Pebble Time: Bunt, besser und noch erfolgreicher?

(Bild: Pebble)

Willkommen zurück auf Kickstarter, Pebble. Wie angekündigt hatte Pebble gestern ein neues Wearable vorgestellt. Mit der Pebble Time kehrt die Smartwatch-Ikone zu seinen Start-Up Wurzeln zurück.

Pebble Time im Detail

Bild 1 von 7

Timeline Interface - Mit einem Klick alles sehen, was wichtig ist

Rund 9 Millionen US-Dollar hat Pebble mit der neuen Pebble Time seit gestern auf Kickstarter gesammelt – und das bei einem Ziel von gerade einmal 500.000 US-Dollar. Das Interesse an der Smartwatch mit farbigem E-Ink-Display scheint also alle Erwartungen zu übertreffen.

Die Neuerungen bei der Pebble Time

Gerade das Farb-E-Paper Display, der langlebige Akku mit einer Laufzeit von bis zu sieben Tagen, ein neues eingebautes Mikrofon zum Beantworten von Nachrichten und das Timeline Interface der Pebble Time scheinen das Interesse an dem Wearable massiv gesteigert zu haben.

Die größte Neuerung für Pebble stellt dabei ganz klar das farbige E-Ink-Display dar. So habe sich das Unternehmen bei der Entwicklung viel Zeit gelassen, um ein Farbdisplay und eine lange Akkulaufzeit unter einen Hut zu bringen. In seiner Pressemitteilung hob Pebble stolz hervor, dass die Time auf gut sieben Tage Laufzeit trotz Farbdisplay käme.

Bereits 2013 hatte hier Qualcomm mit seiner „Toq“ getauften Smartwatch Pionierarbeit bei Farb-E-Paper Displays geleistet. Nachdem die Toq es aber nie über einen schicken Verkaufs-Prototypen hinaus geschafft hatte, darf die Pebble Time wohl als erstes tatsächliches Farb-E-Paper Wearable bezeichnet werden.

Neben dem nun ausführlich erwähnten Display und Akku steht aber auch ein neues Mikrofon der Pebble Time zur Seite. Hier sollen Sprachnachrichten gesendet werden können und Notizen hinzugefügt werden. Von Telefonaten über die Smartwatch hat sich Pebble (zum Glück) distanziert, sodass die Pebble Time eher in die Richtung eines funktionalen Assistenten geht.

Und beim Stichwort Assistent bleibt mir auch gleich noch Platz kurz auf das neue Timeline Interface einzugehen. Damit will sich die Time als interaktiver Kalender positionieren. So werden Ereignisse wie Reisedaten oder Erinnerungen, Nachrichten, Mails, Aktien und das Wetter chronologisch sortiert. Mit den drei Buttons auf der rechten Seite des Wearable soll der Nutzer so zukünftige Events einsehen können, erinnert werden was in der Gegenwart nun ansteht oder nachsehen was er für eine Nachricht vor ein paar Stunden empfangen hat.

(Bild: Pebble)

Das klingt jetzt nicht wirklich nach Innovation, doch Pebble will das geschafft haben wovon viele träumen: Alle Informationen werden von ihren eigenen Apps gelöst und auf der Pebble als Ganzes vereint. Dadurch soll man sich nicht nur Zeit sparen, sondern auch den Tag besser organisieren können. Ihr habt also beispielsweise vor zwei Stunden eine E-Mail erhalten und konnten sie noch nicht beantworten? Dann aktiviert einfach das Mikrofon und setzt euch eine Erinnerung in der Zukunft euerer Timeline.

Design

Rund 20 Prozent dünner als der Vorgänger soll die Pebble Time sein. Dabei hat Pebble die Unterseite seiner Smartwatch zusätzlich leicht gebogen, sodass das Wearable sich besser an den Arm anpassen kann.

Das Display wurde mit Gorilla Glass überzogen, die Einfassung der Uhr aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Ähnlich der Apple Watch können zudem die Armbänder mit einem Handgriff entfernt werden. Wer also rasch Armbänder wechseln möchte, muss nicht viel Geduld aufwenden. Außerdem hat Pebble die Daten zum Armband für Entwickler freigegeben, sodass auch Armbänder etwa mit erweiternden Sensoren entwickelt werden können, die sich direkt mit der Pebble Time verbinden sollen.

Auch wurde die Pebble Time wieder als wasserdichtes Wearable konzipiert, sodass Regen, Schwimmen oder Duschen kein Problem für die Smartwatch darstellt.

Kompatibilität

Die neue Pebble Time wird auch weiterhin mit iOS und Android kompatibel sein. Bei Apple wird mindestens ein iPhone 4s benötigt, Androiden können ab 4.0 sich einer Pebble Time erfreuen. Speziell Samsung, HTC, LG, Motorola, Xiaomi und Song werden als Hersteller in der Kompatibilität voll unterstützt. Pebble bestätigte zudem, dass alle 6.500 bereits bestehenden Apps und Watchfaces auch mit der Pebble Time kompatibel seien.

Weitere Partner und Neuerungen sollen in Kürze bekannt gegeben werden. Wir tippen da bereits auf nächste Woche, wo Pebble zum MWC in Barcelona anwesend sein wird. Wir halten euch also auf dem Laufenden.

Preise und Verfügbarkeit

Aktuell könnt ihr euch die Pebble Time in drei Farben für 159 US-Dollar auf Kickstarter sichern. Der Versand erfolgt diesmal sofort weltweit, sodass auch wir hier in Deutschland nicht auf die Pebble Time warten müssen. Unterstützer auf Kickstarter sollen ihre Pebble Time daher schon im Mai erhalten, „im Laufe des Jahres“, wie es in der Pressemitteilung heißt, werde das Wearable dann für 199 US-Dollar in den Handel gehen.

Tags :
  1. Leider schaut die Pebble Time aus wie ein Spielzeug. Den billige Plastikrahmen hätten sie weglassen sollen. Da schaut die alte Pebble wesentlich besser aus (immer noch nicht gut, aber das ist ein anderes Thema).

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising