Test: MiP – Der Segway-Roboterfreund [Testvideo]

MiP WowWee (Bild: Gizmodo)

Der kleine Roboter MiP balanciert wie ein Segway auf zwei Rädern, reagiert auf Gesten, tanzt, trägt Sachen durch die Gegend und lässt sich per App sogar fernsteuern. Hält die Roboter-Revolution mit dem MiP in deiner Wohnung Einzug? Wir haben den MiP für dich im Test durch die Gegend geschubst.

MiP WowWee

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MiP - Der Segway-Roboter

Viele sind sich sicher: Humanoide Roboter werden in Zukunft zu unseren Alltag gehören. Sie erledigen den Haushalt, unterhalten uns und bringen uns Getränke. Könnte der kleine 100 Euro teure MiP Roboter schon der erste ernstzunehmende Roboterfreund sein?

Im Video zeigen wir einzelne Funktionen des MiP

Optik & Verarbeitung

Rein optisch macht der MiP-Roboter von WowWee einiges her. Er besteht komplett aus hochwertiger Plastik, macht insgesamt einen ordentlich verarbeiteten Eindruck. Trotzdem würde ich es eher vermeiden, ihn zum Beispiel von der Tischkante zu stoßen. Dadurch könnte seine feine Mechanik Schaden nehmen.

MiP WowWee (Bild: Gizmodo)

Denn gerade die dem Segway ähnliche Balance-Technik erzeugt beim MiP den größten „Wow“-Effekt. Nachdem der MiP eingeschaltet wurde, balanciert der Roboter mit einer erstaunlichen Sicherheit aufrecht auf seinen zwei Rädern. Auch kleine Stupser gleicht er mühelos aus.

Der MiP kommt mit zwei Armen, die dank kleiner Scharniere manuell bewegt werden können. Seine Augen leuchten Blau, dahinter befinden sich Infrarot-Sender. Auf seiner Stirn versteckt sich ein Infrarot Empfänger, ganz oben auf dem Kopf ein Mikrofon.

Hinter den drei Schrauben auf seinem Rücken befindet sich das Fach für vier nicht mitgelieferte AAA-Batterien. Direkt darunter ein Ein- / Aus-Schalter und ein Lautsprecher.

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Sieben verschiedene Modi

Auf seiner Brust prangt eine daumennagelgroße LED, deren Farbe einen der sieben Modi symbolisiert. Man wechselt zwischen den Modi hin und her, indem man den MiP anhebt und ein einem Rad dreht. In den Modi reagiert er auf Handgesten, steuert frei durchs Zimmer, tanzt, erlernt Tricks und lässt sich dank mitgeliertem Tablett mit Gegenständen beladen. Die verschiedenen Modi sind dabei mehr oder weniger spaßig und sinnvoll. Die interessantesten Modi seht ihr im Video.

MiP WowWee (Bild: Gizmodo)

Nochmal deutlich mehr Fähigkeiten erlangt MiP durch die entsprechende Android- bzw. iOS-App. So kann man den MiP nun dank der App fernsteuern, eine Route bestimmen, die der MiP dann nachfährt und einiges mehr.

Richtig cool stelle ich mir die Lasertag- und Box-Option vor. Damit können sich zwei MiPs gegenseitig bekämpfen. Leider hatten wir keinen zweiten MiP um das auszuprobieren.

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Fazit

Ist der MiP die Roboterrevolution fürs eigene Heim? Ganz klar: „Nein“. Ist der MiP ein sinnvolles Spielzeug? Auch diese Frage würden wohl einige kopfschüttelnd mit „Nein“ beantworten. Ich für meinen Teil finde den MiP jedoch durchaus faszinierend. Schon erstaunlich, dass die eigentlich so teure Segway-Technik in so ein kleines Spielzeug passt.

Ich hatte Spaß damit, den MiP mit dem Smartphone meinem Hund hinterher zu jagen. Auch das Objekte stapeln auf seinem kleinen Tablet hat mir Freude bereitet. Dennoch hinterlässt der MiP bei mir trotz aller Technikbegeisterung den Eindruck, dass noch deutlich mehr drin gewesen wäre. Er besitzt zum Beispiel kein bisschen eigene KI, er reagiert nicht immer zuverlässig auf Gesteneingaben und der Trick-Modus ist – nunja – tricky.

Der MiP kann sich frei auf kleinstem Raum bewegen, besitzt Infrarot-Sender und -Empfänger, ein Mikrofon, sowie Lautsprecher und Bluetooth. Alles, was man für ein unglaubliches Spielerlebnis bracht! Das einzige, was noch fehlt, sind fähige Entwickler. Vielleicht wäre es von WooWee eine gute Idee ähnlich wie Orbitix bei seinem Ollie (hier gehts zum Test) Entwickler-Tools bereit zu stellen. So könnte sich bald eine große Community mit aberwitzigen MiP-Programmen bilden.

plusBeeindruckende Technik

minusVerschenktes Potenzial

Im Video zeigen wir einzelne Funktionen des MiP

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