Frankreich will Google, Facebook und Twitter im Kampf gegen den Terrorismus einspannen

(Foto: Shutterstock)

Was die Präsenz in den sozialen Medien angeht, ist die Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) erfolgreicher als manche westliche Regierung. Bis zu 90.000 mal tweeten und posten der IS und seine Unterstützer täglich. Dieser Erfolg hat die USA und Großbritannien veranlasst, ihre eigenen Propagandastrategien zu überdenken. Frankreich hingegen plant, direkt mit den großen Onlinefirmen zusammenzuarbeiten, um dem IS das Leben schwer zu machen.

Der französische Innneminister Bernard Cazeneuve hat sich deswegen mit Google, Facebook und Twitter getroffen, um mögliche Partnerschaften auszuloten, die helfen sollen, Terrorismus auch im Internet zu bekämpfen. In einer Stellungnahme gegenüber AP verkündeten Twitter und Facebook, bereits alles zu tun, um Propaganda, Hass und Gewalt aus den sozialen Netzwerken zu verbannen. Als Teil einer französischen Anti-Terror-Kampagne sehen sie sich dabei allerdings nicht. Google widerum sagte gegenüber NBC News, das Unternehmen nehme schon jetzt gewaltverherrlichende Terror-Videos binnen einer Stunde aus dem Netz.

Beim Besuch von Cazeneuve ging es denn vor allem darum, schneller an Informationen über Online-Aktivitäten von Terroristen zu kommen. Normale Regierungskanäle seien dafür zu langsam und zu ineffektiv. Vor allem nach den Angriffen auf die Redaktion von Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris am 7. Januar verstärkt Frankreich seinen Anti-Terror-Kampf. Dazu gehört eine Internetseite, die junge Menschen davon abhalten soll, sich dem IS anzuschließen.

Eine Lösung, das Internet von allem zu säubern, das das Label „Terrorismus“ trägt, kann allerdings keine Lösung sein. Die Electronic Frontier Foundation etwa argumentiert, dass so real existierende Probleme nur überdeckt werden würden. Außerdem sei es Definitionssache, was als „Terrorismus“ gewertet werden. Dennoch versuchen Politiker wie Cazeneuve, die Online-Propaganda des IS zu unterbinden. Im April soll es deswegen dazu ein zweites Treffen mit Google, Facebook und Twitter geben.

Quellen:APVia:gizmodo.com
  1. Daß das abgebildete Schild gefaked ist, kann nur jemand erkennen, der das Arabische beherrscht – oder sehr aufmerksam ist. Denn die Buchstaben sind getrennt (was es nicht gibt), und dazu noch spiegelverkehrt. Das passiert, wenn man sich nicht mit arabischen Rextprogrammen auskennt… welche die Texte z.B. beim Versenden zwischen verschiedenen Rechnern gerne derartig zerlegen.

    Das angesprochene Problem kann sehr einfach gelöst werden: Indem ein Haufen sprachbefähigter Personen Jobs bei den Firmen oder staatlichen Institutionen bekommen, um das Netz wie Kammerjäger zu durchstreifen.

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