Netgear Arlo – die Überwachungskamera ohne Kabel

(Bild: Netgear)

Netgear hat mit der Arlo eine Überwachungskamera vorgestellt, die vollkommen ohne Kabel auskommt. Sie arbeitet per WLAN und ihr Betriebsstrom kommt aus einem Akku. Der soll vier bis sechs Monate durchhalten.

Die Netgear Arlo soll in Deutschland ab März in drei Versionen angeboten werden. Neben einer Basisstation ist dabei je nach Paket ein, zwei oder drei Kameras enthalten. Wer noch mehr Kameras benötigt, kann sie auch einzeln kaufen.

Günstig ist die drahtlose Technik nicht. Die Pakete kosten 240, 370 und 480 Euro. Eine weitere Kamera gibt es für 150 Euro.

Um Live-Streams oder aufgezeichnete Videos betrachten zu können, stehen kostenlose Apps für Android, iOS und Kindle-Tablets bereit. Darüber hinaus können in der Anwendung ebenso Bewegungssensoren gesteuert und angepasst sowie Änderungen an den Einstellungen vorgenommen werden. Auf diese Weise lassen sich bis zu vier Videostreams auf dem jeweiligen mobilen Endgerät im Auge behalten. Via Browser ist das zudem auf Computer oder Notebook möglich.

Die gemachten Aufnahmen werden in einem kostenlosen Cloud-Speicher gesichert, dessen Kapazität jedoch auf 200 MByte begrenzt ist. Das reicht aber immerhin für kurze Sequenzen – für welche die Arlo schließlich auch vorgesehen ist. Denn die IP-Kamera zeichnet laut Hersteller nur dann auf, wenn ihre Sensoren das veranlassen. Für eine Rund-um-die Uhr-Aufzeichnung stehen hingegen andere, bedeutend teurere und auch aufwändigere System auf dem Markt zur Verfügung.

Es ist aber damit zu rechnen, dass sich der Speicherplatz nach der Markteinführung gegen eine Gebühr erweitern lässt. Außerdem ist zu vermuten, dass Netgear Anwendern in absehbarer Zeit auch die Möglichkeit eröffnet, die Aufnahmen lokal auf einer Festplatte zu speichern – voraussichtlich zunächst auf deren eigenen NAS-Systemen, später dann womöglich auch auf denen anderer Anbieter.

Die 7,11 mal 6,35 mal 4,0 Zentimeter große und 113 Gramm schwere Arlo-Kamera lässt sich in bis zu 50 Meter Entfernung von der Basisstation montieren. Sie kann entweder per Magnet an den mitgelieferten Halterungen fixiert oder auf eine ebene Oberfläche gestellt werden. Die Basisstation erfordert im Gegensatz zur Kamera einen Stromanschluss. Sie kommuniziert mit der Arlo und dem Router per WLAN nach dem IEEE-Standard 802.11n. Angetrieben wird sie durch einen Freescale-Prozessor, der auf 64 MByte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Ferner sind 16 MByte Flash-Speicher integriert. Überdies ist ein USB-Anschluss verbaut.

Die Kamera mit festeingestelltem Fokus (ca. 60 Zentimeter bis unendlich) kann dem Hersteller zufolge bei minus 10 bis plus 50 Grad betrieben werden und ist gemäß den Anforderungen der Schutzklasse IP65 gegen Witterungseinflüsse geschützt. Damit eignet sie sich ebenso für den Einsatz an einem geschützten Platz im Außenbereich.

Aufnahmen macht sie mit einer Auflösung von maximal 1280 mal 720 sowie einem Winkel von 130 Grad. Die von den in ihrer Empfindlichkeit konfigurierbaren Bewegungssensoren ausgelösten Alarme werden direkt via E-Mail oder App-Benachrichtigung an den Besitzer übermittelt. Eine Nachtsichtfunktion sorgt laut Netgear auch im Dunkeln für verwertbare Bilder.
(Bild: Netgear)
Mittelfristig soll rund um die Arlo-Sicherheitskamera, mit der Netgear – abgesehen von den fehlenden Kabeln – in die Fußstapfen anderer Netzwerkanbieter wie D-Link und Trendnet tritt, ein ganzes Ökosystem entstehen. Schon jetzt ist sie für die Kommunikation mit anderen Geräten optimiert und kann noch weitere als die bereits verbundenen Geräte steuern.

Gegenüber den Mitbewerbern, die ihre Überwachungskameras als Zubehör für ihre Netzwerkausrüstung offerieren, platziert Netgear seine Arlo-Kamera als Komplettsystem, das sich weitgehend unabhängig einsetzen lässt. Als Einsatzzwecke werden die Überwachung von Privathaushalten, ein Einsatz als Baby-Kamera oder auch die Betreuung von Haustieren sowie die Nutzung in kleinen Unternehmen, Büros oder Ladengeschäften empfohlen.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

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Tags :Quellen:NetgearVia:ITespresso

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