Test: Bruno – Der erste Teddybär mit Emotionen [Videotest]

Bruno Emotion Pets Giochi Preziosi (Bild: Gizmodo)

Bruno der Bär von Giochi Preziosi will die Herzen aller Kinder erobern. Dafür beherrscht der etwa 30 Zentimeter große Kuschelbär ein paar Tricks. Man kann ihn kitzen, füttern und knuddeln. Wenn ihm langweilig wird, schläft er ein. Reicht das, um kleine Kinder zu beeindrucken? Wir haben im Test mit dem Emotion Pets Bruno Bär gespielt.

Bruno der Bär

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Bruno - Emotion Pets von Giochi Preziosi

Zugegeben, ich bin nicht ganz die Zielgruppe des Plüschbären Bruno. Trotzdem wollte ich ihn mir unbedingt näher anschauen. Behauptet der italienische Hersteller Giochi Preziosi doch, mit dem Emotion Pets Bruno das erste Plüschtier der Welt zu verkaufen, das Emotionen zeigen kann. Anfangs war ich etwas über die doch sehr hohe UVP von 119,99 Euro schockiert. Allerdings ist Bruno online bereits ab 60 Euro erhältlich. Das klingt schon vernünftiger.

Im Videotest zeigen wir Brunos verschiedenen Animationen:

Verarbeitung

Rein äußerlich sieht man Bruno sein mechanisches Innenleben nicht an. Er ist wirklich knuffig, besitzt tischtennisballgroße Augen und ein weiches Fell. Allerdings spürt man beim Knuffen und Knuddeln deutlich seine Elektronik. Arme und Beine sind zwar größtenteils weich, im Bauch und im Kopf merkt man deutlich sein „Plastikskelett“. Dennoch ist Bruno der Bär von Giochi Preziosi auch ausgeschalteten Zustand flexibel.

Bevor es losgeht, müssen auf seiner Rückseite vier nicht mitgelieferte AA-Batterien eingesetzt werden. Wird der Schalter nun auf „On“ gestellt, wacht Bruno auf. Dabei gibt er laute und recht niedliche Geräusche von sich. Allerdings fällt auch sofort auf, dass die Motoren deutlich hörbar sind. Das zerstört zumindest bei mir etwas die Illusion, es mit einen „lebendige“ Teddybären zu tun zu haben.

Bruno Emotion Pets Giochi Preziosi (Bild: Gizmodo)

Tatsächlich sehr nett finde ich seine Mimik. So bewegen sich im Kopfbereich nicht nur Ohren und Augenlider, sondern auch die Mundwinkel. Dadurch kann Bruno zum Beispiel lächeln und schmatzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Kinder den freundlichen Brunobär auf Anhieb in ihr Herz schließen.

Brunos Interaktionen mit der Außenwelt beschränken sich im Grunde auf fünf Typen: Kitzeln, Knuddeln, Erschrecken, Hunger / Füttern und Einschlafen / Aufwachen.

Bruno Emotion Pets Giochi Preziosi (Bild: Gizmodo)

Gekitzelt wird Bruno entweder unter seinen Armen oder an seinem linken Fuß. Hier sind unter seinem Fell deutlich kleine Knöpfe spürbar, die dann eine entsprechende Reaktion auslösen. Neben den Motoren im Kopfbereich rotieren auch in seinem Hüftbereich Motoren und setzen die Beinchen in Bewegung. Zugegeben: Es sieht süß aus. Störend fand ich jedoch, dass der sitzende Bruno dank seiner wacklenden Beine nach vorn umkippt. Etwas kopflastig, der Gute.

Bruno Emotion Pets Giochi Preziosi (Bild: Gizmodo)

Die Knuddel-Animation wird ausgelöst indem man die Knöpfe unter dem linken und unter dem rechten Arm gleichzeitig drückt, ihn also umarmt. Bruno schließt seine Augen, lächelt zufrieden und schnurrt.

Bruno kann Hunger bekommen. Das passiert ohne Fremdeinwirkung. Brunos Hunger zeigt sich durch etwas wehleidige Geräusche und einen knurrenden Magen. Gefüttert wird er über den beiliegenden Honigstock. In der Spitze des Honigstocks versteckt sich ein Magnet. Hält man diesen an Brunos Mäulchen, schmatz Bruno zufrieden und ist glücklich.
Die Animation erschrecken soll durch laute Geräusche ausgelöst werden, funktionierte im Test aber nicht zuverlässig. Durch 40 Sekunden ignorieren oder langes drücken seiner linken Pfote schläft Bruno ein.

Bruno Emotion Pets Giochi Preziosi (Bild: Gizmodo)

Bruno Fazit

Insgesamt sind Brunos Animation allesamt knuffig und liebenswert anzuschauen. Allerdings fehlt mit hier zumindest ein Hauch von Künstlicher Intelligenz. Bruno kann sich keine Sekunde merken, wie er gerade behandelt wird.

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Es wäre wirklich großartig gewesen, wenn man ihm ein wenig Charakter gegeben hätte. Es muss ja nicht gleich ganz so übertrieben werden wie beim aktuellen Furby (hier gehts zu Test), der je nachdem, wie man ihn behandelt mitunter äußerst nervig Charakterzüge annimmt. Aber eine derart dumme Maschine, die einfach nur auf Knopfdruck völlig ohne Konsequenzen eine Animation abspielt, ist mir deutlich zu wenig. Wäre es nicht toll, wenn Bruno nach den dritten Mal hintereinander Füttern eine weitere Nahrungsaufnahme verweigert? Oder Bruno richtig sauer wird, wenn man ihn mehrere Male hintereinander erschreckt?

Vielleicht bin ich aber auch zu hart zu Bruno. Schließlich will Bruno vor allem kleinere Kinder glücklich machen und von ihnen lieb gehabt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass Bruno sein Ziel bei vielen erreicht. Denn spannender und interaktiver als ein „normaler“ Teddybär ist er allemal. Hier kann man Bruno auf Amazon kaufen.

Pro / Con

plusWirklich süß

plusNette Animation…

minus… die sich zu schnell wiederholen

minusLaute Motoren

minusKippt bei einigen Animationen um

Im Videotest zeigen wir Brunos verschiedenen Animationen:

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  1. Für 120 Euro kann man einen Hauch von künstlicher Intelligenz erwarten. Für 60 Euro jedoch ist das vollkommen ok. Barbies kostet heute ähnlich viel und können kaum was.

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