Jetzt wird’s teuer: Microsoft nimmt doppelten Supportsatz für XP

(Bild: Microsoft)

Wer sich bisher noch nicht von XP verabschiedet hat, muss jetzt tief in die Tasche greifen, Microsoft hat die Preise für den Support verdoppelt. Nun sind 400 US-Dollar pro PC zu zahlen, auf dem noch XP läuft.

Nach einem Bericht der Computerworld verlangt Microsoft künftig von Unternehmen, die das Customer Support Agreement (CSA) nutzen, um ihre veralteten XP-Maschinen am laufen zu halten, ab April 400 statt bisher 200 Dollar jährlich pro Rechner. Das soll die Firmen zum Umdenken zwingen, denn ewig will Microsoft diesen Support nicht mehr leisten.

Die Erhöhung der Supportkosten kommt ein Jahr nach dem Ende des Extended Supports für Windows XP nicht unerwartet, zumal die bisherigen CSAs nun auslaufen.

Wer die höheren Preise nicht in Kauf nimmt, erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Microsoft bietet aber auch eine finanzielle Obergrenze an. Sie lag bisher bei 250.000 Dollar pro Jahr. Ob sich daran ebenfalls etwas ändert, ist nicht bekannt.Im besten Fall haben Unternehmen inzwischen genügend Windows-XP-Rechner aktualisiert und zahlen trotz der Preiserhöhung nicht mehr für den verlängerten Support als im vergangenen Jahr.

Im Januar 2015 lag der weltweite Anteil an Computern mit Windows XP laut Zahlen von Net Applications noch bei 18,9 Prozent. StatCounter weist hingegen einen Anteil von 12 Prozent für das mittlerweile über 13 Jahre alte Microsoft-Betriebssystem aus.Unter anderem setzen der Bundestag sowie die Bundestagsverwaltung noch veraltete Rechner mit Windows XP ein. Wie viele der insgesamt 7300 Computer nach wie vor mit dem Betriebssystem laufen, ist allerdings nicht bekannt. Eine Anfrage des Handelsblattes vom Dezember ergab, dass die Bundestagsverwaltung für den kostenpflichtigen Extraschutz von Microsoft knapp 120.000 Euro bezahlen muss.

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Tags :Quellen:Silicon.deVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. Das ist schon ein stolzer Preis, aber der Aufwand für Microsoft ist wohl auch nicht zu verachten. Wundert mich, dass noch immer so viele Unternehmen mit dem alten Schinken arbeiten. Aber dank dieser Meldung wird wohl die Anzahl der Windows XP Systeme letztendlich bald stark rückläufig sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das auf Dauer lohnt mit den erhöhten Supportkosten, da ist ein Umstieg auf aktuelle Versionen wohl attraktiver. Zumal es ganz ohne Sicherheitsupdates in Windows wohl garnicht geht :-)

  2. Das ist nachvollziehbar und auch gerrechtfertigt. Die Kosten für Microsoft sind hier für ein so altes Produkt doch recht enorm. Das die sich das Geld wieder holen möchten empfinde ich als gerecht (wer hätte gedacht das ich das mal sagen würde).
    Nebenbei werden die neueren Betriebssysteme wie Marco bereits anmerkte dadurch attraktiver, da Kostengünstiger.

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