam ich auf der IFA 2014 mit dem Ollie in Kontakt. Der etwa kaffeetassengroße Zylinder besitzt zwei Räder und kann über Bluetooth mit dem Smartphone / Tablet gesteuert werden. Die Besonderheit: Er soll dabei Geschwindigkeiten von über 20 kmh erreichen.

Vorausgesetzt es ist genügend Platz und eine verhältnismäßig glatte Oberfläche vorhanden. Ich empfehle auf jeden Fall, den Orbotix Ollie by Sphero ausreichend Auslauffläche zu geben, erst dann entfaltet er sein volles Spaßpotential. Spaßig ist er dank seiner bunten LED-Beleuchtung auch in der Nacht.

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Mit einer Ladung kann man den Ollie knapp eine Stunde über den Asphalt jagen, für eine volle Aufladung über den microUSB-Port vergehen etwa drei Stunden. Wie der offene microUSB-Port schon vermuten lässt, ist der Ollie nicht wasserdicht. Das ist gerade bei einem Gerät, das im Freien den meisten Spaß bringt, sehr schade.

Standardmäßig werden zwei blaue Gummireifen mitgeliefert. Besonders bei Fahrten im Freien sollten diese für einen besseren Grip am Orbotix Ollie angebracht werden. Für den Ollie steht übrigens jede Menge Zubehör bereit. Neben den Reifen in allen Farb- und Profilvarianten über Radkappen bis hin zu Rampen steht hier einiges zur Auswahl. Übriges kann man auch ohne Reifen fahren. So lassen sich mit ein bisschen Übung Slides durchführen.

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Konnektivität & Kompatibilität

Der Orbotix Ollie by Sphero verbindet sich via Bluetooth mit Android- und iOS-Geräten. Wie von Bluetooth gewohnt geschieht das nicht immer ganz reibungsfrei. Während es mit dem Apple iPad nur sehr gelegentlich zu Verbindungsabbrüchen kam, verweigerte der Ollie mit den Android Gerät Huawei Mate 7 Anfangs komplett die Zusammenarbeit. Nach einigen Wiederholungen ging es dann.

Die Anforderungen an das zu koppelnde Smartphone sind recht hoch. So setzt die Ollie App iOS 7.0 oder höher, sowie Android 4.4.2 oder höher voraus. Damit grenzt es ältere Smartphone-Modelle leider aus. Windows Phone wird übrigens gar nicht unterstützt. Hier siehst du, ob dein Gerät unterstützt wird. 

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Ollie App

Hält man das Smartphone / Tablet hochkant, befindet man sich im Einhandmodus. Sobald man in den Landscape-Modus wechselt, erscheint neben dem Steuerungsfeld ein weiteres Feld für Stunts. Wenn man über dieses Feld wischt und klopf führt der Orbotix Ollie by Sphero verschiedene Tricks aus. Einen der einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Tricks löst man aus, indem man von oben nach unten wischt und den Screen gedrückt hält. Nun wirbelt der Ollie wie ein rolliger Derwisch über den Untergrund.

Die App zeigt unter “Hilfe” alle möglichen Tricks und Stunts an. Ähnlich wie bei einem Videospiel müssen die einzelnen Tricks erst erlernt werden. Orbotix verriet mir im Gespräch, dass nach einiger Zeit neue Stunt freigeschaltet werden sollen. Davon merkte ich im Test allerdings wenig.

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Etwas nervig fand ich, dass der Orbotix Ollie by Sphero nach heftigen Stunts häufig die Orientierung verlor und muss neu kalibiert werden musste. Nur dann fuhr er wieder in die gewünschte Richtung.

Die Steuerung über die App ist nicht so einfach, wie man anfangs vermutet. Allerdings merkt man hier eine deutliche Lernkurve. Nach etwa 30 Minuten hatte ich es relativ gut raus den kleinen Sprint-Zylinder nicht andauernd ungewollt irgendwo dagegen knallen zu lassen.

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Zwar wurde das in dem Test nicht ausprobiert, aber es soll dennoch nicht unerwähnt bleiben. Ähnlich den Orbotix Sphero Ball gibt es dank einer offenen API einige Apps von Drittanbietern, die nochmal Abwechslung in den Racing-Alltag bringen könnten.

gizrank 35 Sterne

Fazit

Was so einfach aussieht, ist es in Wirklichkeit nicht. Den Orbotix Ollie by Sphero komplett unter Kontrolle zu bekommen und dann vielleicht hier und da noch ein paar Tricks einzustreuen bedarf einiges an Übung. Aber vielleicht macht auch genau das den Reiz des Spielzeugs aus. Für Kinder und Junggebliebene mit dem nötigen Ehrgeiz könnte der Ollie sich viele zu Lieblingsspielzeug entwickeln.

Gut finde ich die recht lange Akkulaufzeit von einer Stunde. Auch gefallen mir die extrem robuste Verarbeitung, die Individualisierbarkeit und die große Anzahl von teilweise schwierig auszuführenden Tricks. Die Geschwindigkeit ist für so ein kleines Gerät wirklich in Ordnung, ohne mich jedoch von den Socken zu hauen.

Auf der Negativseite sehe ich den recht hohen Preis von knapp 100 Euro. Außerdem ist der Ollie leider nicht wasserdicht, was bei einem Outdoor-Gerät richtig ärgerlich werden kann. Der Ollie ist auch recht laut. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, mit der App wäre noch mehr möglich gewesen. So hätte ich mir zum Beispiel Challenges gewünscht. Oder man muss sich tatsächlich jeden Trick einzeln frei schalten, Geschwindigkeitsrekorde schlagen, extrem lange in der Luft bleiben. Das wurde zwar so ähnlich von Orbitix versprochen, ich zumindest sehe davon leider nichts in der App. Aber hier könnte zumindest Apps von Drittanbietern Abhilfe schaffen. 

Orbotix Ollie by Sphero tanzt durch den im Videotest

Pro / Con

plusOrdentliche Akkulaufzeit

plusGute Verarbeitung

plusViele Stunts

plusAnsprungsvolle Lernkurve

minusTeuer

minusNicht wasserdicht

minusRecht Laut

minusApp könnte mehr spielerische Elemente bieten

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