Mit LoopPay will Samsung gegen Apple Pay punkten

(Bild: LoopPay)

Apple Pay überrollte in den USA den Mobile Payment Markt, obwohl es einfach auf NFC basiert und solche Lösungen eigentlich schon lange existieren. Samsung macht sich Sorgen, hier nicht mitmischen zu können und übernimmt das Startup LoopPay, dessen Technik den Magnetstreifen der Kreditkarte zur Kasse funkt - ganz ohne NFC. Trotzdem ist die Technik umständlich und dürfte im Laden zu Schwierigkeiten führen.

Samsung hat sich den mobilen Bezahldienst LoopPay für eine unbekannte Summe einverleibt. Damit sollen kontaktlose Kreditkartentransaktionen an der Kasse durchgeführt werden, in dem man einfach sein Handy mit einer speziellen Hülle an den Kartenleser hält.

“Unser Ziel war es immer, die intelligenteste, sicherste und nutzerfreundlichste mobile Geldbörse zu entwickeln, und wir freuen uns LoopPay zu begrüßen, um uns diesem Ziel näher zu bringen”, wird Shin, Chef von Samsungs Mobilsparte, in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Technologie von LoopPay überträgt drahtlos die Bezahldaten von Kredit- und Bankkarten an das Kassensystem eines Ladengeschäfts, indem sie ein Magnetfeld erzeugt wie die Kreditkarte des Benutzers. Dieser muss seine Karte einmalig mit einem kleinen Lesegerät einlesen, das im Lieferumfang der Hülle enthalte ist und in den Kopfhörer/Mikroeingang gesteckt wird. Hört sich kompliziert an, doch das ist noch nicht alles.

Der Kunde hält dann beispielsweise seine LoopPay-Handyhülle, die das Magnetsignal auf Knopfdruck aussendet an die Kasse – und steckt die Kredtikarte natürlich nicht in den Kartenleser. Viel Spaß mit Kassierern und Kellnern, die das System nicht kennen und verlangen, die Karte einzustecken.

Dennoch hat LoopPay einen Vorteil. Das sie eine Kreditkarte nachahmt, lässt sie sich in weitaus mehr Geschäften nutzen als Apple Pay oder Google Wallet. In den USA sind die meisten Bezahlterminals nur mit Lesegeräten für Magnetstreifen ausgestattet. Die hierzulande gebräuchlichen Chips in Kredit- und Bankkarten sind bisher wenig verbreitet. Aufgrund der höheren Sicherheit stellen Banken und Einzelhandel nun aber vermehrt auf diese Technik um. Neue Lesegeräte unterstützen dann oftmals auch die Nahfunktechnik NFC, die Apple Pay und Google Wallet benötigen.

Laut Samsung funktioniert LoopPay wahrscheinlich mit 90 Prozent der vorhandenen Kassensysteme, was bei der Verbreitung der Technologie helfen könnte. LoopPay ist aber nicht nur zu vorhandenen Terminals kompatibel, es lässt sich auch per NFC nutzen. “Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist die Nutzung der heute in den Geschäften vorherrschenden Technologie”, sagte David Eun, Executive Vice President von Samsungs Global Innovation Center. “Wir müssen nicht darauf warten, dass es künftig mehr NFC-fähige Terminals gibt.”

Ob LoopPay auch weiterhin mit Apples iPhone und Android-Smartphones anderer Hersteller funktionieren wird, lies der Manager von Samsung im Gespräch mit CNET offen. Wie Samsung die Technik in seine Geräte integrieren will, wollte er auch nicht kommentieren.

Apple hatte seinen auf NFC basierenden Bezahldienst im September 2014 vorgestellt. Er steht auf iPhone 6 und iPhone 6 Plus zur Verfügung. Besitzer der Geräte können eine Zahlung autorisieren, indem sie ihr Gerät an ein Bezahl-Terminal halten und die Zahlung anschließend mit einem Wisch über den in ihr iPhone eingebauten Fingerabdruckscanner bestätigen.

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Tags :Quellen:mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.deVia:News.com

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