Ein Photoshop für Töne

(Bild: Shutterstock)

Restaurants müssen bei ihrer Einrichtung darauf achten, dass es nicht hallt und gleichzeitig nicht so leise ist, dass man eine Gabel fallen hört. Gespräche müssen möglich sein, aber möglichst nicht andere Leute stören. Im Oliveto in Oakland wurde eine High-Tech-Lösung eingesetzt, die ständig die ideale Hintergrundbeschallung produziert, um unerwünschte Effekte zu eliminieren.

Das Restaurant Oliveto hat sich eine Soundanlage einbauen lassen, die aus Mikrofonen, Lautsprechern und Lärmabsorbierenden Wänden besteht. Kontinuierlich wird die Lautstärke im Raum und die Echos gemessen um einen passenden Soundteppich zu erstellen – sozusagen mit einem Photoshop für Töne.

Im The New Yorker hat Musikkritiker Alex Ross berichtet, wie ihm der Besuch im Oliveto gefallen hat. Erstellt wurde die Soundanlage von John und Helen Meyer, den Besitzern von Meyer Sound Laboratories. Das Meyer Sound “Constellation”-System entfernt dabei ungewünschte und störende Hintergrundgeräusche.

Jeder Tisch ist eine eigene Tonzone, wird allerdings nicht isoliert betrachtet, so John. Constellation versucht etwas, das ähnlich wie das Photoshopping das ursprüngliche Bild zu dem verwandelt, was der Künstler eigentlich sehen – und in diesem Fall hören will. Dabei muss zwischen den Bereichen unterschieden werden, in denen die menschliche Sprache im Raum zu hören ist. Die direkte Beschallung enthält Elemente, die man gut verstehen kann, während die Reflexionen den Teil ausmachen, der kaum noch zu erkennen, aber dennoch zu hören ist. Wenn hinter dem Besucher laute Leute sitzen, hört man kaum, was sie sagen, aber der Lärm ist deutlich zu erkennen. Man hört die Stimmen, versteht sie aber nicht. Diese Geräusche sollen durch Gegenschall ausgeschaltet werden.

Bild: Ferenc Szelepcsenyi/shutterstock

Quellen:The New YorkerVia:Gizmodo.com

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