Dank neuer Software: Curiosity bohrt jetzt sanfter

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Der Mars-Rover Curisosity kann ganz schön grob sein. Sein Bohrer, der geologische Proben auf der Oberfläche des roten Planeten untersuchen soll, hat schon mehrmals Steine zerbrochen, in die die NASA-Wissenschaftler eigentlich nur hineinsehen wollten. Jetzt hat Curosity ein Software-Update erhalten, das ihm helfen soll, gefühlvoller zu bohren.

Curiosity hat sechs Bohrprogramme. Die härteste Stufe ist etwas 20-mal so stark wie die schwächste. Bislang hat die Standardeinstellung des Bohrprogramms bei Stufe 4 angefangen – der vierthöchsten Stufe. Als Curiosity im vergangenen Jahr am Mount Sharp angekommen ist, brach die erste Probe unter der Kraft des Bohrers. Und ähnliche Vorfälle hatte es in der Vergangenheit bereits häufiger gegeben.

Jetzt sorgt ein neuer Algorithmus dafür, dass Curiosity immer auf der niedrigsten Stufe zu Bohren beginnt und nur mehr Gas gibt, wenn nötig. „Der Bohrer von Curiosity ist im Prinzip ein Hammer und Meißel; jetzt haben wir die Möglichkeit, nicht mehr so hart zu hämmern“, so John Michael Morookian vom Curiosity-Programm gegenüber Sen.

Die erste Probe, die mit dem neuen Algorithmus angebohrt wurde, trägt den Namen Mojave 2. In zehn Minuten hat der Rover ein 66 mm tiefes Loch gebohrt, ohne die Probe dabei zu beschädigen (siehe Bild). Jetzt versuchen die NASA-Wissenschaftler herauszufinden, was die Kristalle im Inneren des Steins über die Marslandschaft verraten.

Tags :Quellen:SenVia:gizmodo.com

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