iPhone spricht mit Android-Wear-Smartwatch

(Bild: Youtube)

Normalerweise kann das iPhone nicht mit Android-Wear-Uhren kommunizieren - doch ein Entwickler hat nun einen Weg gefunden, wenigstens Benachrichtigungen auf den Smartwatches aus dem Google-Lager anzuzeigen. Noch gibt es aber nur ein Video dazu.

Mohammad Abu-Garbeyyeh (MohammadAG) hat ein Video bei Youtube veröffentlicht, das zeigen soll, wie ein iPhone eine Benachrichtigung zu einer Moto 360 Smartwatch mit Android Wear sendet. Das geschieht nach Angaben des Entwicklers über den Apple Notification Center Service (ANCS). Genauso funktioniert übrigens auch die Anbindung der Pebble-Watch ans iPhone.

Angeblich soll die App von MohammadAG bald veröffentlicht werden, um auch anderen Experimente mit Android Wear als Ergänzung zum iPhone zu ermöglichen. Da auf dem iPhone selbst keine Software installiert wird, ist auch kein Jailbreak erforderlich.

Das bei Youtube eingestellte Video offenbart, dass es sich wirklich nur um einen rudimentären Anfang handelt. Übertragen wird eine einfache Textnachricht. Der Anwender kann mit der Uhr nicht etwa Kartendaten nutzen, eingehende E-Mails lesen oder gar auf Google Now (beziehungsweise Siri) zugreifen.

Für eine weitergehende Integration wären Android-Wear-kompatible iOS-Apps denkbar. Pebble weist hier den Weg: Für seine Uhr gibt es beispielsweise eine GoPro-Kamera-Fernsteuerungs-App, einen QR Generator, die Fitness-App Runkeeper, Fly Time für Abflugzeiten und mit Weather Channel auch eine Wetter-App.

Motorola Moto 360

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Motorola Moto 360

Von Google dürfte allerdings wenig Unterstützung zu erwarten sein. Es hat Android Wear kompatibel zu Android ab Version 4.3 gemacht und nutzt zu einem großen Grad dessen Programmierschnittstellen für die Integration. Auch Apple, dessen Watch ab April 2015 erhältlich sein wird, hat kein Interesse an fremden Wearables-Betriebssystemen. Eventuelle weitere Annäherungsschritte zwischen Android Wear und iOS sind daher ausschließlich von unabhängigen Entwicklern zu erwarten. Große Hoffnungen diesbezüglich hat MohammadAG aber nicht, bezeichnet er ANCS in einem weiteren Tweet als bedauerlicherweise sehr beschränkt, was die Zahl möglicher Aktionen angehe.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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